Montag, 06 März 2017 11:46

03.03.2017 - Helvete Oberhausen + DOOL + Ggu:ll

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DOOL DOOL Helvete

Am 03.03.17 konnte man in Oberhausen auf den letzten Spuren von THE DEVIL'S BLOOD wandeln: DOOL und GGU:LL spielten im Helvete.

Auch wenn wir uns im Ruhrpott befanden, hatte es nicht Wenige des Zielpublikums in den Norden zum Hell over Hammaburg gezogen, so dass es um 19.45 Uhr, 15min vor dem offiziellen Beginn von GGU:LL, recht leer im Helvete war.

Um 20:15 Uhr begannen die Niederländer dann, den Konzertraum im Keller des Clubs mit ihrem „Hypnotic Drone Doom“ zu befüllen. „Befüllen“ im wahrsten Sinne des Wortes, denn mit „Hoon“, das auch ihr Album „Dwaling“ eröffnet, waberten die schleppenden Klänge schwer durch den in grünes Licht getauchten Raum. Am Anfang war der Sound nicht ganz optimal, doch bei den folgenden „Dwaling (Gehirn und Abgrund)“ und „Het smerige kleed van de ziel“ wurde das nötige Dröhnen erreicht. Live zwar ohne Farida Lemouchi, doch die Nummer donnerte gewaltig aus den Boxen! Ein Blick über die Schulter zeigte, dass sich mittlerweile recht viele Leute zur Band eingefunden hatten und in entrücktes Kopfnicken verfallen waren. „Het masker vande wereldt afgetrocken“ und „March 28 1941, drowning“ brachten den Auftritt zum Abschluss. „Drowning“ war bei GGU:LL Programm: Sie lieferten eine überzeugende Doom-Dampfwalze, die in Kombination mit grünem Licht wahrlich hypnotisch wirkte. Man fühlte sich an AHAB und YEAR OF NO LIGHT erinnert, dazu sehr guter Sound – was will der Doom-Liebhaber mehr!

Ebenfalls mit etwas Verspätung betraten dann DOOL die Bühne. Da sich unter den Musikern Mitglieder anderer niederländischer Instanzen (GOLD und THE DEVIL’S BLOOD) befinden und die Band seit ihrem Auftritt auf dem Roadburn 2016 als Geheimtipp gilt, war man sehr gespannt auf den Auftritt im Helvete und die Erwartungen entsprechend hoch. Und schon nach wenigen Minuten zeigte sich deutlich, dass DOOL diesen Erwartungen absolut gerecht werden konnten: Bei umwerfend gutem Sound rockten sie, was das Zeug hielt! Sie gaben ihr gesamtes Album „Here now, there then“ zum Besten und zwar mit einer solchen Power, wie man sie selten erlebt. Vor allem Sängerin Ryanne gab alles! „Golden Serpents“, „Oweynagat“ und „She Goat“ verbreiteten eine derart energetische Stimmung, dass es eine Freude war, sich diese Band anzuschauen. Aber auch doomig angehauchte Nummern wie „The Alpha“ oder „Vantablack“ kamen super rüber. Das Publikum war von Beginn an total angetan und brachte seine Begeisterung mit viel Applaus zum Ausdruck. Still stehen konnte hier sowieso niemand! Auch wenn die geforderte Zugabe ausblieb, konnte man mit diesem Gig mehr als zufrieden sein: musikalisch und soundtechnisch einwandfrei, großartige Stimmung inklusive. „Großartig“ ist dann auch das Adjektiv, das als Fazit passt.

Aber nicht nur zu DOOL, sondern zum Konzertabend insgesamt: Wer es nicht nach Hamburg geschafft hatte, hat hier würdiges Alternativprogramm geliefert bekommen. Soundtechnisch sicherlich als einer der besten Abende ever im Helvete zu verzeichnen und für den ein oder anderen Besucher vermutlich auch generell – obwohl Doom eigentlich keine Spaß-Musik ist und es an diesem Abend viel davon gab, hat es einfach nur Spaß gemacht!

Weitere Informationen

  • Band(s): DOOL, Ggu:ll
  • Wann: 03.03.2017
  • Wo: Helvete Oberhausen
Gelesen 676 mal Letzte Änderung am Montag, 06 März 2017 11:57

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