Sonntag, 21 Juli 2013 22:53

Fir Bolg - Towards Ancestral Lands

geschrieben von Ghostwriter
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Towards Ancestral Lands Towards Ancestral Lands Fir Bolg

Wer so viel Ahnung von irischer Mythologie hat wie ich, wird mit Partholon, Milesier und Cessair kaum etwas anfangen. Fir Bolg oder Erainn (Iren) sind laut dem „Lebor Gabala Erainn“ (Buch der Landnamen Irlands) eine Gruppe von Einwanderen bzw. Eroberen der Insel Irland.

 

Dieser schamlose Diebstahl von Wikipedia lässt mich noch vor dem Hören des Albums „Towards Ancestral Lands“ besagter Band Fir Bolg schon Pagan, Folk oder ein Folkblackpagan Album erwarten. Und ich sollte nicht enttäuscht werden. Was Dagoth (Gitarre, Gesang, Bass und da mit Abbadon (Drums) geschaffen hat lässt sich am besten wie oben beschreiben. Harter Sound, mit dunkeldüsterem Geschrammel, nachdenklichen Passagen, harten Growls und treibenden Drums ummantelt und mit keltischem Brauchtum geräuchert.


Ich will jetzt auch nicht mit Stereotypen um mich schmeissen, aber die ganze Ausrichtung ist nicht unbedigt typisch für einen Franzosen (die sich im besten Fall nur einfach weigern Englisch zu sprechen oder überhaupt nichtfranzösisches zu respektieren). Umso erfrischender ist es, dass Dagoth diese Thematik aufgreift und konsequent umsetzt. Dabei hört man nebenbei definitiv den Patenonkel (Immortal) und die Patentaake heraus, die für dieses Album wohl Profil gestanden haben. Auch z.B. Track Nr. 4 „King of Wallachia“ erinnert mich aus irgendeinem Grund an ein schnelleres K.I.N.G von Satyricon und die Kenner von beiden Songs werden mir wohl recht geben dass hier allgemein einiges an Inspiration von bekannteren Künstlern gekommen ist.

 

Dennoch schafft es Fir Bolg durchaus einen eigenständigen Ansatz zu finden und trotz überschaubaren 9 Tracks doch ein sehr ordentliches Debüt auf den Markt zu werfen. Besonders angetan hat es mir noch Track 2, Behind The Great Oppidum, der alles hat was ich mir von so einer Platte wünsche. Maschinengewehrschnelles Gitarrenspiel, Artillerieunterstützung von den Drums und der Kampflärm von Dagoths Stimme. Track 4 „Banshees“ zeigt dann nochmal warum wir hier von „celtic“ bzw. pagan sprechen. „Final Battle On The Frozen Lake“ ist dann allerdings mein persönlicher Abtörner auf dem Album, der mit seinen dissonanten Gitarrenspiel mein Ohr beleidigt und bis zum Schluss ordentlich nervt.

 

Von dem meiner Meinung nach doch ziemlich infantil wirkenden Albumcover solltet ihr euch auf jeden Fall nicht abschrecken lassen - Ich persönlich kann allen Immortal, Taake und Satyricon Fans bedenkenloses Zugreifen empfehlen, allen anderen sowieso!

 

Tracklist:

  1. Behind The Great Oppidum

  2. Blood Heritage

  3. Banshees

  4. King Of Wallachia

  5. Strong Old Megaliths

  6. Final Battle On The Frozen Lake

  7. Mag Turied

  8. Dun Aengus

 

Bewertung:

8 von 10 Punkten

Weitere Informationen

  • Band: Fir Bolg
  • Album Titel: Towards Ancestral Lands
  • Erscheinungsdatum: 21.06.2013
  • Fazit: Von dem doch ziemlich dilettantischen hingeschmonzten Albumcover solltet ihr euch auf jeden Fall nicht abschrecken lassen - Ich persönlich kann allen Immortal, Taake und Satyricon Fans bedenkenloses Zugreifen empfehlen, allen anderen sowieso!
Gelesen 1140 mal Letzte Änderung am Montag, 22 Juli 2013 10:07

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"Dun Aengus" Fir Bolg