Montag, 30 März 2015 18:44

Doom Division - Train Rolls On

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Train Rolls On Train Rolls On Doom Division

2006 war für Stuttgarts Stoner Metal-Szene ein gutes Jahr. Neben King Chrome gründete sich in diesem Jahr auch die Band Doom Division, um im Lack der Mercedesstadt tiefe Kratzer zu hinterlassen. Nach dem "Demo 2008" und "Exposed To Experience" (Demo von 2009) erschien im Oktober 2014 "Train Rolls On", das in Eigenregie entstandene Debütalbum der Doom Division.

Mit dem ersten Song "All In" nehmen die Jungs von der Doom Division ordentlich Schwung auf, um mit ungebremster Wucht auf die Gehörgänge des Hörers zu treffen. Die Mischung aus dreckigen und tonnenschweren Riffs, treibenden, sehr dynamischen Drumspiel und dem tiefen Bass haben als Nebenwirkung, dass der Kopf des Hörers sich in sofortiges, heftiges Mitnicken begibt und die Nackenmuskeln von Anfang an Höchstleistung verrichten müssen.


Mit jedem weiteren Song entpuppt sich "Train Rolls On" immer weiter als ein Sludge-Hammer mit sehr starken Southerneinflüssen. Die Songs haben Ecken und Kanten und kommen sehr schwerfällig daher, bleiben aber aufgrund der Southerneinschübe wenigstens etwas hängen. Insgesamt muss man aber sagen, dass sich die Songs alle sehr ähnlich sind und es einem dadurch schwer fällt, sie auseinander zu halten. Das ist auch einer der wenigen Schwachpunkte, die ich zu "Train Rolls On" anbringen muss, die Songs ähneln sich teilweise zu sehr.


Da tut es gut, dass sich zwischendurch ein Song wie "Death Letter" mit auf dem Album befindet. Der rein instrumentale Song bringt Abwechslung rein und ist auch spannend aufgebaut, dass er nicht nur dahin plätschert. Und es ist auch interessant zu hören, wie Doom Division ohne Sänger klingen. Denn ein weiterer Kritikpunkt am Album sind die gewöhnungsbedürftigen Vocals. Zumindest bei mir zündeten die wütenden Screams anfangs nicht so richtig. Erst mit der Zeit kam bei mir der Punkt, an dem mir aufging, wie gut sie zum Restsound und zum Sludge-Stil der Schwaben passen. Gut Ding braucht halt Zeit und deswegen sind die Vocals nichts für den ungeduldigen Hörer, der "Train Rolls On" mal so nebenbei mitnehmen will.


Alles in allem sind aber die beiden Kritikpunkte (zu ähnliche Songs und Vocals) Meckern auf hohem Niveau. "Train Rolls On" überzeugt durch seine Schwere, seiner Wucht und seiner unbändigen Kraft, die in jedem einzelnen Song steckt. Sowohl Stoner Metal als auch Sludge-Fans werden hier ihren Gefallen darin finden und dieses Album schnell zu schätzen wissen.


Tracklist:

1. All In

2. Jesus Chrysler

3. Back In Town

4. Engine Room

5. The Ballad Of Blind Jeff Dupree

6. Crossroad Blues

7. Death Letter

8. Eight Pints And Broken Glass

9. Hard Working Man

10. Prison

11. Train Rolls On


Bewertung:

8 von 10 Punkten

Weitere Informationen

  • Band: Doom Division
  • Album Titel: Train Rolls On
  • Erscheinungsdatum: 02.10.2014
  • Fazit: "Train Rolls On" überzeugt durch seine Schwere, seiner Wucht und seiner unbändigen Kraft, die in jedem einzelnen Song steckt. Sowohl Stoner Metal als auch Sludge-Fans werden hier ihren Gefallen darin finden und dieses Album schnell zu schätzen wissen.
Gelesen 1240 mal Letzte Änderung am Montag, 30 März 2015 18:54

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All In - Doom Division Doom Division