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Samstag, 26 Oktober 2013 13:16

Running Wild VS Blazon Stone

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Running Wild / Blazon Stone Running Wild / Blazon Stone Running Wild / Blazon Stone

Heute treten im Review die Schweden Blazon Stone gegen die Hamburger Heavy Metal Legende Running Wild an. Gegenüber stehen sich die Alben „Resillient“ und „Return to Port Royal“.

Running Wild - Resilient

Zu einer der heute umstrittensten Heavy Metal Bands aus den frühen 80ern zählt dieser Tage (mal wieder) Running Wild. Oder besser gesagt Rolf „Rock ’n’ Rolf“ Kasparek und die Running Wild Alben der Neuzeit. Nach dem 2012 Output „Shadowmaker“ welches mit einem zu krassen Mix aus Glam/Metal und Hard Rock die meisten Fans enttäuschte, kommt jetzt der Versuch sich mit Altfans wieder gut zustellen.

„Resilient“ (deutsch: unverwüstlich) heißt das gute Stück, und auch wenn das Cover das hässliche Shadowmaker locker übertrifft, so hat man das Gefühl, dass hier nicht viel Kohle investiert worden ist um es cover technisch älteren Alben gleichzutun. Doch was hat die Musik auf „Resillient“ zu bieten? Eigentlich sind hier alle Running Wild Trademarks zu genüge vertreten. Songs wie der Opener „Soldiers of Fortune“ das Alte Zeiten Rip off „Adventure Highway“ das großartige „The Drift“ sowie „Crystal Gold“ und „Bloody Island“ sind allesamt Running Wild würdige Nummern, die durchaus ihre Berechtigung haben, allerdings hat man es irgendwie alles schon mal gehört.

Während Gitarrenarbeit und Gesang überzeugen wirkt das Schlagzeug dumpf und uninspiriert (Drumcomputer wird häufig unterstellt). Auch wenn mir Running Wild Alben immer großen Spaß bereiten muss man auch als Fan einsehen das irgendwie langsam die Luft raus ist. Viele Songs wirken uninspiriert und sind eher Füllmaterial. Grundsätzlich sei aber gesagt, dass „Resillient“ kein schlechtes Album ist und das der Shitstorm in der Fachpresse übertrieben ist. Lasst doch den armen Mann in Ruhe. Running Wild spielt Running Wild, auch 2013. Man bekommt was man kauft. Gut aufgewärmt mit wenigen Highlights und viel altbekannten.


Tracklist:

01. Soldiers Of Fortune
02. Resilient
03. Adventure Highway
04. The Drift
05. Desert Rose
06. Fireheart
07. Run Riot
08. Down To The Wire
09. Crystal Gold
10. Bloody Island


Bewertung:

6 von 10 Punkten

VS

 

Blazon Stone - Return to Port Royal

„Old Farts Stuck in the 80s and proud of it“ ist das Motto des eher unbekannten Stormspell Records Label. Dieses Label brachte im August 2013 das Album „Return to Port Royal“ der Band Blazon Stone heraus. Running Wild Fans erkennen am Bandnamen und Albumtitel, ja sogar am Cover Artwork, dass es sich um eine Hommage an Running Wild handeln muss. Gesagt gekauft! Doch was machen die Schweden von Blazon Stone auf ihrem „Return to Port Royal“ anders oder besser als Rock ’n’ Rolf mit Resillient? Antwort: Alles. Was grundsätzlich auffällt ist das alles sehr alt und sehr schnell klingt. Dabei aber immer noch frischer als die Hamburger Kollegen. Wie Running Wild in alten Zeiten.

Nach einem grandiosen Intro folgt mit dem Titeltrack „Return to Port Royal“ auch gleich das was man am neuem Running Wild Album vermisst. Schnelle piratige Melodien. Sinnlose übertriebene Chöre, schnelle Soli und das Feeling was man bei Running Wild so sehr vermisst (geht zumindest mir so). Auch wenn gesanglich noch Luft nach oben ist, so sind die Songs allesamt schneller teutonischer Heavy Metal erster Güte. Zu empfehlen ist eigentlich absolut jeder Song. Besonders „High Treason“ „Blackbeard“ und das fast 9 Minütige „The Tale of Vasa“ haben es mir angetan.


Tracklist:

1. Intro
2. Return To Port Royal
3. Stand Your Line
4. Amistad Rebellion
5. High Treason
6. Curse Of The Ghost Ship
7. Blackbeard
8. Wind In The Sails
9. The Tale Of Vasa


Bewertung:

9 von 10 Punkten

Weitere Informationen

  • Band: Running Wild / Blazon Stone
  • Album Titel: Resilient / Return to Port Royal
  • Erscheinungsdatum: 04.10.2013/24.08.2013
  • Fazit: Also Rock ’n’ Rolf, Resillient ist ganz nett und hat seine Momente, aber schau mal zu den Kollegen nach Schweden rüber. Die machen mit „Return to Port Royal“ alles richtig und liefern das nach, was Running Wild heutzutage vermissen lassen. Wer piratenaffinen Oldschool Heavy Metal mag wird mit Blazon Stone voll bedient.
Gelesen 5063 mal Letzte Änderung am Samstag, 26 Oktober 2013 13:43