Freitag, 13 Dezember 2013 11:05

12.12.2013 Satyricon - LKA Stuttgart, + Chtonic

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12.12.2013 Satyricon - LKA Stuttgart, + Chtonic Raiding Europe Tour

Nach ausverkauftem Gig im Club Zentral und kurzfristigem Umzug ins LKA sollte Satyricon nach gefühlten 100 Jahren wieder in Stuttgarts Vorzeige Location spielen. Durch halbwegs glückliche Fügung wurden uns, nachdem wir uns selbstverständlich keine Karten gesichert hatten, die seltene Ehre zuteil, noch welche von Juli (Ex Bassistin Debauchery) ergattern zu können.

 

Vor dem Konzert stand allerdings noch die Fahrt vom HQ ins LKA an, die aufgrund der @!$%&§ Verkehrssituation nicht weniger als eine Stunde dauern sollte. Genervt über dumme Arschlöcher die auf gerader Strecke anderen hinten reinbummsen müssen (hihi), kamen wir dann im LKA an nur um die Hälfte der taiwanesischen Vorband Chtonic (nicht verschweppest mit Ginger Ale) zu verpassen. Extreme Metal stand auf dem Programm, extreme Metal wurde geliefert. Während man den Keyboarder offenbar aus dem Slipknot Ausverkauf erworben hatte, war die Bassistin optisch eine Abwechslung und nett anzuschauen. Insgesamt sehr modern angehaucht und nicht ganz unser Fall, wurde die Stimmung trotzdem schon ordentlich angeheizt und das Publikum rockte angemessen mit. Leider kamen die Einlagen des traditionell-taiwanesischen Erhu (Streichinstrument irgendwo zwischen Geige und Besenstil), das von Sänger Freddy angespielt wurde, aufgrund des schlechten Sounds vollkommen unter. Nach kurzen 30-40 Minuten war der Einsatz auch schon vorbei und die Stage wurde ausgiebigst für Satyricon vorbereitet.

 

Zeit genug um die Bar zu frequentieren und über die Bands fachzusimpeln. Gegen 2130 war es dann soweit und die Norweger betraten nach einem kurzen Intro die Bühne. Obwohl Promo für das neue Album „Satyricon“ angesagt war, überraschten die Jungs erstmal mit Hvite Krists dod, einem der ältesten Stücke von „The Shadowthrone“ von 1994 und danach mit „Now Diabolical“ von gleichnamigen Album, bevor mit „Black Crow On A Tombstone immer mehr in Richtung Moderne gezockt wurde. Bis hierhin wurden auch immer wieder Sprechchöre laut und das ansonsten eher müde Stuttarter Partyvolk drehte richtig auf. Hier wurde auch die richtige Entscheidung belohnt, den Gig gleich ins LKA zu verlegen – Trotz gut gefüllten Rängen kam es zu keinem Gerangel vor der Bühne auch wenn ohne Pause gebangt und gemosht wurde – Kaum auszudenken wie das im Club Zentral ausgesehen hätte. Ab diesem Zeitpunkt war das Zeichen auch klar auf „Satyricon“, das nunmehr 9. Album eingestellt.

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Mit „Our World rumbles tonight“, Nekrohaven, Tro og kraft (nur unterbrochen durch Possessed), wurden gleich drei Songs der neuen Scheibe präsentiert. Auch wenn wir im Vorfeld vermehrt Kritik am neuen Album aus dem UG-Umfeld hören durften, waren die neuen Tracks durch die Bank weg angenehm anzuhören und wurden von der Menge auch frenetisch gefeiert. Dazu ist zu sagen, dass es wohl kaum eine andere Band so gut versteht sich selbst zu inszenieren. Ab dem zweiten Drittel der Show wurde immer wieder innegehalten um sich in einer 6er Kette vor das Publikum zu stellen und sich im Applaus zu baden. Was ich bisher auch selten erlebt habe ist die Freiheit sich die Zugaben zu „wünschen“. So wurde die Masse mit einem „and now?“ dazu aufgefordert die Songwünsche zu gröhlen. Praktisch selbsterklärend wurde von den alten Recken „Mother North“ und von der jüngeren Riege „K.I.N.G“ gewünscht und zum Abschluss Fuel of Hatred präsentiert, bevor es zum letzten Applaus des Abends ging.


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Alles in allem sind 30 Euro aus meiner Sicht für etwas über zwei Stunden Musik sehr knackig, aber haben sich dennoch gelohnt und die Jungs haben es auch nicht verlernt die Massen aus Oldschool- und Jungfans für sich zu begeistern – Kritik am neuen Album hin oder her.

Weitere Informationen

  • Band(s): Satyricon + Chtonic
  • Wann: 12.12.2013
  • Wo: LKA Stuttgart
Gelesen 2006 mal Letzte Änderung am Freitag, 13 Dezember 2013 11:18
Grave

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