Montag, 09 März 2015 12:56

Warnungstraum - Mirror Waters

geschrieben von Ghostwriter
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Mirror Waters Mirror Waters Warnungstraum

Die Italiener bzw. das Trio von „Warnungstraum“ machen es einem nicht einfach. Keine eigene Homepage, Reviews der Alben bis auf wenige Ausnahmen in Italienisch und auch auf der Facebook/Bandcamp/LastFM Page keine echten Informationen. Aber gerade diese Perlen sind es doch, die wir suchen und so ist auch der erste Höreindruck vom neuen Album „Mirror Waters“

Das Trio (Bartlett Green (Flamen, Obscure Devotion), Cabal Dark Moon, und Vox Mortuorum) aus Potenza, Süditalien bzw. der Mitte des Stiefels, machen mit Warnungstraum ordentlichen und schön anzuhörenden Ambient Black Metal, der Aufgrund des Könnens und der Erfahrung der beiden Erstgenannten, definitiv im oberen Drittel der aktuellen Releases dieses Subgenres einzuordnen ist. Die vier überlangen Tracks, die sich zusammen auf fast 40 Minuten summieren, beinhalten genau das, was man von Ambient BM erwarten kann. Aufflackern von Screams bzw. Growls in Kombination mit düsteren Klangwänden aus schwerem Bass, langsamen Drums und Vocaleffekten, im Wechsel mit repetitiven Passagen, die sich immer wieder im Motiv des Stückes verlieren und dem Hörer bis zum Wahnsinn beruhigen. Mal choral-epochal, dann wieder verträumtes Gitarrenspiel und drückende Vocals über die Länge von bis zu 10 Minuten bieten genug Abwechslung, aber auch die genretypische Monotonie - meist als Überleitung zum nächsten Stück, das sich nicht nahtlos fügen will.


Auch Experimente werden z.B. mit „The Gardens Of Yima“ und auch „The Sad Singing Woods“ gewagt, wo man sich über die ganze Darbietung hinweg in sich selbst und den ruhigen Klangbildern verlieren kann – Ganz ohne Gitarre, Drums oder Screams, mystisch, ambient, düster und nur begleitet von einem sehr dezenten Chorus – Der musikalisch gezeichnete Lauf durch dunkle Gärten und Wälder. Natürlich hat man das alles schon mal gehört, aber wohl nicht oft in dieser Mischung, die „Mirror Waters“ genug Eigenständigkeit attestieren lässt. Eine Prise Firtan, ein Hauch Vanhelga, ein Tropfen Agrypnie und das alles zu einer epischen Mahlzeit geformt.


Mir persönlich gefällt diese Mischung sehr gut, dürfte aber wohl auch wieder nur Liebhabern oder Fans dieser speziellen Spielart gefallen –Auf jeden Fall ein Reinhörtipp wenn man mal ne kleine Pause von Akrotheism oder Widuz braucht.

 

Trackliste:

1. Antarabhava

2. The gardens of Yima

3. Narkissos

4. The Sad Singing Woods

 

Bewertung:

8,5 von 10 Punkten


Weitere Informationen

  • Band: Warnungstraum
  • Album Titel: Mirror Waters
  • Erscheinungsdatum: 08.12.2014
  • Fazit: Mir persönlich gefällt diese Mischung sehr gut, dürfte aber wohl auch wieder nur Liebhabern oder Fans dieser speziellen Spielart gefallen –Auf jeden Fall ein Reinhörtipp wenn man mal ne kleine Pause von Akrotheism oder Widuz braucht.
Gelesen 1063 mal Letzte Änderung am Montag, 09 März 2015 13:05

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Narkissos Warnungstraum