Montag, 18 Januar 2016 08:48

Erimha - Thesis Ov Warfare

geschrieben von Ghostwriter
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Thesis Ov Warfare Thesis Ov Warfare Erimha

„Thesis Ov Warfare“ ist das inzwischen dritte Studioalbum der Band Erimha und was soll man sagen, das Label „Melodic Blackened Death Metal“, das sich die drei Jungs aus Montreal (Kanada) gegeben haben, trifft relativ gut, was sich da zusammengebraut hat.

Die Outputfreude von Gore, Kthien und Ksaos hat sich auf jeden Fall bezahlt gemacht und so ist „Thesis Ov Warfare“ eine Scheibe, die sich aus allen Bereichen das Beste herausnimmt. Das recht aussagearme Cover des Albums, das sich stark an den Covern der letzten beiden Outputs ausrichtet, straft den musikalischen Inhalt Lügen. Die durchdachten Riffs, symphonischen Arrangements melodischen Growls und Screams, Synthieeinsätze und die sehr gute Produktion stellt in der Bandhistorie nach Reign Through Immortality (2013) und dem Debüt Irkalla den nächsten Meilenstein in der Entwicklung dar.

 

Während allein aufgrund der Länge des Albums (von 10 Tracks und über 60 Minuten) von absolut keiner Müdigkeit der Band gesprochen werden kann, sind die Songs auch Aufgrund des breiten Einflusspektrums zu keiner Sekunde langweilig. Als Beispielstück könnte man z.B. „The Process Of Reversal“ anführen, das nicht nur als längstes, sondern auch als das aus meiner Sicht Abwechslungsreichste der Scheibe gelten kann. Ein langes, melodisches Intro mit Synthies und langgezogenen verzerrten Gitarrenparts wird abrupt von feinstem BM Geknüppel und den Growls von Sänger Gore unterbrochen, bevor es erst melodisch, dann in einer Mischung aus Double Base und hartem Death-Stakkato Richtung Gitarrensolo geht, und man auch gleich dem eigenen Anspruch, sumerische bzw. nahöstlich-okkulte Einflüsse zu verarbeiten gerecht wird, die im Gitarrenspiel und den Keyboardparts zusammenfließen. Gegen Ende hin wird der Song wie zu Beginn wieder sehr sphärisch, während sich die Drums und Gitarren die Granaten in einem einzigen Lauf hin und her spielen und vor allem das technisch sehr ausgereifte Spiel hervorsticht und von Chorälen und später wieder vom Growling zu einem fulminanten Ende geführt wird.

 

Die Fähigkeit, die Schwerpunkte der Songs nur kurzzeitig auf einzelne Themen zu legen und mal abrupt, mal fließend in andere Gefilde zu leiten, ist die Kunst der Band und das Glück des Albums. Während andere Bands an dieser Aufgabe scheitern und sich durch ganze Werke leihern, wird hier mit allen Gewürzen, die die jeweiligen Genre zu bieten haben gearbeitet, ohne den Topf durchzuschmelzen oder fade Suppe zu liefern. Das Ergebnis ist eine Scheibe, die zu keinem Zeitpunkt langweilig wird und auf der man bei jedem Song - selbst beim 10. Mal Durchhören - noch etwas Neues entdecken kann. Einziges Manko ist der Recht hohe Preis, für den man aber definitiv etwas geliefert bekommt!

 

Trackliste:

01. Battle For Concealed Star
02. The Process Of Reversal
03. Fragmented Existence
04. Ethereal Optic
05. The First Law
06. War Within
07. The Mark Of Liberation
08. Imperactive Circles
09. Hymn For The Fallen
10. Transcendental Inception

 

Bewertung:

9,0 von 10 Punkten


Weitere Informationen

  • Band: Erimha
  • Album Titel: Thesis Ov Warfare
  • Erscheinungsdatum: 30.10.2015
  • Fazit: Das Ergebnis ist eine Scheibe, die zu keinem Zeitpunkt langweilig wird und auf der man bei jedem Song - selbst beim 10. Mal Durchhören - noch etwas Neues entdecken kann. Einziges Manko ist der Recht hohe Preis, für den man aber definitiv etwas geliefert bekommt!
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Battle For The Concealed Star Erimha
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