Mittwoch, 31 Juli 2013 10:50

Church Of Misery - Thy Kingdom Scum

geschrieben von Ghostwriter
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Indischer Thrash am Ragnarock, Syrischer Metal bei unseren Bands, Japanischer Doom - Es gibt kaum etwas was es nicht gibt! Church Of Misery sind nur ein weiterer Exportschlager der beweist, dass der Metal im Allgemeinen alle Grenzen eingerissen hat. Das inzwischen vierte Album der Jungs „Thy Kingdom Scum“ aus dem Land der aufgehenden Sonne ist nichts anderes als 52 Minuten harter Wahnsinn.

Die Songs sind in bester Doom-Manier durchweg sehr schwer, mit wenig Riff-Variation, dumpf-dröhnenden Bass und harten langsamen Drumbeats. Wie bei Church Of Misery oft üblich, thematisieren die Songs Massenmörder und fast jeder Song wurde einem gewidmet. Was den Japanern an dieser Thematik so liegt, kann nur vermutet werden, aber Death-Doom-Rock ist definitiv die beste Spielwiese für Lyrics dieser Art (die leider doch etwas zu kurz kommen. Hauptsächlich wurde für die Songs Sprach-Samples genutzt, wie z.B. beim Intro zu „Cranley Gardens“. Oder im ersten Song „B.T.K“, der direkt zu Anfang mein persönlicher Favorit ist. Nach einem langsamen Start aus hämmernden Drums und Bass sowie psychodelischen Rock Einlagen und einem Sprachsampel (Gesprächsfetzen von Dennis Rader???) geht der Song in hartes und schweres Riffing über, das sich knappe 5 Minuten dahinprügelt.


Hier wird wenig Abwechslung gefahren, was fast schon sehr viel mehr an Stoner-Rock erinnert wenn es nicht so hart wäre. Eigene gesangliche Einlagen kann man bei „All Hallow's Eve“ bewundern, in dem Hideki Fukasawa seine engelsgleiche Dreckrauchstimme zum Besten gibt. Hiervon hätte ich auf dem Album tatsächlich ein bisschen mehr brauchen können. Wirklich heraus schlägt noch der Song „One Blind Mice“, welcher ein Cover der früh aufgelösten aber dennoch elitären Rock-Band „Quatermass“ darstellt. Hier wird eines der raren Gitarrensoli präsentiert, das aber vom Können von „Ikuma Kawabe“ zeugt. Auch hiervon hätte man sich mehr gewünscht!


Mein Fazit: Ordentliche und für düstere bier-(und Pott?) seelige Abende ausgezeichnet geeignete Doom Platte. Wer sich bei einer Stoner-Doom Scheibe zu sehr über Eintönigkeit beschwert, soll doch bitte Prog hören.

 


Tracklist:

1.B.T.K.

2.Lambs to the Slaughter

3.Brother Bishop

4.Cranley Gardens

5.One Blind Mice

6.All Hallow's Eve

7.Dusseldorf Monster


Bewertung:

8 von 10 Punkten

Weitere Informationen

  • Band: Church Of Misery
  • Album Titel: Thy Kingdom Scum
  • Erscheinungsdatum: 31.05.2013
  • Fazit: Ordentliche und für düstere bier-(und Pott?) seelige Abende ausgezeichnet geeignete Doom Platte. Wer sich bei einer Stoner-Doom Scheibe zu sehr über Eintönigkeit beschwert, soll doch bitte Prog hören.
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