Samstag, 25 Mai 2013 16:39

Kings Destroy - A Time Of Hunting

geschrieben von Dornenkönig
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(7 Stimmen)

Der Fünfer aus NYC, deren Mitglieder sich zuvor in diversen Hardcore Bands ausgetobt hatten, existiert seit 2010 und liefert mit ihrem aktuellen zweit Werk einen Doom-Stoner-Batzen ab dem man Gehör schenken sollte. Zu ihren Einflüssen zählen sie unter anderem „The Melvins“, wobei man, was die wenigen Zitate dieser Band angeht, sich da am ehesten auf deren Überalbum 'Lyosal' beschränkt.

Das Album beginnt mit „Stormbreaker“ einem Song der Live bestimmt ordentlich einheizt, schon vielversprechend an. Klassisches Stoner-Riffing mit dezenter Down-Schlagseite, einem Sänger der einem heißeren Jim Morrison ähnelt und somit den ersten Verdacht erhärtet, das hier kein mittelmäßiges Werk zu erwarten ist. Eine Band wie „Magma Rise“ schießt einem als Vergleich durch die Birne - Es tönt gar angenehm vertraut. Wer jedoch beim ersten Song schon dachte er wüsste worauf er sich da eingelassen hat, liegt nicht ganz falsch, jedoch wird ab dem 2 Song vehement die Doom-Keule geschwungen und der Stoner Rock etwas nach unten geschraubt, was sich das restliche Album so fortsetzt.


Vor allem Song 2 „The Toe“ ist ein Musterbeispiel wie man im Doom einen Sänger taktisch weise einsetzt, um eine gewisse Atmosphäre zu transportieren. Hier wird die Axt fesch langgezogen und das Riff zu Tode geprügelt. Doom halt, das muss man zugegebenermaßen schon mögen. Die Gitarren Soli sind durchweg stimmig platziert - beinahe in jedem Song bricht die Klampfe kurz aus, was aufhorchen lässt und nie der Songstruktur schadet. Das alles ist achtbar, offenbart aber gleichzeitig auch das einzige Manko der Platte. Die Instrumentalisierung ist zwar gewandt, bietet aber wenig Überraschungen. Das war alles schon 'mal da, denkt man sich und man könnte jetzt generell darüber diskutieren ob man in dem Genre überhaupt überrascht werden möchte oder nicht. Leider lässt es sich nicht weg diskutieren das der letzte Funke nicht überspringen will um es bei mir zu einer vollen Punktzahl zu bringen.

 

Bei manchen Songs hat man das Gefühl, das die Jungs noch nicht genau wussten wo sie mit dem Song hin wollten, entweder doomige Monotonie oder Mitsingfaktor, beides lässt sich sehr schwer ein einen Song pressen. Jedoch lässt sich hier erkennen das von den Fünf noch einiges zu erwarten ist. Ich für meinen Teil bin gespannt wie das dritte Album klingen wird, Potenzial ist deutlich genug vorhanden.

 


Tracklist:

01 Stormbreak

02 The Toe

03 Casse-Tete

04 Decrepit

05 Shattered Pattern

06 A Time Of Hunting

07 Blood Of Recompense

08 Turul


Bewertung:

8 von 10 Punkten


Weitere Informationen

  • Band: Kings Destroy
  • Album Titel: A Time Of Hunting
  • Erscheinungsdatum: 14.05.2013
  • Fazit: “A Time Of Hunting “, Kings Destroys zweites Werk ist seit langem mal wieder ein ungekünsteltes Album ohne irgendwelches rumgeprogge oder erzwungene Intellektualisierung, einfach gerade aus der Hüfte geschossen und dabei erfrischend eigenständig und wohltuend ehrlich klingend bzw. echt. Für Doom und Stoner Fans die ab und an auf Wüstensand zwischen den Ohren verzichten können eine klare Empfehlung. Anspieltips: Casse-Tete, Stormbreaker, Time of Hunting
Gelesen 2578 mal Letzte Änderung am Samstag, 25 Mai 2013 16:57

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