Interview mit Frank Zimmermann von Decihell

Die Decihell-Gründer Die Decihell-Gründer Decihell

"DECIHELL ist Business-Mode für Rocker die mit ihren favorisierten Bands älter werden und im beruflichen Alltag keine blutverschmierten oder mit Totenköpfen bedruckten Bandshirts mehr tragen können oder wollen." So sagen es die Gründer Frank Zimmermann und Andreas Stahl des in Bayern beheimateten Startups über sich selbst. Das hat uns neugierig gemacht, weshalb wir die Jungs ins Kreuzverhör genommen haben. Rede und Antwort stand uns Frank Zimmermann.

UG: Hallo Frank, stell dich doch bitte erstmal unseren Lesern vor.

Frank: Mein Name ist Frank Zimmermann, einer der Gründer von DECIHELL. Ich bin fast 40 Jahre und seit ich denken kann Metalhead.

 

UG: Im besten Alter also *lach*. Ihr verkauft "Business Clothes for Rockers". Wie kam es zu der Idee und wie lange hat es dann von der Idee bis zum fertigen Hemd gedauert?

Frank: Die Idee liegt nahe. Mein Geschäftspartner und ich sind in der Finanzbranche, also Hemdenträger... Metalheads wie uns deren Kutte schon länger im Schrank hängt, gibt es bestimmt viele, dachten wir uns und so ließen wir die Idee wachsen. Es gibt so viele Leute die mittlerweile etwas gediegener unterwegs sind, aber im Herzen immer noch den Sound von Gitarren lieben. Mit unserem Label kannst du halt auf dezente weise zeigen dass du Rock und Heavy Musik liebst. Überlegt haben wir bestimmt 2 Jahre, dann standen wir vor der Entscheidung belassen wir es beim Reden oder starten wir das Experiment...

 

UG: "Es gibt nichts Gutes, außer man tut es", sagt man ja so schön. Woher kommt der Name zu Idee: "Decihell" und welche Bedeutung hat das Logo?

Frank: Ja, dass mit dem Namen war gar nicht so einfach *lacht* Er setzt sich aus Decibel das für Power aus den Boxen stehen soll und Hell...naja, damit können wir Rocker ja eh was anfangen. Im Logo sind die Anfangsbuchstaben des Labels zu sehen und wer es nicht eh schon gesehen hat die Devilhorns versteckt...

 

UG: Klar, eigentlich. Nun aber weg von der Idee und hin zum Produkt: Wer entwirft die Kleidungsstücke für euch und wo werden Sie gefertigt?

Frank: Für das Design ist hauptsächlich mein Geschäftspartner Andreas Stahl zuständig. Produzieren lassen wir alles in Portugal. Es ist uns sehr wichtig, dass unsere Klamotten unter fairen Bedingungen hergestellt werden. Wir haben beide Kinder, da sind zu viele Bilder im Kopf was in Bangladesch oder Indien passiert.

 

UG: Das ist in meinen Augen auch so, wie es sein sollte. Aber wie bringt ihr eure Bekleidung an den Mann? Trifft man euch auch auf Konzerten oder Festivals?

Frank: In der Hauptsache natürlich über unseren Onlineshop. Wir sind fleißig in den Social Networks unterwegs, auf Festivals sind wir natürlich auch sehr gerne. Highlights waren letztes Jahr das With Full Force und das Metal Hammer Paradise. Speziell in Regensburg in unserer Heimatstadt gibt es auch einmal im Monat eine Decihell Party mit Heavy Mucke von den 80igern bis heute.

 

UG: ...und start Band-Merch kauft man sich dann eben ein Oberhemd. Das gefällt mir. Ihr bietet im Moment Herren-Hemden und Polo-Shirt an. Was ist noch geplant?

Frank: Grundsätzlich ist noch sehr viel möglich und vorstellbar! Priorität eins ist es auf jeden Fall noch mehr Auswahl an Hemden in den Shop zu bekommen. Als nächstes könnten wir uns Pullover, Manschetten, Krawatten, Socken und Hosen vorstellen. Evtl. auch eine Young Collection mit Coolen T- Shirts oder Cappies. Das ist aber noch Zukunftsmusik...

 

UG: Da ist ja noch einiges in petto. Wie steht es mit Damen-Bekleidung?

Frank: Das ist ebenfalls in Planung...kann aber noch etwas dauern.

 

UG: Ihr sagt, dass Ihr in Bürojobs angekommen seid. Ist Decihell ein "zweites Standbein" oder soll das sogar mal Hauptjob werden?

Frank: Decihell ist mehr als ein zweites Standbein. Perspektivisch wollen wir definitiv mit dem Label durchstarten. Wir sehen so viel Potential in Deutschland, Europa und der ganzen Welt. Überall gibt es Metal- und Rockmusic Fans die ein Label brauchen, mit dem sie sich identifizieren können.

 

UG: Ja, und alle werden älter und viele arbeiten später in Büros. Träumen ist erlaubt: Wen würdet ihr besonders gern in euren Hemden sehen?

Frank: Den Papst *lacht*! Wir wollen jeden einzelnen Metalhead und Rockfan dieser Welt in unseren Klamotten sehen, aber natürlich auch gerne Größen wie Tom Araya, Till Lindemann oder James Hatfield. Grundsätzlich glaube ich ist es aber der größte Erfolg wenn wir nicht mehr erklären müssten was das soll, Rocker und Hemden- wenn jeder weiß wofür DECIHELL steht.

Man stelle sich vor ein Businessmeeting in New York an dem u.a. zwei Leute teilnehmen die jeweils ein DECIHELL-Hemd tragen. Du hast hier sofort eine Basis und Gesprächsthema in der Pause.

 

UG: Ein Schnapsbrenner wirbt damit, dass er seine Destillate während der Produktion mit Heavy Metal beschallt. Wieviel Rock'n'Roll steckt in euren Hemden?

Frank: Jede einzelne Faser unserer Hemden ist Rock´n´Roll...;) Klar man kann die Hemden anders als den Whiskey nicht verzehren aber es geht damit los dass du eine richtige schöne, hochwertige Box in schwarz mit unserem Logo darauf bekommst. Erster Rock´n´Roll Moment! Du machst sie auf und da liegt es, dein DECIHELL Shirt. Wenn du gewohnt bist ein „normales" Hemd zu tragen und dann zum ersten Mal ein DECIHELL Hemd überziehst spürst du sofort diesen Spirit der hier gerade etwas ganz anders sein lässt!

UG: Hell Yeah, so soll es sein! Vielen Dank für das Interview, Frank.

 

 

Das Interview führten Frank von Decihell und Lawbringer für Undergrounded.de

Mehr Informationen findet ihr hier:

Decihell HP

 

 

 

Gelesen 3418 mal Letzte Änderung am Donnerstag, 14 Januar 2016 11:34

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