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Dienstag, 20 August 2013 23:19

Party.San Open Air 2013

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Der Festivalsommer auf Hochtouren und auch wir sind wieder mitten drin statt nur dabei. Das Party.San Open Air ruft ins beschauliche Schlotheim und natürlich folgen wir dem Schlachtgeheul und nehmen 3 Tage voller geballter Härte mit. Mit Bands wie Carpathian Forest, Primodial, Destruction, Hypocrisy und Venom sind die Aussichten mehr als zufrieden stellend!

Nach einer wirklich stressfreien Anreise am Mittwoch Abend und dem ersten kleinen Umtrunk gings am Donnerstag auch gleich mit hochwertiger Kost los. BOMBS OF HADES enterten die Bühne und hatten ein ausgewogenes Paket Death Metal am Start. Doch die Musik wirkt durch den leicht thrashigen oder gar Crust Punk Einschlag wesentlich agiler und keineswegs schwerfällig. Leider hat die Soundtechnik etwas mit den Windverhältnissen zu kämpfen und der musikalische Genuss wird schlicht verweht. Das kleine Problem zog sich auch weiterhin bei FARSOT fort. Die Thüringer hatten den Heimvorteil klar auf ihrer Seite und in den vorderen Reihen wurde ordentlich gebangt und Stimmung gemacht. Danach wurde erst mal eine runde das Gelände mit den zahlreichen ständen erkundschaftet, bevor die Franzosen von ALCEST aufspielten! Avantgarde Black Metal ist eigentlich nicht wirklich meine Welt und so tue ich mich doch recht schwer mit den Herren aus unserm Nachbarland. Aber nüchtern betrachtet sind ALCEST auf jeden Fall Eins, eine herausragend qualitativ hochwertige Band. Der Rest ist eben Geschmacksache und die Jungs fanden einigen Zuspruch.

      

DESTROYER 666 sind da schon eher meine Kragenweite! Blackened Thrash Metal in Perfektion, auch live echt eine Ohrenweide! In der Setlist der Jungs fand sich neben absoluten Hammersongs wie “I am the Wargod“, “Black City“ und “Satanic Speedmetal“ unter anderem auch das Slayer Cover “Black Magic“ wieder, dass als Tribut and den verstorbenen Jeff Hanneman zum besten gegeben wurde!

     

Mit der Dämmerung bricht dann Dunkelheit über das Party.San herein. CARPATHIAN FOREST stehen auf der Matte und reißen sofort das Publikum in ihren Bann. Mit Songs wie “Hymne til døden“, “Mask of the Slave“ und “Morbid Fascination of Death“ machen sie keine Gefangenen und verstehen es gekonnt sich in Szene zu setzen!

     

Zu guter letzt für mich als Abschluss gibt es noch ein Stück der Show von LEGION OF THE DAMNED, bevor auch ich mich dem gemütlichen Part des Abends widme. Zu den Jungs muss man eigentlich nicht viel sagen, sie spielen ja Live-Shows was das Zeug hält und ich glaube mittlerweile kann ich nicht mehr an 2 Händen abzählen wie oft ich bei einer ihrer Shows beigewohnt habe. Vor allem die Songs vom ersten Album der Band kann ich eigentlich immer hören.

   


Für mich startet der 2. Tag des Festivals mit SHINING, von deren Musik ich zugegebener Maßen ein großer Fan bin. Die Band zeigt sich auch Live in bester Manier… Lediglich die gekünstelten Showeinlagen von Niklas Kvarforth sind meiner Meinung nach echt überflüssig, aber wenn er das braucht solls halt eben so sein. Für mich persönlich ist sowieso Peter Huss, seinerseits Gitarrist der Band, der Kern von SHINING. Mit seinen viruosen Soloeinlagen und dem herausragenden Girarrenspiel an sich macht er für mich den Löwenanteil an der musikalischen Perfektion der Band aus.

