Samstag, 20 Dezember 2014 10:22

BitchHammer - Raging Hell Rivers

geschrieben von Ghostwriter
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Meine Hofschranzen und Herren, Sklaven und Triebtäter, dunkle Eminenzen und Stippenzieher im Metal, erheben Sie sich für Ihre Exzellenzen, „Majesty Of Hell“, den Erzbischof „Basstard Priest“ und General „Jack Frost“! Lasset uns die die Rivers Of Hell Ragen und kaum Zeit zum durchatmen haben!

So oder so ähnlich fühle ich mich nach knapp 20 Minuten Terror, die BitchHammer aus Leipzig mit ihrer EP „Raging Hell Rivers“ liefern. Während ich im Auto auf dem Weg zur Arbeit wild aufs Armaturenbrett getrommelt, die anderen Autos angeschrien und in der 120 Zone wilde 125 drauf hatte, rennt das Ding locker einmal durch und macht von vorne bis hinten Spaß.! Gefällt mir in letzter Zeit Black'n'Roll immer mehr, habe ich doch auch andere Mischungen des Black Metal im Visier wie z.B. dieses Beispiel an geilem Black Thrash.

 

Raging Hell Rivers beginnt mit dem gleichnamigen Titeltrack und nach einem kurzen Intro wird direkt in die Vollen gegangen. Mit wenig Melodie, dafür druckvollem Bass, vorpreschendem, fast alles dominierende Gesang vom Basstard Priest und gefühlten 2000 bpm und nur kurzen Verschnaufpausen rennt man die 4:22 ohne Halten durch. Die Stücke sind insgesamt für Black Thrash Verhältnisse ungewöhnlich lang, kommen einem aber durch die Geschwindigkeit um einiges Kürzer vor. Auch bei „Pestilator“beginnt das Stück erstmal mit Gitarren- und Bassgewitter sowie treibendem Doublebass, hierbei allerdings nicht permanent mit der Geschwindigkeit des ersten Stücks und eher langsameren Passagen. Der Gesang auch wieder im Vordergrund, allerdings diesmal offenbar mit dem Ziel die Crowd zum Mitschunkeln/Keifen zu animieren - !PE-STI-LA-TOR! - Hier wird außerdem die letzten Minute für eine Art Outro ohne Gesang genutzt, was aufgrund der repetitiven Natur der Musik etwas Laune rausnimmt.

 

„Crush Rome, Rebuild Sodom“ entwickelt sich gegen Mitte zum abwechslungsreichsten Stück. Der Platte. Mit schnellen und langsamen Passagen sowie gut platzierten Breaks und sogar einem kurzen melodischen „Gitarrensolo“ (wenn man das hervorheben eines Riffs auf so einer Platte überhaupt so nennen darf) wird man hier bei Stange gehalten. Track 4 „Northern Skies“ bietet im Vergleich nicht viel Neues, auch wenn es gefühlt die verträumte Ballade des Höllenritts ist. Irgendwie kommt am Ende für einen kurzen Moment die Erinnerung an Darkthrones „Quintessence“ hoch, aber das kann auch nur Einbildung gewesen sein.

Kurzum – Raging Hell Rivers des Trios aus Leipzig macht richtig Laune, nicht nur für Fans des Genres. Einige werden sich wahrscheinlich schnell langweilen, da Black Thrash traditionell nicht viel Variation innerhalb der Songs zulässt – so auch hier. Wer aber auf „Rein und Raus und Maximum Destruction“ steht, bekommt hier einen kurzweiligen Blitzkrieg für Unterwegs!


Trackliste:

1.Raging Hell Rivers

2.Pestilator

3.Crush Rome, Rebuild Sodom

4.Northern Skies

 

Bewertung:

8 von 10 Punkten


Weitere Informationen

  • Band: BitchHammer
  • Album Titel: Raging Hell Rivers
  • Erscheinungsdatum: 21.11.2014
  • Fazit: Kurzum – Raging Hell Rivers des Trios aus Leipzig macht richtig Laune, nicht nur für Fans des Genres. Einige werden sich wahrscheinlich schnell langweilen, da Black Thrash traditionell nicht viel Variation innerhalb der Songs zulässt – so auch hier. Wer aber auf „Rein und Raus und Maximum Destruction“ steht, bekommt hier einen kurzweiligen Blitzkrieg für Unterwegs!
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