Dienstag, 16 Februar 2016 10:34

The Forest's Arcanum Split (Heilnoz/Drengskapur)

geschrieben von Soundchaser
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The Forest's Arcanum Split (Heilnoz/Drengskapur) The Forest's Arcanum Split

Dieses Split-Album zeigt (in der ersten Hälfte) eindrücklich, was unter gepresstem Müll zu verstehen ist. Zugegeben – Black Metal Werke sind per se nicht die Gefilde, in die ich musikalisch am liebsten reise, doch selbst gegen die schlechteren Black Metal Alben ist das, was ich hier von „Heilnoz“ zu hören kriegte, grausam und grenzt an Körperverletzung. Drengskapur retten diesen schlechten Gesamteindruck nur ansatzweise.

Im ersten Teil der Split-CD präsentieren Heilnoz – mal abgesehen vom öden Songwriting und der langweiligen Darbietung – eine unerträglich schlechte Produktion. Die Vocals sind einfach nur schlecht und viel zu sehr im Hintergrund gehalten, die ganze Aufnahme klingt, als hätte jemand ein Mikro in den versifften und feuchten Kellerprobenraum der Spanier geworfen und dann die Türe zugeschmissen. Schwallweiche Oberflächen im Probenraum wird man wohl auch eher vergeblich suchen. Da ist die Spielzeit der drei Songs noch einmal eine zusätzliche Qual. Ehrlich: Selbst mit einfachsten Bordmitteln sind heute – auch im Black Metal – deutlich bessere Aufnahmen möglich und räudig lasse ich hier als Ausrede einfach nicht gelten! Aus meiner Sicht ist dieser Teil des Split-Albums unerträglich.

 

Der zweite Teil der Split-CD ist etwas besser, beginnt mit dem schönen Instrumental „Von den Höhen hernieder“, danach gibt es Old-School Black Metal aus Berlin-Brandenburg mit dem typischen Keifgesang, den man im Prinzip ohne Textbuch nicht versteht. Konsequenterweise lautet der Titel des Outros „In die Tiefen hinab“, die beiden dazwischen liegenden Stücke „Trügerisches Nass“ und „Des Waldes Quell“ sind nett, aber treiben mir jetzt auch nicht gerade Freudentränen in die Augen. Allzu gewöhnlich und altbekannt klingt das, nicht wirklich schlecht, aber eben auch nicht wirklich spannend. Nun ja, Black Metal eben. Nicht mehr und nicht weniger. Wenigstens ist die Produktion um Längen besser als bei Heilnoz was auch keine echte Kunst ist.


Trackliste:

HEILNOZ
1. Os Albores do Tempo
2. O Abrazo do Outono
3. O Peto das Ánimas

DRENGSKAPUR
4. Von den Höhen hernieder
5. Trügerisches Nass
6. Des Waldes Quell
7. In die Tiefen hinab

Bewertung:

0 von 10 Punkten für Heilnoz

4,5 Punkte für Drengskapur

Weitere Informationen

  • Band: The Forest's Arcanum Split
  • Album Titel: Heilnoz/Drengskapur
  • Erscheinungsdatum: 20.11.2015
  • Fazit: Der erste Teil des Split-Albums ist unhörbar und eine Frechheit, die zweite Hälfte besser, aber vorwiegend etwas für Fans deutschsprachigen Black Metals, die alles anhören, was aus dieser Ecke kommt.
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Trailer The Forest's Arcanum Split

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