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Interview - Inphinity 2012

Kurz vor der Inphinity 2012 lässt es sich undergrounded.de nicht nehmen, die Gründer und Organisatoren des Events im UG-Quickcheck mit Fragen zu bombardieren!

UG: Als ehemaliger der Hochschule Pforzheim und eingefleischter Metalfan erinnere ich mich mit Grauen an die wirklich bescheidenen
Studentparties mit seichter Musikuntermalung und schlimmen Mottos. Wie seid ihr auf die Idee gekommen einen Metalfloor auf
euren Parties anzubieten?

Inphinity: Das hatte zwei recht einfache Gründe: Einerseits hatten wir gute Beziehungen zur Fachschaft Physik in Stuttgart und unter den Physikern waren seit jeher sehr viele Metal-Fans anzutreffen. Ansonsten war es das übliche Bedürfnis, bei einer neuen Party das Eine oder Andere einfach besser machen zu wollen. Fast alle Parties damals boten zwei Floors und unser Eindruck war, dass meistens "am Bedarf vorbei" auf dem Floor House, Techno oder ähnliche Sparten geboten wurden. Den Gedanken hier also etwas völlig anderes anzubieten fanden wir reizvoll. Also sprach alles dafür einen Metal-Floor auf die Party zu bringen. Die Idee Livebands zu haben, bestand von Anfang an, was wir aus finanziellen und organisatorischen Gründen allerdings im ersten Jahr noch nicht umsetzen konnten.

UG: Wie war bisher die Resonanz der Besucher, vor allem der Studentischen?

Inphinity: Die bisherige Resonanz ist im Gros immer als Genial beschreibbar. Natürlich hat man immer wieder Kritiken, aber wir versuchen aus
diesen Kritiken zu lernen und somit auch die Party immer weiter zu verbessern. Wir haben viele Stammgäste, sowohl Studenten und Angestellte der Uni, als auch Personen aus der Metal-Szene und sogar Professoren, die sich jedes Jahr wieder zeigen, nur um bei uns Spaß zu haben.

UG: Gibt es einen speziellen Grund. dass ihr den Event „Inphinity“ genannt habt?

Inphinity: Ja, natürlich *grinst* Das war in der Anfangsphase ein heiß diskutiertes Thema, fast das Wichtigste. Wir wollten natürlich unbedingt
was Griffiges, was irgendwie die beiden Fachschaften auch zur Geltung bringt und cool klingt. In Inphinity ist sowohl einfach das Wort "Infinity" drin als auch ein wenig verklausuliert die Abkürzung "Inf" für Informatik und "Ph(i)" für die Physik.

UG: Ihr habt ja auch einen gemischten Floor mit diversen „Musik“-Stilen, habt ihr schon mal einen krassen Schnitt eures Publikums
erlebt bzw. bleiben die jeweiligen Fans auf der Party unter sich?

Inphinity: Man kann zwar beobachten, das es auf dem Metal-Floor eher Schwarz zugeht und auf dem Mainstream-Floor eher das Bunte treiben
unterwegs ist, allerdings stimmt sich der Mainstream-DJ bisher immer darauf ein, dass unsere Party eben Rockiger ist, als die Anderen
und somit kommt es nicht zu dieser krassen Trennung, wie sie die meisten erwarten würden. Wir hatten auch bisher keine Probleme,
das sich die Besucher der Floors untereinander nicht vertragen hätten.

UG: Ihr veranstaltet bisher in regelmäßigen Abständen jeweils "nur" eine Party pro Jahr. Ist der Planungsaufwand so groß oder woran
hapert es?

Inphinity: Zum einen ist der Aufwand sehr hoch, wobei das eher die Bearbeitungszeiten der Anträge betrifft. Zum anderen muss man Sponsoren und Helfer finden, was auf Grund der anderen Uni-Parties nicht immer leicht ist. Daher macht jede Fachschaft auf dem Campus nur eine Party im Jahr. So hat man jeden Monat eine andere Party und das Angebot wird auch nicht langweilig.

UG: Euer bisheriges Line-Up kann sich sehen lassen, King Chrome, the Past Alive, Hatchery und andere Bands haben sich bereits die
Ehre gegeben und diesmal stehen Dayrot, Bloodforge und Crimson Death bereit ihr Repertoire um die Ohren der geneigten Zuhörer zu
prügeln. Wie rekrutiert ihr Bands für euren Event?

