Donnerstag, 16 Oktober 2014 16:00

Wound / Obscure Infinity - Souls of Eternal Damnation Split EP

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Souls of Eternal Damnation Souls of Eternal Damnation Wound/Obscure Infinity/FDA Rekotz

Die Feuer des deutschen Underground lodern weiter und bringen immer wieder hervorragende Veröffentlichungen zum Vorschein, die gerne von FDA Rekotz unter das hungrige Volk gebracht werden. Auf dem Teller rotiert die aktuelle Split-EP zweier sehr talentierter Kapellen, die definitiv mehr Aufmerksamkeit verdient haben

Was nicht heißen soll, dass WOUND und OBSCURE INFINITY keinen guten Ruf genießen, gerade letztere haben bisher zwei starke Alben veröffentlicht und sich durch unzählige Auftritte bereits einen Namen erspielt. WOUND berufen sich bisher auf ein (völlig zurecht) abgefeiertes Demo und ein durchweg positiv angenommenes Album, das 2013 ordentlich Einschlug. Da die beiden Bands auch privat befreundet sind war es im Prinzip nur eine Frage der Zeit bis zu einer Split-EP. Wie bereits erwähnt kam die 7“ vor einigen Wochen bei FDA Rekotz raus, in 100x rot und 400x schwarz. Das Layout und Artwork stammen wieder einmal aus der Hand von R. Hirschkonditor und ist in einem schlichten braun gehalten.


WOUND steigen mit Bolt-Throweresquem Intro ein und entwickeln „Kingdom of Deceit“ zu einem trockenen und sprödem Dampfhammer mit ambivalentem Drumming und sägenden Riffs. Im Gegensatz zum vorherigen Material wird der Crust Ansatz etwas zurückgedreht, was nicht weiter schlimm ist, denn trotz einem „anderen“ Songwriting erkennt man jederzeit den typischen Sound der Band wieder. Zusätzlich ist das wütende Gekeife von Sänger Schettler unverkennbar und thront mit schönem Hall über der Musik.


OBSCURE INFINITY beweisen wiederholt eine Weiterentwicklung. Die beiden Alben „Dawn of Winter“ und „Putrefying Illusions“ bewiesen allemal, dass keine Amateure am Werk waren. Lead-Gitarrist und Kopf der Band Stephan hat unglaubliches Talent seine Vision von OBSCURE INFINITY auf sechs Saiten zu interpretieren, was sich abermals auf der EP zeigt. Morbide Melodien, schnelles sägendes Riffing und die abwechslungsreichen Vocals von Sänger Jules fügen sich in ein durchdachtes Gesamtpaket zusammen, welches von einem stampfenden und energievollen Drumming abgerundet wird. „Souls of Eternal Damnation“ zeugt abermals von großem Talent und Spielfreude junger hunriger Bands aus deutschen Proberäumen und ist uneingeschränkt empfehlenswert!


Tracklist

1. Wound - Kingdom of Deceit

2. Obscure Infinity - Perdition Destiny


Bewertung

8 von 10 Punkten

 

Weitere Informationen

  • Band: Wound, Obscure Infinity
  • Album Titel: Souls of Eternal Damnation
  • Erscheinungsdatum: 09.09.2014
  • Fazit: Die Split macht Spaß, hat Dampf und bleibt vor allem im Gedächtnis. Sollten beide Bands mit ihren neuen Alben eine logische Fortsetzung der EP abliefern sind schon einmal zwei Highlights für 2015 gesichert.
Gelesen 2167 mal Letzte Änderung am Sonntag, 19 Oktober 2014 11:45