Donnerstag, 03 September 2020 18:34

Dopelord - Sign of the Devil

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Spätestens seit dem 2017er „Children of the Haze“ sind die Polen Dopelord fester Bestandteil der internationalen Stoner/Doom-Szene. Trotz ihrer noch relativ jungen Bandgeschichte von rund 10 Jahren kam im März dieses Jahres ihr bereits vierter Langspieler namens „Sign of the Devil“ auf den Markt – und groovt sich damit direkt in das wuchtige Spektrum des polnischen Quartetts.

Oftmals braucht es im Stoner und Doom Metal seine Zeit, bis Alben ihre Stärke entfalten und die Hörer in ihren Bann ziehen. Dopelord holen ihre Hörerschaft mit „The Witching Hour Bell“ allerdings schon nach wenigen Sekunden ab und bescheren neben Ohrwurm-Riffing auch einen Ohrwurm-Refrain, der genauso vor 30 Jahren von Black Sabbath hätte kommen können. Dass die „Bell“ am Ende des Songs sogar wirklich erklingt, rundet den starken Opener ab.

Hail Satan“ und „Heathen” drücken derweil etwas mehr aufs Gaspedal und brummen sich nur so durch die doomige Fahrrinne. Mit „Doom Bastards“ wird das Album um einen weiteren, Chorus-lastigen Ohrwurm ergänzt. Dieses zehnminütige Stück ist gleichzeitig aber auch das komplexeste der Scheibe und besticht neben dem kantigen Refrain durch seinen gemächlichen und tragenden Aufbau.

Zum Abschluss der Platte donnern uns Dopelord noch das überraschend kurze und punkige „Headless Decapitator“ um die Ohren, bei dem sie – so scheint es – einmal alles wegholzen, was vorher so mühevoll durch Gitarrenwände aufgebaut wurde. Aber ganz ehrlich: nach der musikalischen Dampfwalze kommt dieser kurze Ausflug in schnellere Gefilde echt ganz gut und man verbleibt mit einem wohligen runden Gefühl im Magen.

Trackliste:

1. The Witching Hour Bell
2. Hail Satan
3. Heathen
4. Doom Bastards
5. World Beneath Us
6. Headless Decapitator

Bewertung:

8,5 / 10

Weitere Informationen

  • Band: Dopelord
  • Album Titel: Sign of the Devil
  • Erscheinungsdatum: 10.03.2020
  • Fazit: Dopelord erfinden den Stoner-Doom sicher nicht neu und schlagen in die gleiche Kerbe, wie auch schon auf ihren vorherigen Alben. Dass sie sich ihrer Linie treu bleiben, ist in Anbetracht der ebenfalls gleichbleibend hohen Qualität lobenswert. Vor 30 Jahren wäre „Sign of the Devil“ sicher ein Pionierwerk im Doom Metal gewesen. Heutzutage sticht es aus der Masse guter Doom-Alben nicht wirklich heraus und der Vorgänger des Albums hatte gefühlt mehr „Dampf“. Spaß macht es dennoch, vor allem wenn man textsicher ist!
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