Montag, 12 Januar 2015 10:26

Strangelet - First Bite

geschrieben von Ghostwriter
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Strangelet klingt für mich zuerst mal wie ein Entwurf eines Next-Generation Pokemon für die neue Nintendo Konsole „Fugg-Yu“ und die Schlange auf dem Albumcover „First Bite“ erhärtet den Eindruck. Dass dieser Schein schwer trügt, fällt spätestens beim Reinhören auf.

Die Jungs (und Mädel), die allesamt aus dem Umkreis um mein Heimatdorf Heilbronn stammen, legen mit dem ersten Album die Messlatte für sich selbst extrem hoch. Wurden 2013 und 2014 schon die ersten Newcomer Contests gewonnen, sind manche Mitglieder der Band so „neu“ nicht mehr. So z.B. Front und Rampensau Stefan Zörner, der schon als Sänger bei „Lanfear“ in den 90ern gerockt hat oder Eurich, der vorher bei der Punkband „The Cursed“ zockte. So gemischt wie die Einflüsse von Strangelet, ist auch auch die Altersstruktur von grün hinter den Ohren (18+) bist schlachterprobt (40+). Dies kommt der gesamten Produktion sehr zu Gute, die nicht nur soundtechnisch sehr rund daherkommt.


Bei der Erstellung von „First Bite“ wurden nämlich alle goldenen Regeln des Rock beachtet:


Cheese-OrgelCheck

MundharmonikaCheck

Distortion GesangCheck

CowbellCHECK


Wobei man von letzterem laut Bruce Dickinson ja nie genug haben kann, wird der Mangel an zu wenig Cowbell mit extrem gekonnten Gitarrenspiel, perfekten Drums und einem Gesang getoppt, der an James Hetfield auf „Load“ erinnert, der „nur“ ein wenig höher singt. Wobei ab Master Of Puppets aus meiner Sicht bei Metallica Schluss war, startet Strangelet mit dem ersten Album erst so richtig durch. Die Songs, bei der die obligatorische Ballade (Track 5 „Stillborn“) genausowenig fehlt wie der klassische Mitsing-Chorus-Knüller (Track 3 „Tainted“-„We are we are“) oder der All-in-One Hit (Track 11 „Hiding“ Star, der auch gleichzeitig den Rauswerfer markiert), lassen für Fans von 70er Rock und Heavy keine Wünsche übrig und ist on Top für 10 Euro auch für den schmalen Geldbeutel zu haben.


Man darf auf jeden Fall gespannt sein wo die Reise noch hingeht, aber der erste Wurf ist gelungen und Pflicht für jeden junggebliebenen Altrocker.

 

Tracklist:

1. Privilege Of Power 

2. Nothing

3. Tainted

4. Pray To Break

5. Stillborn

6. Snakebite

7. Hell & Back

8. Touch The Sky

9. Catching Fire

10. All That's Left

11. Hiding Star

 

Bewertung:

9 von 10 Punkten


Weitere Informationen

  • Band: Strangelet
  • Album Titel: First Bite
  • Erscheinungsdatum: 12.12.2014
  • Fazit: Die 10 Punkte wurden nur verpasst, weil es mir persönlich zu weich ist (-0,5) und weil ich mehr Cowbell brauche (-0,5). Für alle anderen gilt – Für nen Tripp nach früher, reinhören und abchecken!
Gelesen 4408 mal Letzte Änderung am Montag, 12 Januar 2015 10:35

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Privilege Of Power Strangelet

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