Sonntag, 08 Dezember 2013 23:36

Stormlord - Hesperia

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Hesperia Hesperia Stormlord

Mit über 20 Jahren Erfahrung, vier Alben und jede Menge Liveauftritten haben sich STORMLORD an Italiens Spitze in Sachen Extreme Metal festgesetzt. Gemischt wird das Extreme mit einer großzügigen Brise "Epic". Alarmstufe Rot also in Sachen übervolles Album, zu viel auf einmal. Und tatsächlich bewegen sich Stormlord häufig auf einem schmalen Grad, hauen am Ende aber doch ein geiles Ding raus.

Das Sixtett aus Rom ist sicherlich dem ein oder anderen ein Begriff, wurden sie doch bereits 1991 gegründet und sind doch schon ein Weilchen im Geschäft.
Ganz unter ihrem Motto "Extreme Epic Metal" machen sie von Anfang an keine Gefangenen und hauen ordentlich drauf, wobei sie quasi in jedem Song mit der Schwierigkeit konfrontiert werden, einen Spagat zwischen Extreme, Härte und Keyboard- und Synthesizer-Epic zu machen und das Ganze dabei nicht überladen wirken zu lassen.

"Hesperia" nennt sich das Album und bezieht sich somit auf Italien. Denn Hesperia heißt "Western land", also westliches Land und wird häufig als Bezeichnung Italiens verwendet. Die Songnamen sind zwar alle auf Englisch, die Lyrics wechseln sich aber mit englisch und italienisch ab und erzählen von den epischen Dichtungen des Römers Vergil.

Doch nun zum Essentiellen, der Musik. Das Album haut von Beginn an rein und hört damit auch nicht mehr auf. Für den symphonischen Bereich des Metals eine extreme Härte, geile Riffs, hohes Screaming und tiefes Growling - beides übrigens sher solide ausgeführt -, dazu noch der Synthesizer, der sich glücklicherweise nicht aufdrängt und im Hintergrund bleibt, gleichzeitig aber seine Aufgabe erfüllt.
Schnell ziehen die acht Songs an einem vorbei und reißt einen dabei mit. Einerseits weiß die extreme Härte zu gefallen, andererseits wird eine gewisse Emotionalität, an manchen Stellen dank der Hintergrund-"Epicness" (ich weiß, scheiß Wort), herausgekitzelt.
Musikalisch bietet das Album kaum Schwachstellen, die sechs Männer machen ihre Sache wirklich super. Jedoch überbieten sie sich auch nicht in Sachen Komplexität, ein wirklicher Ausbruch, eine wirkliche Überraschung fehlt leider, wodurch es dem Album leider nicht gelingt, in der Oberklasse mithalten. Es kratzt lediglich an der Tür dazu.

Trotzdem lässt sich „Hesperia“ nur jedem Liebhaber von guter Metal-Musik empfehlen, zumindest reinhören kann nur Freude machen. Zwar bewegen sie sich nicht in Härtegraden von Death Metal, im Bereich des Symphonischen gehören sie jedoch zweifellos zum harten Kern – wortwörtlich. Dabei ist der symphonische Teil zwar immer im Hintergrund, - quasi als Grundbaustein-  was mir wiederum gut gefällt. Ein mehr als ordentliches Album, was die Italiener hier abliefern, dem jedoch bei mehrmaligem Hören die Puste auszugehen droht.

Tracklist:

01..Aeneas
02. Motherland
03. Bearer Of Fate
04. Hesperia
05. Onward To Roma
06. Sic Volvere Parcas
07. My Lost Empire
08. Those Upon The Pyre


Bewertung:

7/10 Punkten

Weitere Informationen

  • Band: Stormlord
  • Album Titel: Hesperia
  • Erscheinungsdatum: 23.09.2013
  • Fazit: Es gelingt dem Album leider nicht gelingt, in der Oberklasse mithalten. Es kratzt lediglich an der Tür dazu. Trotzdem lässt sich „Hesperia“ nur jedem Liebhaber von guter Metal-Musik empfehlen, zumindest reinhören kann nur Freude machen.
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My Lost Empire (Lyric Video) Stormlord