Dienstag, 28 Januar 2014 19:23

RAGNAROCK CLUBSHOW – LAY DOWN ROTTEN + Accuser + Dimeless – Till-Dawn Veranstaltungszentrum Marburg (Hessen)

geschrieben von
Ragnarock Club-Show Ragnarock Club-Show Björn Drott & Dany Reinhardt

Härter, Lauter, Ragnarock-Clubshow! Der Abkömmling des Ragnarock-Open Air Festivals öffnete im Till-Dawn-Veranstaltungszentrum in Marburg (Hessen) am Freitag den 24.01.2014 seine Tore und blies an dem Abend jedem anwesenden Metalhead eine geballte Ladung Death und Thrash-Metal um die Ohren! Mit Lay Down Rotten als Headliner und Accuser + Dimeless als zerstörerischen Flankenschutz, wurde es ein brachialer Abend voller kreischender Gitarren, rollendem Bass und peitschenden Drums!

Wer auf Death-Metal und Thrash-Metal steht und am 24.01.2014 nicht im beschaulichen Marburg in Hessen war, um sich die Ragnarock-Clubshow im Till-Dawn-Veranstaltungszentrum anzusehen, hat definitiv was verpasst!

Für kaum zu schlagende 10€ bekam man einen brachialen Abend geboten, der die Nackenmuskulatur ordentlich beanspruchte und die langen Mähnen von ihren Haargummis befreite!

Die Headliner Lay Down Rotten präsentierten an diesem Abend auch gleich ihr neustes Death-Metal-Werk, dass sie auf den Namen „Deathspell Catharsis“ tauften (Review folgt demnächst natürlich hier bei uns!). Doch bevor der Rotten-Panzer über die Menge rollte, erfolgt vorher noch der Beschuss der beiden Support-Bands, die nicht weniger zerstörerisch auf die anwesenden, bang-bereiten Metaller wirkten.

Den Anfang bestritten die Gießener Groove-/Thrasher von Dimeless, die das noch etwas schüchtern wirkende Publikum, welches mit etwas Abstand zur Bühne verweilte schnell dazu bewegte, die Haare kreisen zu lassen und näher an die wummernden Boxen zu treten, welche das Spielfeld begrenzten. Die Räumlichkeit füllte sich sehr schnell mit neugierigen und schließlich mitfeierndem Volk, was der Atmosphäre sehr positiv zusprach.

 

Setlist Dimeless

 

  1. Uper Class

  2. Trade Rejection for Doubts

  3. White Lion

  4. Greedy Python

  5. Sticks and Sones

  6. Punk

  7. Dynamtie

  8. One Heart Two Faces

 

Die Theke, an der das durstige Gemüt des Metal-Liebenden mit kaltem Bier und sonstigen Getränken gestillt wurden konnte war nicht sehr weit vom Schauplatz entfernt und man war nicht gezwungen etwas von der Show zu verpassen. Die Nikotin-Süchtigen Schwermetaller marschierten in einen angrenzenden Raum, in dem sie mit recht angenehm zu hörender Dosenmusik aus gleichem Genre bedient wurde und man sich auf zahlreichen (natürlich schwarzen) Sofas und Hockern niederlassen konnte um die geschundenen Gliedmaßen zu schonen und sich für den nächsten Live-Angriff vorzubereiten.

Accuser aus Siegen betrat nach einer kurzen Umbaupause die Stage und schlugen mit ihrem harten Thrash-Metal den vor der Bühne wartenden Gästen die Gehörgange zu Brei. Weniger Gepose, kein Rumgehüpfe. Eine pure Wand aus schreienden Gitarrensaiten, rollendem Bass und wummernden Drums presste sich gegen das nun wild bangende Publikum. Kaum dachte man nach dem Ende eines stampfenden Songs, dass es nun etwas ruhiger zugehenden könnte, wurde man zurück in seine „Sicherheits-Position“ gepresst, stemmte die Hände auf die Schenkel und ließ die Nacken-Knorpel arbeiten, bis das Knacken lauter als die Drums wurden. Von Anfang bis Ende wurde der Eiserne Vorhang aus agressiven Thrash-Metal nicht fallen gelassen und schlussendlich mussten wohl einige Gäste aufpassen, dass sie das Gleichgewicht behielten, als Accuser die Bühne verließen und der unaufhörliche Druck von Vorne abrupt stoppte.

 

Setlist Accuser

 

  1. Rotting from within

  2. Repent

  3. Cannibal insanity

  4. Torn to pieces

  5. Who dominates who?

  6. Diabolic

  7. Beyond the blackness

  8. Symbol of hate

  9. Unite/Divide

 

Die folgende Umbaupause wurde von vielen Anwesenden benutzt um den Biervorrat aufzustocken und sich der Nikotin-Sucht herzugeben, indem man eine wahre Pilgerflut in den ebenfalls beschallten Raucherbereich folgte. Dort wurde ohne Unterbrechung weitergefeiert, bis die ersten Metalheads wieder Richtung Bühne bewegten, angelockt von den ersten Soundcheck-Tönen des nun folgenden Headliners, Lay Down Rotten.

Der kleine Merch-Stand, der praktischerweise direkt neben der Theke platziert war bot diverse T-Shirts und auch CD's der anwesenden Bands an, wo meine Wenigkeit natürlich nicht widerstehen konnte und sich mit neuen Hörstoff einzudecken.

Blaues, schummriges Licht, Nebelschwaden und ein langsam lauter werdendes Intro kündigten die nun folgende, dahinrollende Death-Metal-Welle an, deren Name Lay Down Rotten lautet. Das dezente und Neugierde Weckende Intro ließ die Masse langsam näher an die Bühne rücken, wie eine hungrige Meute Hyänen, die leichte Beute witterten.

BÄM!

Brachiale Growls, Double-Base, knarzender Bass und kreischende Gitarre warfen das Volk um ein paar Schritte zurück, um sofort Haare-wirbelnd den Gegenangriff zu starten und die Pommesgabel in die Höhe zu recken! Death-Metal at it's best! Mehr kann man zu diesem Auftritt wirklich nicht sagen! Die Boxen arbeiteten an ihrem Limit um an die gewaltige Kraft heranzukommen und das Publikum vereinte sich zu einer einzigen haarigen Wand aus bangenden Metallern, die ihren Headliner und sein neustes Presswerk feierten, dass sie mehr als würdig auf die Bühne preschten.

 

Setlist Lay Down Rotten:

  • Intro / Cassandras Haunting

  • Hours Of Infinity

  • Intro / Deathchain

  • Deathspell Catharsis

  • Intro / Hades Resurrected

  • The Fever

  • Within The Veil

  • Sound Of Breaking Bones

  • Intro / Schädelberg

  • Altering The Whore

 

Zugaben:

  • Intro / Pulling The Trigger

  • Beautiful Brutallity

  • Reconquering The Pit

 

 

Nach drei Zugaben war der ganze Zauber dann auch viel zu schnell wieder vorbei uns das durchaus zufriedene Volk verteilte sich.

Meiner Meinung nach ist hier ein aufgehender, gern gesehener Stern mit scharfen Kanten zu sehen, der sich gern öfter in Clubs wie das Till-Dawn-Veranstaltungszentrum bohren darf.


Weitere Informationen

  • Band(s): Lay Down Rotten, Accuser, Dimeless
  • Wann: 24.01.2014
  • Wo: Marburg (Hessen)
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Hansen

Wo ich bin ist da!