 

PRIMODIAL sind die nächsten Kandidaten auf meiner Liste. Das letzte mal hab ich die Band auf dem Hole in the Sky Festival in Bergen gesehen und dort waren sie schlicht weg überragend! Und auch auf dem Party.San konnte die Band ein Mal mehr Punkte sammeln. Songs wie “No Grave deep enough“, “As Rome burns“ und “Empire Falls” setzten sie ein klares Zeichen! Leider kamen bei dem klasse Auftritt soundtechnisch die Gitarren nicht ganz auf ihre Kosten. Mit UNLEASHED kam dann wieder ein guter Bekannter in Sachen Live Auftritte. Gewohnt solide und stark zeigte sich die Schwedentod Institution. “Death Metal Victory“,“Hammer Battallion“ und “The Longships are coming“ waren einfach mal wieder Guilty Pleasure!

   

Da ist mir leider DYING FETUS direkt im Anschluss einfach zu fad. Der Death Metal der Amerikaner ist einfach mittlerweile zu stumpf für mich um mit den Bands hier mithalten zu können. Daher bleibt mir nur der gesicherte Rückzug auf den Campground.


Der 3. Tag hält auch noch Einiges parat. DEMONICAL überzeugten mit innovativem Deathmetal der alten Schule und waren ein guter Start in den Tag.

     

TSJUDER konnten ebenfalls überzeugen mit einer gewohnt starken Performance. “Mouth of Madness“ ist live einfach immer der Wahnsinn! Einzig die Tageszeit machte Einiges an Stimmung kaputt, sodass ich zum Schluss komme: Diese Band sollte wirklich nur Nachts spielen!

   

Danach bestaunte ich im Zelt den gut besuchten Gig von ERAZOR. Black Thrash in Reinkultur! Ein mächtiger Auftritt und hoffentlich auch ein Aushängeschild für die Band, dass es nächstes mal auch mit der großen Open Air Bühne klappt.

     

Und gleich hinterher noch eine deutsche Band aus selbigem Genre, nämlich Desaster. Die 25jährige Erfahrung der Kapelle spielt klar Vorteile aus und so ist auch dieser Auftritt ein wahrer Hochgenuss. Brachial wie eh und je und mit Killer Songs wie “In a Winterbattle“, “Devine Blasphemies“ und “The Devil’s Sword“ wie immer bestens bestückt. Auch DESASTER spielte “Black Magic“ als Tribut an den verstorbenen Jeff Hanneman. Es ist der Tag der deutschen Bands, denn als nächstes bewegt sich Schmier mit seinen Mannen von DESTRUCTION auf die Hauptbühne. Neben einigen neuen Songs der aktuellen Scheibe kommen auch alte Klassiker wie “Nailed to the Cross“, “Tormentor“ und “Bestial Invasion“ zum Einsatz!

 

CARCASS macht dann den Abend fast schon perfekt. Mir ist die Musik zeitweise fast etwas zu schwer und komplex um den Abend ausklingen zu lassen. Aber Songs wie “Symposium of Sickness“ und “Corporeal Jigsore Quandary” knacken dann auch meinen Nacken vollends durch. Fehlt nur noch die Kirsche auf dem Sahnehäubchen… Und die gibt’s Stilecht mit VENOM und einem Oldschool Set das sich gewaschen hat! “Black Metal“, “In League with Satan“, “Countess Bathory“, “Witching Hour“… Muss man dazu wirklich noch mehr Worte verlieren? Chronos ist zwar mittlerweile etwas in die Jahre gekommen, aber VENOM haben kein Stück ihres markanten Rumpelsounds und der Attitüde verloren, die die Band ausmacht. Zum Abschluss gibt’s dann noch “Pedal to the Metal“ und somit ein mehr als würdiges Ende des Party.San Open Airs 2013.

  

Die 3 Tage waren wirklich enorm stark. Interessante Menschen getroffen, überragende Live-Shows erlebt … Zufriedener und wohlwollender könnte ein Publikum wohl kaum nach Hause reisen. Auch im nächsten Jahr werden wir wieder für euch vor Ort sein, wenn in Schlotheim die Erde bebt und das Party.San seine Pforten öffnet!


Weitere Fotos Hier!

Weitere Informationen

  • Wann: 08.08.2013
  • Wo: Schlotheim
Gelesen 3393 mal Letzte Änderung am Mittwoch, 23 Juli 2014 15:34