Aphonic Threnody? Nie gehört. Die international bunt zusammengemischte, schwermütige Doom-Kombo wartete 2014 erst mit ihrem ersten Longplayer auf, nach einzelnen Splits und EPs. Wie die Mitglieder aus Großbritannien, Italien, und Chile, zeitweise sogar aus Belgien und Ungarn, überhaupt über lange Strecken ohne Komplikationen zusammenarbeiten können, sei zunächst einmal dahingestellt – jedoch ist "When Death Comes" ein monumentales Zeugnis dafür, dass ihr Co-Working nicht bloß funktioniert, sondern einen wahren Über-Kataklysmus produziert hat. Klar, dass wir der Anhängerschaft des Doom Metals gerne diese herausragende Band in unserer Rubrik "Unter dem Radar" vorstellen wollen.

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Auch der zweite Tag des diesjährigen Prophecy Fests wartete mit starken Line-Up auf. Waren zur ersten Band noch viele Festivalbesucher auf dem kleinen, aber feinen Campground verblieben, frühstückten beim bereitgestellten, kostengünstigen Buffet oder tranken noch gediegen einen Wein auf dem Vorplatz der Höhle, ging es im Inneren der Balve Cave mit den Holländern von Laster los. Die dreiköpfige Post Black Metal-Combo aus Utrecht überzeugte mit ihrem avantgardistischen Auftritt und mal harschen, mal progressiven Sound. Stücke von ihrem aktuellen Album „Het wassen oog“ wie „Vacüum != Behoud“ oder „Schone schijn“ stellten dabei unter Beweis, was viele an der Band so fasziniert: Laster spielen Black Metal, ohne wirklich die klassischen Brandzeichen des Black Metal zu tragen. Auf der Bühne tragen die Herren dabei stets anonymisierende, weiße Schädelmasken, die auch auf Promo-Bildern der Band zum Wiedererkennungswert beitragen, die Vocals stammen dabei von allen dreien aus dem Ensemble und erinnern noch am ehesten ans Genre Black Metal – letztendlich ist die Musik aber häufig eher rockig, nur um dann wieder in chaotischen Kaskaden auszubrechen. Schade, dass Laster so früh auf der Bühne standen, entwickelten sie sich doch zu einem der interessantesten Acts des gesamten Festivals!

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Als Prophecy Productions Anno 2015 ankündigte, dass es zu Ehren des 20-jährigen Bestehens ein Jubiläumsfestival mit speziellen Bands aus eigenem Kader veranstalten würde, löste man eine Welle der Begeisterung aus. Fand das Event in der Erstauflage noch als Ein-Tages-Fest statt, wuchs man 2016 bereits zu einem Zwei-Tages-Spektakel heran und holte auch Label-übergreifend besondere Bands ins Line-Up. Nach den überaus beliebten ersten drei Ausgaben des Label-eigenen Prophecy Fests in den Jahren bis 2017 gaben die Veranstalter früh bekannt, dass man 2018 mit einem Event in der wunderschönen Balver Höhle im Karstgebiet zwischen Westfalen und Sauerland aussetzen, dafür aber 2019 in die Eventstätte zurückkehren werde – gesagt, getan: Das Special Interest-Label lud mit besonderem Programm am Wochenende des 13.-14. September zur nunmehr 4. Ausgabe ihres auserlesenen Events und damit zu einer Musikveranstaltung der Extraklasse.

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Mitte Dezember findet im Großraum Berlin zum fünften Mal die bei jeder bisherigen Ausgabe mit außerordentlichem, erlesenem Programm aufwartende Eventreihe De Mortem Et Diabolum statt. Bisher war das Berliner Columbia Theater Ort der Veranstaltung - wie kürzlich bekanntgegeben wurde, ist mit dem Jugendhaus in Paulinenaue eine neue Location gefunden worden, nachdem die Veranstalter via Social Media hatten verlautbaren lassen, dass man zu diesem Schritt gezwungen wurde. Als Begründung wurde angegeben, dass die Geschäftsführung der früheren Konzertstätte Auflagen aussprach, die nicht zu erfüllen waren, und sich die Verantwortlichen mit Vorwürfen wegen mancher geladener Acts konfrontiert sahen. 

