Mittwoch, 16 März 2016 17:02

12.03.2016 Unholy Force of Darkness -Iron Eagle, Lugau + Drudensang + Schrat + Krater

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Schon lange steht das Iron Eagle in Lugau für großartige Untergrundkonzerte, ist bundesweit bekannt für seine familiäre Atmosphäre und die gut gelaunte Crew. Nun kam ich auch in den Genuss, ein Konzert im Erzgebirge zu besuchen und meine Erwartungen wurden übertroffen. Die freundlichen und offenen Sachsen haben einem das Gefühl gegeben, dass sie viel Herzblut in ihren Club stecken. Auch den Tonmann muss ich vorab lobend erwähnen. Astreiner Sound vor Ort.

Gegen 21:30 betraten Drudensang die Bühne. Laut eigner Aussage, war dies ihr zweites Liveritual. Ich kannte die Gruppe vorher kaum, daher wusste ich nicht genau, was mich nun erwarten würde. Weihrauch lag in der Luft und die Nebelmaschine arbeitete direkt auf Hochtouren. Sie legten los mit ihrem Song Parasit und das Eis war gebrochen. Keifender, böser und hasserfüllter Black Metal. Melodiöses Riffing, und trotzdem brutal. Für mich die Überraschung des Abends. Selbst die Keys beim Song Fäulnis waren gut eingesetzt und nicht zu dominant. Das Publikum feierte die Jungs begeistert und wurde dafür vom Sänger Aske mit Blut gesegnet.


Schrat im Anschluss mussten nicht viel umbauen, da sich an der Besetzung nicht viel änderte. Aske übernahm nun den Bass und Nastrond wechselte vom Schlagzeug ans Mikro. Mittlerweile war der ganze Raum in Nebel gehüllt und die Bühne wurde mit Grablichtern ausgestattet. Schon der erste Song Knochenkult verpasste mir eine totale Breitseite. Brachial und fies keifte Nastrond die deutschen Texte in sein Publikum. Der Name Schrat passt wie die Faust aufs Auge zu Performance und Musik. Die Gruppe aus Bayern wirkt wie ein raubeiniger Haufen Trolle, die sich in einen Blutrausch spielen. Die Songs von der EP Artefakt haben es in sich, und begeisterte die Zuhörerschaft vor Ort. So muss deutscher Black Metal einfach sein.


Nun folgte die Releaseshow des Headliners. Krater präsentierten ihren neuen Langspieler Urere zum ersten mal auf der Bühne und man merkte gleich, dass sie eine harte Fanbase in Sachsen haben. Nach kurzem Linecheck ging es auch direkt los. Krater boten harten Black Metal, interessantes Riffing und kompromisslosen Hass. Danke nochmal an den Tonmann, denn auch bei Krater hörte man jedes kleinste Detail. Die Band wurde hart vom Publikum abgefeiert, und bereitet dem Abend einen würdigen Abschluss.


Fazit: Ein perfekter Konzertabend. Alle 3 Bands passten perfekt ins Programm, und die Iron Eagle Crew sind großartige Gastgeber. Gerne wieder.

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Gelesen 1558 mal Letzte Änderung am Mittwoch, 16 März 2016 19:59
Ares

Gegen die Szene, für die Musik


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