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Dienstag, 25 Februar 2014 00:19

Wraithcult - Gestalt

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Schwarzmetallisch starten wir in die Woche mit dem Debut-Werk von Wraithcult. Die Münchner treiben schon seit 2010 ihr Unwesen, konnten aber erst 2013 ihre erste Veröffentlichung “Gestalt“ platzieren. ob sich die doch recht lange Entstehungszeit gelohnt hat, kann man im folgenden Review näher betrachten.  

Ohne große Umschweife und schon recht energiegeladen starten wir sofort in den ersten Song “Cold Moon“. Roh, schnell und aggressiv ist die Grundstimmung die dem Hörer aus den Boxen entgegenweht. Donnerndes Drumgewitter und genretypische Riffpassagen können einen ersten positiven Eindruck hinterlassen. Allgemein soundtechnisch druckvoll und qualitativ hochwertig arrangiert machen Wraithcult Nägel mit Köpfen. “The Emptiness“ kommt da schon deutlich atmosphärischer ums Eck und setzt auf grummelnd keifende Vocals von Frontmann Sebastian Ludwig. Rasante Tempowechsel lassen keinerlei Langatmigkeit aufkommen und der Hörer wird stets gefordert. Auch Platz für einen Akkustikpart findet man sogar noch und schöpft so alle Möglichkeiten voll aus. Mit dem nächsten Stück “Staggering Vision“ bricht wieder ein Sturm los, der unaufhaltsam zu wüten scheint, doch auch hier finden Wraithcult immer wieder die möglichkeit für verspielte Tempowechsel und atmosphärische Ausschmückungen. “Electric Voice Phenomenon“ stellt als kleines Zwischenintro eine kleine Verschnaufpause, bevor sich Mit “Nine Wounds“ mein großer Favorit der Scheibe durch die Gehörgänge schleppt. Bedrohlich, aber doch durchaus melodiegetragen reist mich der Song einfach mit in seine dunkle Welt. Es ist lange Zeit keine große Temponummer, aber die Atmosphäre ist hier einfach das ausschlaggebende! Im letzten Drittel drehen Wraithcult dann aber noch mal auf und feuern aus allen Rohren. “Serpent Sacrifice“ kommt dagegen sehr rockig rüber und stellt wiederum eine ganz neue Seite der Münchner vor. Man merkt es herrscht viel Abwechslung, die auch bei den folgenden 2 Songs “Prophet Deceiver“ und dem Titeltrack “Gestalt“, dass für mich wieder ein Highlight des Albums darstellt, wird diese Eigenschaft auch positiv zur Geltung kommen. Viele Tempowechsel, rotzig und energiegeladen steuern die Münchner auf das Ende der Scheibe zu. Mit “Miasma of a thousand Truths“ sind wir auch schon beim letzten Song angekommen, der ein wirklich gelungenes Debutalbum schön abrundet.

Was bleibt noch zu sagen. Ein beeindruckendes erstes Lebenszeichen von Wraithcult, auch wenn nicht unbedingt viel neues geboten wird. Die Vielfalt und Klangqualität von “Gestalt“ setzt auf jedenfall einige Akzente und für Black Metal Begeisterte, die auf diese Variationsfreude abfahren ist es auf jeden Fall eine schwere Empfehlung von mir, Wraithcult mal beide Ohren zu widmen! 

Auch Live wird man bald die Möglichkeit haben, die Jungs zu erleben. Auf dem Dark Easter Metal Meeting werden Wraithcult unter Beweis stellen, dass sie auch auf der Bühne eine Institution sind!

 

 

Tracklist:

  1. 01.Cold Moon
  2. 02.The Emptiness
  3. 03.Stagging Vision
  4. 04.Electric Voice Phenomenon
  5. 05.Nine Wounds
  6. 06.Serpent Sacrifice
  7. 07.Prophet Deceiver
  8. 08.Gestalt
  9. 09.Miasma of a thousand Truths


Bewertung:

 

Cover und Umfang (6/10):


- schlichtes Coverartwork

- mit 9 Tracks und knapp 45 Minuten Spielzeit im Durchschnitt anzusiedeln

Abwechslung (8,5/10):

- Abwechslungsreiche Abschnitte (Schnell bis Schleppend/ Black n’ Roll Passagen)

- Tempowechsel und verspielte Songpassagen machen Laune

Sound (8/10):

-          Druckvolles Klanggewand und qualitative Abmischung passen!

-         Stimmig abgemischte Instrumente fügen sich vortrefflich ineinander

Gesamtpunktzahl:
7,5/10


Release: 20.September 2013

Label: Black Skull Records

Genre: Black Metal

Weitere Informationen

Gelesen 2418 mal Letzte Änderung am Dienstag, 25 Februar 2014 00:26

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