Inphinity: Bands können sich entweder bei uns zwischen dem Samstag nach der Party und Ende Oktober persönlich bewerben. Meist vertrauen wir dabei auf Mund-zu-Mund Propaganda, bzw auf unsere Homepage. In den letzten Jahren waren wir aber trotzdem aktiver geworden und
haben Newcomer Bands, die uns oder dem Publikum besonders gefielen auf ihren Auftritten direkt angesprochen, ob sie sich bei uns
bewerben wollen.

UG: Undergroundet steht für den Support von Underground Metal Bands, gebt ihr auch Newcomern eine Chance bei euren Parties?

Inphinity: Wir geben Newcomern gerne eine Chance. Es muss sich bei ihrer Musik nur um was anhören *lacht* und ihre Bewerbung darf nicht einfach eine lustlos dahergeschriebene Mail mit 3 Zeilen sein. Wer sich also etwas bemüht, wird bei uns auch berücksichtigt. Und wenn die Band im ersten Jahr gut ankam, freuen wir uns immer sie im zweiten Jahr als Headliner zu begrüßen. So wie es bei Crimson Death 2012 der
Fall ist.

UG: Und habt ihr schon Favoriten für eure nächste Party?

Inphinity: Da die Bewerbungsfrist noch nicht begonnen hat, haben wir noch keine Bewerbungen für 2013. Somit können wir uns dazu leider nicht äußern.

UG: Von wem wird die Party unterstützt bzw. was waren eurer Meinung nach die größten Hürden die es bei der ersten Party und
allgemein in der Planung zu überwinden gibt?

Inphinity: Als erstes muss man nebst Terminfindung und den ganzen Genehmigungen natürlich an die Kosten denken und sich Sponsoren suchen. Je besser die Party von Sponsoren gedeckt ist, desto einfacher können wir die Party mit studentenfreundlichen Preisen gestalten. Schließlich geht es bei uns nicht darum eine Reibach zu machen, sondern eben Spaß zu haben und anderen diesen Spaß günstig zu ermöglichen. Neben den Kosten war die größte Hürde, dass die meisten Studenten weder den Physikern noch von der Informatiker eine richtig gute Party zutrauten. Daher musste die erste Party ein Erfolg werden.

Dazu haben wir viele Details verwirklicht, die die Inphinity von anderen Partys unterscheidet. Viele Metal-Fans mögen z.B. Schwarzbier. Die
Brauerei hat uns für verrückt erklärt, dass wir eine ganze Palette bestellt haben. Uns wurden sogar schriftlich eine Alternative empfohlen. Aber
das Schwarzbier ging weg! Auch Whiskey - und zwar richtig guter - gibt es an unserer Bar. Und wir haben immer Wert darauf gelegt, eine Party von Studenten für Studenten zu sein, was sich z.B. in den Preisen niederschlägt.

Eine Hürde war auch das erste Plakat. Hier wurde stundenlang gefeilscht, wie deutlich auf den Metal-Floor hingewiesen wird. Dieser sollte also
besonders hervorgehoben werden, ohne die Nicht-Metaller zu vergraulen. Mit unserem Maskottchen dem Tinman ist uns das soweit auch gelungen. Und dann musste auch erstmal ein geeignetes Team auf die Beine gestellt werden. Man braucht Leute mit Erfahrung im Bereich Veranstaltungstechnik und Organisation die dann auch gleichzeitig noch Lust und vor allem natürlich Zeit haben, das neben dem Studium anzugehen. Ach ja, und wahrscheinlich waren Vorbehalte unserer potenziellen Gäste gegenüber den Studenten der Informatik und Physik anfangs sicherlich ein Thema, schließlich sind ja andere Fächer viel hipper *lacht*. Wir haben da viel Aufwand und Mühe in die Promotion gesteckt um dem entgegenzuwirken und wie man heute sieht, hat es wohl geklappt.

UG: Und wo soll es mit euch hingehen?

Inphinity: Hoffentlich weiter, wie bisher. Ist zwar jedes Jahr unterschiedlich viel Aufwand, aber wir sind zuversichtlich, dass es weitergehen kann. In den letzten Jahren ist auch immer mehr der Spruch aufgekommen: "To Inphinity and Beyond!"

UG: Vielen Dank für das Interview, wir sehen uns am Freitag auf der Inphinity!

Das Interview führten Grave von Undergrounded und Andreas Schilling, Svenja Apfelbach, Thomas Laun und Jörg Plödereder, Gründer und Organisatoren der Inphinity-Events

Gelesen 2740 mal Letzte Änderung am Mittwoch, 29 August 2012 13:42

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