Montag, 26 Januar 2015 23:46

High Voltage - A Morning Dying Full

geschrieben von
Artikel bewerten
(5 Stimmen)
High Voltage - A Morning Dying Full High Voltage - A Morning Dying Full High Voltage

Aus Villach bei Kärnten stammt die 1993 gegründete Heavy Metal Band, welche auf den aussagekräftigen Namen HIGH VOLTAGE hört. Drei Studialben und ein Live-Album gehen bereits auf das Konto der fünf Österreicher und hier gibt es nun etwas über das neuste Werk "A Morning Dying Full" zu lesen!

Schon im letzten Jahr erschien die neue Drehscheibe der Villacher und zeugt beim ersten durchlauschen von solider Arbeit im Bereich des klassischen Heavy Metal. Kein Geschnörkel oder sinnlose Umschmeichlung der Hörorgane, wie man es leider allzu häufig bei den heutigen Neuerscheinungen erlebt findet man auf den Ach Tracks (+ Intro) starken CD. Qualitativ ist das Presswerk nicht hunderprozentig stimmig, was die Jungs durch die Art, wie die Musik herübergebracht wird allerdings absolut wieder wett machen. Zeitweise klingt es, als wäre der Mischer des öfteren auf ein Bier und eine Kippe auf dem Balkon gewesen, da hier und dort der Bass von Bene Schreilechner etwas zu schwach auf der Brust und der Gesang von Frontmann Jimmy Steward etwas zu sehr mit Hall versehen ist.


Man merkt allerdings recht schnell, dass ein sehr hohes Niveau an den Tag gelegt wird, welches sicherlich auch zum Teil vom das lange Bestehen (trotz zwischenzeitliche Wechsel der Mitglieder) herrührt. Schnell vergisst man die kleinen Misch-Fehltritte allerdings, da die Welle des klassischen Heavy Metal, welche hier und dort doch in gewisser weise an die alten Maiden-Alben erinnern, einen mitreißen. Das sehr melodiöse Intro "In Search of Truth" ist ziemlich kurz und lässt den hungrigen Zuhörer mit seinen ruhigen Gitarrenriffs nicht lange auf den ersten vollwertigen Song warten, der auch gleich in Form von "Toxic Mind" in anfangs eher rockiger Manier mit stampfendem Ryhmus marschiert kommt. Die dazu passenden Drums lässt Lukas Steiner mit seinen Sticks niederprasseln. Die markanten Vocals rotzen dem ganzen noch einen wunderschön anzuhörenden Mittelfinger frei nach dem Motto "Hunger auf mehr?" oben drauf!


Auch die Geschwindigkeit legt immer mehr zu und bei "Breaking Through" wird man von einem etwas schnelleren Riff, gefolgt von einem spitzen Schrei und erneut stampfenden Melodien begrüßt, die wie heiße Schokosße in kalten Vanillepuding wieder in reißendes Klampfengereiße eintaucht. Marco "Baby Voltage" Konrad und "Dirty Harry" Müller, die beiden Lead-/Rythmgitarristen reißen auch nicht nur ihre Sechssaiter an die Grenzen der Belastbarkeit sondern unterstützen auch Frontmann Jimmy tatkräftig als Backing Vocals. Die komplette Scheibe dreht sich keinesfalls eintönig und lässt sich geschmeidig von Anfang bis Ende genießen. Tip für einen gelungenen Abend ist definitiv "Dark Passanger" mit seinem ruhigen, melodischen Anfang, der mit rockigen Einlagen doch durch und durch das klassische Heavy-Metal-Herz höher schlagen lässt.


Hymnengleich endet das Presswerk mit dem zum Nachdenken anregenden Song "War Inside My Head", welches nochmal zu versuchen scheint die vorangegangenen Songs zu toppen! Und natürlich finden sich in diesem Song auch die schon lange nicht mehr vernomme "Wooohooohoooooo"-Parts, also auch eine für stark alkoholisierte Personen noch textsicher mitzugröhlende Passage.

 

Tracklist:

1. In Search Of Truth
2. Toxic Mind
3. Breaking Through
4. Demon Slayer
5. A Morning Dying
6. Dark Passenger
7. Vengeance
8. Never Fall
9. War Inside My Head

 

Bewertung:

9 von 10 Punkten

 

 

Weitere Informationen

  • Band: High Voltage
  • Album Titel: A Morning Dying Full
  • Erscheinungsdatum: 2014
  • Fazit: Alles in allem sei gesagt, dass mit "A Morning Dying Full" ein schönes Beispiel für soliden Metal gebracht wurde, der den aus Österreich stammenden HIGH VOLTAGE-Jungs ein weiteres klasse Album beschert. Der Weg ist der absolut richtige und es kribbelt in den Fingern den Weg nach Österreich mal zu wagen um das Gespann mal live zu erleben, da die Vermutung nahe liegt, dass dort ihre wahre Stärke zu finden ist. Oder wie sieht es mal mit einen Besuch in good old Germany aus? Who knows...
Gelesen 2039 mal Letzte Änderung am Mittwoch, 28 Januar 2015 20:40