Wer in den letzten Jahren die Berichterstattung um die US-amerikanische Black Metal-Band Nachtmystium und insbesondere Sänger und Gitarrist Blake Judd verfolgt hat, wird mitbekommen haben, dass dieser sich nicht gerade mit Ruhm bekleckert hat, was den Umgang mit Fans und Käufern seiner Platten und denen seines Labels anbetrifft. Judd, aka Azentrius, war bereits seit den frühen 2000ern in der Anfangszeit von Nachtmystium immer wieder negativ aufgefallen, da Bestellungen, für die abkassiert worden ist, niemals bei Fans ankamen oder erst gar nicht an diese verschickt wurden. Die Band schien um 2013/2014 sogar kurz vor dem Ende zu stehen, als Judd zunächst in einer Pressekonferenz Fehler einräumte, die er aber gut machen wollte, mit dem Release vom 2014er Album „The World We Left Behind“ , welches sogar beim Major Label Century Media Records erschien, sich aber keine Besserung abzeichnete, da Judd vielen CD- und Vinyl-Bestellungen nicht nachkam. In einem kurzen Statement (=> hier nachzulesen) beendete Century Media auch kurz darauf die Zusammenarbeit, danach wurde es zunächst stiller um Nachtmystium.

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Freitag, 27 Juli 2018 22:07

Prophecy erweitert das Repertoire

Der Juli scheint ein starker Monat für das Label Prophecy Productions zu sein. Gleich sechs Bands wurden von Prophecy unter Vertrag genommen und erweitern so den starken Roster um weitere experimentelle Töne.

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Mit Of The Wand & The Moon und The Dark Red Seed waren am Freitag zwei ganz besondere Künstlergruppen im Oberhausener Helvete geladen, die sich düsterem Neofolk und spiritueller Einkehr verschrieben haben. Dabei bildete der Ruhrgebiets-Termin einen von nur zwei Terminen der gesamten Europa-Tournee beider Bands. Dass Erstere als kultiger Geheimtipp und bereits seit fast zwei Jahrzehnten ihre eingeschworene Fanbase hat, kommt dabei nicht von Ungefähr, auch wenn Of The Wand & The Moon um Kim Larsen seit ein paar Jahren auf neues Material warten lässt.

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Sonntag, 25 März 2018 22:15

Interview mit Eïs

Das Konzertwochenende "One Night In Hell" im Oberhausener Helvete und dem Hamburger Indra Club liegt jetzt einige Wochen zurück. Organisiert von Convictive luden die NRWler auch diesmal eine erlesene Gästeriege ein (hier geht es zum Bericht). Im Rahmen der achten Ausgabe der Konzertreihe haben wir uns zum Release ihrer neuen EP am 24. Februar mit Alboin, Abarus und Dante von Eïs zusammengesetzt und über die Entstehung der neuen Songs und zukünftige Pläne unterhalten. 

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Das Setting: die 1890er. Verregnetes England. Black Metal würde man sicherlich nicht in diese Zeit verfrachten, wenn man an das ideale Setting der extremen Musiksparte denkt – anders bei A Forest Of Stars, diesem berüchtigten Konglomerat exzentrischer und ambitionierter Musiker, die sich als Vertreter einer prunkvollen, aber auch von Gegensätzen durchfressenen Epoche in der Vergangenheit Englands präsentieren. Ihre lyrischen Exzesse zelebrieren sie zwischen Opium- und Absinth-Konsum, satanischen Riten, Séancen und okkult-finsterer Stimmung. All das, wie bei einem Bastard der literarischen Werke Edgar Allan Poes und Oscar Wildes, nur eben mit erfrischenden Legierungen aus harten Instrumentenwänden, ungestümem Temporeichtum und traditionell gehaltvollem Folk-Glanz unterlegt. Dass die Dame und die Herren gerade weg gesprochen nicht mehr alle Tassen im Schrank haben, machen ja schon alleine die Beinamen der Einzelnen im Mitgliederindex „Katheryne, Queen of the Ghosts“ oder „The Resurrectionist deutlich. Die Avantgarde-Favoriten und verschrobenen Ladies & Gentlemen vom gediegenen und dekadenten Sternenwald-Club rafften sich dieser Tage ein weiteres Mal zusammen, ihre verschrobenen Köpfe ineinander zu stecken und ein neues Tonwerk zu schmieden, das ihren einzigartigen Sound auf ein neues Level treibt. Was soll man sagen zum Stil der merkwürdigen Briten-Bruderschaft aus dem viktorianischen Zeitalter? Werfen wir zunächst mal einen näheren Blick auf die neue Platte der kauzigen Wunderkinder, die mit ihrem so unvergleichlichen „puzzling“-Sound in der Szene ohnegleichen sind.

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