Dienstag, 10 Dezember 2013 03:01

Graveyard Ghoul - Tomb Of The Mouldered Corpses

geschrieben von
Artikel bewerten
(1 Stimme)
Tomb Of The Mouldered Corpses Tomb Of The Mouldered Corpses Graveyard Ghoul

Es rumpelt an allen Ecken und Kanten, es ist dreckig wie der Stuhlgang nach einem anständigen Besäufnis und es ist verdammt nochmal Oldschool Death-Metal! Mit ihrem Debüt Tomb Of The Mouldered Corpses haut das Trio aus dem heimischen Norden Graveyard Ghoul auf die Kacke, dass es spritzt!

 Man nehme ein paar alte Death-Scheiben, würze sie mit einer Prise Possessed und wüfelt ein paar faulende Klumpen Fleisch hinein. Dann zerhackt man alles mit einer großen, schartigen Authopsy-Axt und fertig ist das Gemetzel: Graveyard Ghoul! Mit ihrem ersten Presswerk, welches natürlich nicht mit Weihwasser, sondern mit ranzigem Blut auf den Namen Tomb Of The Mouldered Corpses getauft wurde. Das Dreigespann aus Norddeutschland, bestehend aus Tyrantor ( dreckige Drums ), Disgracer ( am räudigen Saitenreißer & Vocals ) und Tombcrusher ( Bass-Zerfledderer ) steht auf verranzten, stinkenden Oldschool Death-Metal und das Beweisen sie auf ihrer Platte, die in erster Auflage als Kassette erschienen ist ( Hell Yeah! ) ohne Kompromisse!


Voices from Beyond: Den ersten Titel, der sich als Intro entpuppt sollte man wörtlich nehmen. Man fühlt sich in eine dunkle 80ger-Jahre-Horrorfilm-Atmosphäre versetzt, was meiner Meinung nach sehr gut auf das Kommende vorbereitet. Leise Stimmen im Hintergrund, schaurige, undefinierbare Hintergrundgeräusche und ein zum Schluss des Intros auftauchendes, tiefes Gekrächze. Mit Poetry of Death bekommt man dann die volle Death-Metal Breitseite ab und die Vocals im Einklang mit dem stimmigen Gerumpel lassen daran keinerlei Zweifel!


Tomb of the Mouldered Corpses ballert einen sofort zurück in die Sitzposition (zuviel Bier gesoffen? Pinkelpause? Is nich! Läuse und Filz aus den Haaren schütteln bis sich der Nacken bemerkbar macht! ) Sehr überrascht hat mich übrigens das in diesem Song hervorgehobene Bass-Spiel, sehr schön! Keine Zeit für Entspannung, denn mit Savage Note of Desease geht es weiter, wo die Vocals einem überdeutlich zeigen, dass man alles mit einer ordentlichen Ladung Inbrunst aus sich herauskotzen kann, ohne das Bröckchen mitkommen. Tut der Nacken schon weh? Scheiß drauf! Die Wirbel, die noch nicht unweigerlich zerstört wurden, verwandeln sich mit dem knackigen, 1-Minütigen Brecher Splattered Body zu Staub!


Absolute Dead, Rotten Death und Violent Beast zeigen sich von ihrer besten Death-Metal Manier und zeigen auch den bekannteren Death-Größen wer hier der verrotende, stinkende, maden-verfressene Leichnam ist. Gewummer, Gerumpel und Zerstampfe bis die Boxen zerspringen! Black Lagoon, der vorletzte Song des Albums legt wieder etwas an Tempo zu und zerstört, was noch nicht zerstört wurde. Gitarre, Bass und Schlagzeug vereinen sich zu einem vernichtenden 20-Tonnen Panzer, der über alles hinwegrollt was sich ihm in den Weg stellt und nichts als Tod und Verwesung hinterlässt. Fast als würden die Jungs einem auf den erhitzten Kopf, die zerzausten Haare und die zerstörten Wirbel vom Headbangen, einen Eimer stinkender Gedärme über den Kopf schütten wirkt das letzte Stück Walking Dead. Es scheint fast den Anschein zu haben, als wäre der Vocalist heiser (da kein Gesang) und die Kraft aus den Sticks-schwingenden und Saiten-reißenden Händen entschwunden. Ziemlich ausgeblutet kommt das letzte Stück daher und dämpft meine bisherigen Hochtöne doch ein wenig. Egal.. ich fang wieder vom ersten Song an!


Besetzung:

Tyrantor (Drums)

Disgracer (Gitarre & Vocals)

Tombcrusher (Bass)


 

Trackliste:

 1. Voices From Beyond

 2. Poetry Of Death

 3. Tomb Of The Mouldered Corpses

 4. Savage Note Of Disease

 5. Splattered Body

 6. Absolute Dead

 7. Rotten Death

 8. Violent Beast

 9. Black Lagoon

 10. Walking Dead


Bewertung:

9/10

 

Weitere Informationen

  • Band: Graveyard Ghoul
  • Album Titel: Tomb Of The Mouldered Corpses
  • Erscheinungsdatum: 2013
  • Fazit: Eine meiner Meinung nach sehr gelungene Oldschool-Death-Scheibe mit rotzigen Vocals und Geballer an allen Ecken und Kanten. Geeignet für gemütliche Autofahrten mit der Familie zum Friedhof, dem Zerlegen der mit viel Liebe eingerichteten Wohnung eurer Ex oder einfach nur um anständigen Death zu genießen, wie er noch in den guten alten Zeiten klang!
Gelesen 1757 mal Letzte Änderung am Dienstag, 10 Dezember 2013 08:21