Interview mit PY von Sic Zone

Interview mit PY von Sic Zone Sic Zone

Die ehemaligen A-Rise Metaller „SIC ZONE“ aus Köln bringen Ende (R)Oktober ihr neues Album „Bear The Consequences“ raus, das ihr unlängst schon auf Undergrounded im Review lesen könnt. Aus einem wilden Mix aus Death-Trash-Core entstand hierbei ein von uns mit 8,5 Punkten gewürdigtes nettes Scheibchen das gepflegt auf alle Konventionen scheisst. Für uns eine gute Chance Sänger PY mit ein paar Fragen zu löchern.

UG: Servus PY!

PY: Selber, und grüß Gott! (Ironisch gemeint) *lacht*

 

UG: Du Scherzkeks *lacht* - „Extreme Metal“ - Beschreibt euch doch mal jemand der noch keine Chance hatte euch live zu sehen!

PY: Da wir selbst nicht wussten, wie wir unsere Musik beschreiben sollten, kam irgendwann der Einfall, (nach gefühlten 200 Flaschen Whiskey): Uns wurde immer gesagt, dass wir soooooooooooo extrem seien. Und zwar nicht auf die Standards bezogen (schneller, höher, weiter), sondern wir kennen keine Regeln. Und unsere Musik ist voller Energie. Das ist unsere einzige Regel.

 

UG: Angry Music For Angry People – Kommt schon, das ist doch jetzt schon ein ziemliches Klischee!?

PY: Wir lieben billige Klischees. Denn jeder hat ein recht auf Diskriminierung. Du hast doch auch bestimmt einen Witz drauf der nur so vor billigen Klischees trieft. Aber der Slogan passt einfach zu uns. Wer schlechte Laune hat und sich auf uns einlässt, kann sich mit der Musik befreien von der negativen Energie. Wir sind eine Art Heilmittel gegen das System, das nur Wut und Aggressionen in einem hervorbringt. 15 Minuten SIC ZONE am Tag, und die schlechte Laune wird beseitigt und man lebt länger *grinst*

 

UG: Billige Klischees hin oder her, eins muss ich euch dennoch lassen, ihr seid euren Weg von der Schublade in den Klamottenhaufen gegangen! Klang euer erstes Album, damals noch unter der A-Rise Flagge, für meine Ohren eher straight und sauber, habt ihr auf eurer bald erscheinenden Platte konsequent auf alle Regeln geschissen und eine Menge Einflüsse akustisch durchaus ansprechend zusammengenagelt – Habt ihr mit dem Namenswechsel auch das alte Ich abgelegt und wolltet euch neu erfinden?

PY: Wir erfinden uns nicht neu, wir gehen Wege. Und der Wechsel der Musik hat wohl damit zu tun, dass es nicht gerade einfache Zeiten für uns waren. Und wir diese Gegebenheit auch in die Musik einfließen lassen. Aber was jetzt schon feststeht: Dass wir uns immer weiter entwickeln wollen und uns nicht festlegen werden. Wo SIC ZONE draufsteht ist auch SIC ZONE drin.

 

UG: Was war die skurrilste Geschichte während dem Recording oder ging alles glatt über die Bühne?

PY: Wir haben einen kompletten Studio-Tag damit verbracht, Super-Nintendo zu spielen (Parodius) anstatt aufzunehmen. Da sind wir total abgedriftet – vielleicht lag's an den 200 Litern Coke Zero, die wir in uns reingeschüttet hatten. Zuviel Koffein und Aspartam ergeben eine fiese Mischung! Inzwischen haben wir daraus gelernt und spielen stattdessen Nintendo Wii (haha, Scherz).Es gibt noch eine Sache, die etwas heavy war: Bei dem Track „The Day You're Gonna Die“ ist mir am Ende des Songs so schlecht geworden, dass mir schwarz vor Augen war und danach bin ich erst mal kotzen gegangen.

 

UG: Dann dürftet ihr im UG-HQ niemals eine Platte aufnehmen, bei dem Retrokonsolen Angebot *lacht*. Wenn eure Scheibe Ende Oktober direkt an Halloween rauskommt, feiert ihr praktisch euren „Zweiten Erstrelease“ - geht’s dann auch auf Tour?

PY: Wir sind gerne und viel unterwegs, konzentrieren uns derzeit aber noch auf die Wochenenden und es stehen bis Jahresende noch einige Termine an. Eine zusammenhängende Tour wird wohl erst nächstes Jahr kommen. Weitere Partner in Sachen Booking sind durchaus erwünscht. Wir wollen überall auf der Welt spielen und tun unser möglichstes, um das zu erreichen. Und wir freuen uns, jedes Konzert wie ein Fest der Nächstenliebe zu feiern.

 

UG: Zum neuen Album wurde auch ein offizielles Video zum Track „Coma“ spendiert – Was ist die Message von dem doch etwas extravaganten Film?

PY: „Extravagant“ *grinst*, dazu muss ich näher auf den Song eingehen. Kennst du das Gefühl bzw. den Moment in dem du denkst: „Wenn ich jetzt sterben würde, wäre mir das auch egal“. Zum Video: Es ist der Weg zum Tod. Der Fakt, dass die Bandmitglieder am Ende alle rot sind, ist der Moment, an dem wir unser sterbliches Dasein überwunden haben. Aber ich kann nur jedem empfehlen, seine eigenen „Film“ zu fahren, worum es in dem Video geht.

 

UG: Das Gefühl kenn ich nur zu gut, nicht unangenehm! Aber sag an, wie passt die Dr. Music Promotion ins Konzept bzw. wie seid ihr unter die Haube gekommen?

PY: Ganz einfach: Saufen *grinst* - nee mal im Ernst: Dr. Music Promotion machen großartige Arbeit und sie sind sehr engagiert, generell was Musik angeht. Sie teilen unsere Leidenschaft und sind genauso „gestört“ (positiv) wie wir, was Musik angeht. Wir fühlen uns wohl im Hause Dr. Music Promotion.

 

UG: Und hier unser Klassiker – Stellt euch vor, ihr könntet euch selbst am Gründungstag von A-Rise in der Vergangenheit besuchen – Was würdet ihr euch für die „Zukunft“ mit auf den Weg geben?

PY: Wir würden sagen: Jungs, ihr habt die richtige Einstellung - nur passt auf, es gibt ganz ganz viele verlogene Leute, die euch nur verarschen wollen. An dieser Stelle noch ein herzliches „F%&k You“ an alle diese verlogenen Doppelmoralisten.

 

UG: Danke für das Gespräch, vielleicht rennt man sich ja demnächst bei einem eurer Gigs über den Weg!

PY: Ich hoffe es doch. Dann kannst du mal versuchen, mit unserem Bassisten Chico mitzuhalten, was das Thema Party angeht… *grinst*


Das Interview führten Grave von Undergrounded und PY (Sänger) von Sic Zone.

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