Sonntag, 18 Januar 2015 12:56

Monster In The Basement - Tales Of the Slenderman

geschrieben von Ghostwriter
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Solobands bestehen in der Regel nicht aus unzähligen namentlich (auf FB) genannten Musikern wie die Soloband „Monster In The Basement“. Wenn das Wort Session-Musiker fällt und eine Albumproduktion ansteht, wird ein Schuh draus. Auf „tales from the slenderman“ werden als Musiker allerdings „nur“ vier genannt, die jeweils an den verschiedenen Songs in unterschiedlichen Anteilen mitgewirkt haben.

Bevor ich versuche das zu verstehen und mich am Einleitungssatz: „Keinen Proberaum, keine Band und keine Zeit – keine idealen Voraussetzungen für eine CD-Veröffentlichung! Aber...“ aufhänge. höre ich einfach mal rein. Man versteht recht schnell, dass es sich grundsätzlich um den Slenderman, einen fiktiven Popkultur-Urban-Legend-Meme-Dämon, dreht. Nach Begutachtung der Tracklängen und der Titelzahl (sowie dem Umstand, dass man hier für sein Geld 5 Songs und 2 Remixe bekommt), entziehe ich „tales from the slenderman“ erstmal direkt den Albumstatus und spreche ab sofort von einer EP.

 

Die Jungs machen auf den ersten Blick soliden Hardrock mit diversen Einflüssen von poppig über modern und alternativ, was meinem Ohr jetzt nicht unbedingt gefällt. „slenderman“ beginnt noch ganz okay, mit schön rockigen Gitarren und einem leider etwas dünnen Gesang. Dafür ist das Arrangement brauchbar und wenigstens nicht 0815, was das Talent der involvierten Musiker unterstreicht.

 

Auch das zweite Stück „red tie“ klingt noch ganz ordentlich und Track drei dürfte sogar OldSchool Rocker der 70er und frühen 80er überzeugen – Wenn man sich die „modernen“ Einflüsse wegdenken könnte. Zudem geht mir der Gesang inzwischen erheblich auf den Sack und ich mag dem dünnen weinerlichen Stimmchen (und das obwohl inzwischen nicht mehr nur noch einer singt) nur noch ein Taschentuch reichen. Track 4 „evil world“ ist eines der langsamsten und brauchbarsten Stücke und ist schon fast ein bisschen doomsludgegig zu Nennen, wobei es ab sofort nur noch schneller bergab geht.

 

Titeltrack „slenderbasement“ beginnt dafür mit einem wilden Potpurri an Synthieeffekten,einer merkwürdigen Beatbox Einlage und wildem Gescratche, gefolgt von machine-headersesken Gitarreneffekten und einem Rap, der der türkischen ültürnütüv Blück-Mütül Band „Lümp Büzkürt“ zur Ehre gereichen würde. Der Umstand, dass genau von diesem Song zwei Remixe geliefert wurden, entzieht die wenigen Sympathiepunkte. Bitte nicht mehr – Danke. (Oder eben kein Review von einem Underground-Metalmag mehr Anfordern und sich bei weichen Mags Meinungen einholen.)

 

Trackliste

1. Slenderman

2. Red Tie

3. Values

4. Evil World

5. Slenderbasement

6. Slenderbasement (Arl3cch1no's Super Sonic Laser Remix)

7. Slenderman (Arl3cch1no's Red Nose Remix)

 

Bewertung:

3 von 10 Punkten

Weitere Informationen

  • Band: Monster In The Basement
  • Album Titel: Tales Of the Slenderman
  • Erscheinungsdatum: 24.11.2014
  • Fazit: Slenderman als PC spiel hat ähnliche Eigenschaften wie das ALbum - Ein Konzept ist erkennbar, ist aber erschreckend schlicht und schnell durch und wirklich nochmal antun will man sichs dann auch nicht mehr.
Gelesen 3257 mal Letzte Änderung am Sonntag, 18 Januar 2015 13:04

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