Dienstag, 26 Mai 2015 07:51

WOE – It’s Woe Time

geschrieben von Soundchaser
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WOE WOE It’s Woe Time

Schwedischer. Heavy. Rock. Echt? Ja – und was für ein Groove! Tolle Songs. Superbe Refrains. Keine Growls. Und dazu dieser Groove! Ein superber Mix aus traditionellem Hard Rock und Metal. Keine Synthesizerteppiche, keine Chöre. Und was für ein Groov ihr habt schon ein bisschen was bemerkt: Das Debütalbum der Schweden „Woe“ hat mich ziemlich angefixt...

Die Band, 2008 gegründet und veröffentlichte 2012 eine EP „Fuck Your Mental Health“ und nun erschien 2015 (ich neige dazu, „endlich!“ auszurufen) ihr Debütalbum. Beim Einstiegssong „Numbers“ lag mir zunächst ein „ganz nett“ auf den Lippen, im weiteren Verlauf des Albums dann stieg mein Endorphinspiegel immer weiter und bescherte mir nachhaltig einen wohligen Schauer der Freude und ziert nun mein Gesicht mit einem mehr als zufriedenen Grinsen.

 

Die Scheibe hat praktisch keine Schwächen und alle Songs gehen ins Ohr und ein paar sind richtig, richtig genial (Anspieltipps: „Pick you up“ mit wunderbar unvorhersehbarem, aber umso konsequenterem Refrainverlauf, „All Alone“ und „Personal Hell“). „Woe“ können’s einfach. Erwähnte ich schon den Groove? Die Jungs machen hier vom Wumms her einen auf dicke Hose – und dieses Beinkleid steht ihnen hervorragend! Bass, Drums, Riffs – alles pumpt und walzt mit hoher Pulszahl voran.

 

WOE beschreiben sich selbst als „stylistisches Gemisch aus Rage Against the Machine, Foo Fighters and Black Label Society“. Insbesondere in den Strophen atmen die Songs gesangstechnisch puren Crossover-Geist. Die Refrains fräsen sich wie eine High-End-Flex ins Bewusstsein. Seht die Angaben zu den Bands als grobe Orientierung, nicht als exakte Wegbeschreibung, denn bei der Reise durch dieses Album werdet ihr wider vermeintlicher Vorhersehbarkeit manche Überraschung erleben und so manch Kleinod der Liedkunst am Wegesrand entdecken können – haltet die Ohren also offen (und dreht schön laut auf, es lohnt sich)!

 

So, jetzt muss ich mich verabschieden…ich werde schnell mal checken, wann „Woe“ auf Tour gehen. Wenn die live so abgehen wie auf Konserve, krieg ich vermutlich einen Endorphinschock.

 

Trackliste:

1. Numbers

2. Woe Time

3. Bad Situation

4. Pick You Up

5. Wolfman

6. All Alone

7. No Shame

8. Personal Hell

9. Poetical Justice

10. What You Need

 

Bewertung:

9 von 10 Punkten


Weitere Informationen

  • Band: WOE
  • Album Titel: It’s Woe Time
  • Erscheinungsdatum: 25.03.2015
  • Fazit: Aus meiner Sicht ein Album für alle, die Heavy Hooks und Riffs lieben, verbunden mit tollen, atmosphärisch dichten Songs mit viel Groove, eingebunden in einen interessanten Mix aus Rock, Hardrock, traditionellem Metal und Crossoverelementen.
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WOE It’s Woe Time