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Samstag, 25 Februar 2012 14:30

Vardlokkur - Articulo Mortis

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Wieder mal steht Schwarzmetall auf dem Speiseplan. Vardlokkur lassen ihr nunmehr drittes Studioalbum mit dem Namen “Articulo Mortis“ auf die Welt los. Hinter der dänischen Truppe stecken natürlich keine Unbekannten Gesichter. Der Name Ynleborgaz dürfte vielen Szenevertrauten ein Begriff sein, denn der Ausnahmemusiker ist auch aus den Bands ANGANTYR und MAKE A CHANGE KILL YOURSELF bekannt.

Nun wollen wir mal hören, was uns Vardlokkur mit der neuen Scheibe so bieten können. “Abyss Incanation“ lautet der erste Titel und macht gleich klar, in welche Richtung dass es gehen soll. Rau, ungeschliffen aber doch brillant donnert der Song los. Black Metal der alten Schule der kaum Wünsche offen lässt. Gekonnte Riffpassagen zeigen auch klar die technische Begabung der Band auf. Das Gekeife von Frontmann Vrede, der neben dem Gesang auch Gitarrenparts übernimmt, kommt wirklich sehr eindrucksvoll rüber. Überhaupt das ganze Soundkonstrukt verliert trotz seinem klaren Oldschool Einfluss und der rauen Oberfläche keineswegs an Qualität.

Auch der Titeltrack “Articulo Mortis“ bestätigt diesen Eindruck nochmals und kann noch etwas an Geschwindigkeit zulegen. Gekonnte Tempowechsel sorgen hier auch für die nötige Abwechslung um nicht zu monoton zu werden. Der Gesangsstil variiert auch ein wenig innerhalb des Songs. So kommt man nahe an vergleichbare Vocalparts, wie sie zum Beispiel Shining öfter in ihren Songs verbaut.

Mit “Den indre Deamon“ nehmen die Dänen wieder etwas Tempo und gehen eher zu schleppenden Beats über. Doch auch hier variiert das Gesamtkonzept und wirkt dadurch sehr ausgewogen und kurzweilig. Immer wieder kommen auch melodische Riffparts zum Einsatz, die dem Titel auch einiges an Wieder erkennungswert verleihen.

Hellpath prügelt wieder den Staub aus den Boxen. Hier rasten Vardlokkur völlig aus und verfallen in anfangs in wilde Raserei. Aber auch hier ist Abwechslung geboten. Ein eher groovender Midpart gibt etwas Entspannung, bevor es wieder rasant zur Sache geht. Sehr ausgereift spiegelt sich das Gesamtkonzept wieder und man merkt deutlich, dass die Bandbesetzung einiges an Erfahrung mitbringt.

Und noch eine Schippe Kohlen ins wütende Feuer! “Den rustne Kloer“ entartet komplett und lässt nichts übrig außer Schutt und Asche. Ein wahres Gewitter wütet durch die Lautsprecher in den Gehörgang. Die Scheibe bietet wirklich Einiges, nur leider nicht die umfangreichste Spielzeit.

Denn mit “Temple af Knogler“ kommen wir schon zum letzen Song des Albums. Noch mal stellen Vardlokkur ihr ganzes können unter Beweis und brennen ein wahres Feuerwerk an schwarzmetallischem Hochgenuss ab. Wie gesagt, schade eigentlich dass da nicht mehr kommt.

 

Tracklist:

1. Abyss Incanation

2. Articulo Mortis

3. Den indre Deamon

4. Hellpath

5. Den rustne Kloer

6. Temple af Knogler


Bewertung:

Cover und Umfang (5,5/10):
- Absolut passendes Cover Artwork
- Mickrige Spielzeit von knapp 32Min. wird dem Niveau der Scheibe auf keinen Fall gerecht

Abwechslung (8,5/10):
- Herausragendes Blackmetalgewitter mit vielen Facetten
- Tempowechsel und melodische Riffpassagen bringen viel Abwechslung

Sound (8/10):
- Trotz Oldschool Faktor und rauen Klängen qualitativ hochwertig abgemischt

Gesamtpunktzahl:
7,5/10

Weitere Informationen

  • Band: Vardlokkur
  • Album Titel: Articulo Mortis
  • Erscheinungsdatum: 17.02.2012
Gelesen 2266 mal Letzte Änderung am Sonntag, 26 Februar 2012 01:46