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Montag, 23 September 2019 12:46

R. I .P. Licrest - Projekt wird aufgelöst!

Nach Ankündigung vor einigen Wochen verabschiedet sich nun das Projekt Licrest des seit 2013 aktiven US-Multi-Instrumentalisten Armon Nicholson mit einem letzten Release. Licrest wurde als Ein-Mann-Band konzipiert. Nicholson verarbeitete auf diese Art und Weise mit seinem Death/Doom Metal-Sound diverse einschneidende, schreckliche Phasen seines Lebens (z.B. Scheidung, Tod der Großmutter). Nun also der letzte Teil: Die EP "Farewell". Wie der geneigte Hörer feststellen wird, ist es nicht gerade das stärkste Release von ihm und Licrest. Altbekannte musikalische Muster werden nochmals neu gemischt und aufgekocht. Die doom-lastigen Trademark-Sounds und typisch rauen, teilweise gesprochenen Vocals verleihen aber auch dieser Veröffentlichung die entsprechende Stärke.

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Freitag, 06 September 2019 11:14

Estoner - Tahm

Sie sind wieder da! Nach drei Jahren kehrt die estnische Sludge-Dampfwalze Estoner mit einem neuen Album zurück. Dieses hört auf den Namen "Tahm" und führt die 2016 eingeschlagene, düstere musikalische Auslegung der Esten weiter. Ob das neue Material auch genau so schwerfällig und massiv wie sein Vorgänger "Lennud saatana dimensioonis (LSD)" ist, möchten wir hier beleuchten.

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"Ist das PartySan noch Underground? Wie könnt ihr das supporten?" Mit diesen Kommentaren durften wir uns ab dem Moment auseinandersetzen, als wir die ersten Party.San-Posts über FB geteilt hatten. Nun, was soll man sagen? Das Party.San ist natürlich eines der größeren deutschen Metal-Festivals und auch die fettgedruckten Namen auf dem Billing haben selbstverständlich einigen Impakt. Trotzdem hat sich das Event über die Jahre, ähnlich wie viele kleinere Festivals nicht verkauft oder (trotz Potential des Geländes) auf Hauen und Stechen vergrößert. Wer das Kleingedruckte liest findet jedes Jahr auch Bandnamen, die man selten oder gar nicht gelesen hat und das machte es für Undergrounded interessant, einen genaueren Blick zu werfen.

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Freitag, 16 August 2019 20:44

Hexenbrett - Erste Beschwörung

Mit Hexenbrett schickt sich eine komplett anonym agierende Band an trashige Horrorfilm-Atmosphäre mit schmissigem, interessantem Black-Metal auf originelle Art zu verbinden. Lohnt sich der Zugriff beim derzeit so gerade noch erhältlichen Tape? Wie schon ein weiser, alter Mann aus dem Norden als Catchphrase etabliert hat: Let's find out!

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Samstag, 03 August 2019 12:31

Totengott - The Abyss

Die spanische Band Totengott liefert mit "The Abyss" ein Album, das uns wünschen lässt, man wäre früher auf die Gruppe aufmerksam geworden. Das mit nur 4 Tracks ordentliche 47 Minuten füllende Monstrum mischt frühe Celtic Frost-Sounds mit einem "angesludgeten" Dampfwalzen-Doom der absoluten Höchstklasse. Wenn man normalerweise kein großer Fan von Doom Metal ist, dürfte einen die Platte trotzdem ziemlich erdrücken. Die Celtic Frost-Assoziation liegt schon alleine deshalb nahe, weil die Band ursprünglich als Coverband der Schweizer Kultgruppe gegründet wurde.

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Der Freitag zeigte sich anfangs von einer sehr milden Seite für die Besucherschaft des diesjährigen UTBS, da der Himmel zunächst bewölkt war. Während sich manche am bereitgestellten Frühstücksstand gütlich taten und der Rest erst ganz langsam aus den Zelten kroch, begannen im Infield bereits die Vorbereitungen für die Auftritte des Tages und das erste Bier im Backstage wurde gezapft (wir leaken vielleicht zu einem späteren Zeitpunkt, welche Band sich bereits vormittags ausschenken ließ!). 

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