Montag, 12 Juni 2017 00:35

25.05 - 27.05.2017 Dark Troll Festival 8 - Bornstedt, Schweinsburg + The Commitee + Absu + Enisum + Nargaroth + Manegarm +++

geschrieben von
Artikel bewerten
(5 Stimmen)
Dark Troll Festival 2017 Dark Troll Festival 2017

Das schönste Festival der Welt fand dieses Jahr zum achten Mal auf der Schweinsburg in Bornstedt statt. Zwischen dem 25. Und 27.Mai konnte man sich erneut überzeugen, dass nicht nur die einzigartige Location, sondern auch die jedes Jahr handverlesenen Bands des Dark Troll zu diesem Titel berechtigen. Zudem war das Festival so schnell wie noch nie ausverkauft, was schon vorab ein Heidenspektakel versprach.

Friedlich (noch) schien das kleine Dorf Bornstedt zu sein, als am Donnerstagmittag schon die ersten Besucher den Weg zur Schweinsburg suchten. Erstaunt schienen die Ordner, als ich erwähnte das erste Mal hier zu sein denn die meisten Besucher sind Stammgäste, die auch oft schon am Mittwoch ihr Zelt aufschlugen um sich einzustimmen. Frohen Mutes ging es weiter Richtung Zeltplatz A, einem Sportplatz oberhalb der Burg, der bereits jetzt gut gefüllt war. Glücklicherweise gab es dieses Jahr erstmalig einen Zeltplatz B, der die Campingsituation auf dem ehemals einzigen Platz etwas entspannte. Nach kurzem Ausladen am Campingplatz wurde man dann auch schon gebeten, das Auto wieder wegzufahren – entweder auf eigenes Risiko im Wald oder im Ort (mit einem längeren Rückweg zum Festival). Ich entschied mich, wie die Meisten, für das Parken im Wald um keine Zeit zu verlieren.

Tag 1:

Nachdem man sich auf dem Zeltplatz mit den Nachbarn bekannt gemacht hat und sein Zelt aufgebaut hatte, ging es kurz vor 16 Uhr in den Innenhof der Burg um der ersten Band lauschen zu können. Diese war WALDTRÄNE, ein Duo aus dem Harz, welche ihr akustisches Liedgut mit heidnischen Texten dem Publikum darbot. Wie auch letztes Jahr eröffneten sie das Festival vor einem gut gefüllten Burginnenhof, was nicht selbstverständlich für einen Opening Act ist. Ein guter, ruhigerer Einstieg in das Festival, mit einigen Liedern die zum Mitsingen animierten.

k-01 Waldträne 04

Etwas härtere Töne schlugen dann RAVENTALE ein. Die ukrainische Black Metal Formation setzte mehr auf ihre atmosphärischen Stärken als auf ausgefallene Riffs, was im Gesamtbild aber gut funktionierte. Noch nie von dieser Band gehört zu haben beschämte mich dann doch ein wenig, beeindruckte mich doch deren Black Metal mit abwechslungsreichen Songstrukturen und spannungsreichen Aufbau. Die langsameren Stücke verloren leider durch die noch eher mäßige Abmischung etwas an Kraft, was aber diesen Auftritt für mich dennoch zu einem frühen Highlight machte.

Die erste große Überraschung zeigte sich dann bei COUNTLESS SKIES. Oft hat man schon gehört, dass die Briten mit ihrem Melodic Death Metal als Geheimtipp gelten – nach diesem Auftritt muss man sagen: Zurecht! Auch wenn ihre Musik eher weniger in das sonst durch Black und Pagan geprägte Billing passte, fanden sich schnell genügend zum Headbangen geneigte Menschen vor der Bühne. Diese wahnsinnig kraftvolle, teils atmosphärische Auslegung des Death Metals überraschte mich vollends. Vor allem Song „Solace“ fesselte mich mit seinen Cleanparts komplett, während mich „Incendium“ wieder herrausriss mit Kraft und unbändiger Power bei den Riffs. Eine gewisse Ähnlichkeit zu finnischen Ablegern lässt sich nicht leugnen, was sich wohl noch verstärkt auf mein Wohlgefallen ausgewirkt hat.

Wenn beim Soundcheck schon ein „One, Two, Check, Arrrgghh“ zu hören ist, kann nur von LAGERSTEIN die Rede sein und ihrer Vorbereitung auf einen weiteren epischen Auftritt. Diese australische respektive neuseeländische Piraten Metal Band, wenn man es so nennen darf, ist schon berüchtigt für Stimmung bei Ihren Auftritten. Sei es eine „Wall of Death“ , ein Circle Pit der vom Sänger/Captain „Gregarrr“ selbst angeführt wird oder eine kleine Akustiksession mitten im Publikum - diese Band bindet wie kaum eine andere das Publikum ein. Und wie es sich gehört, wurde am Ende bei „Drink 'Til We Die“ vom Gitarristen Rum-Cola aus dem Schuh getrunken. Mit Sicherheit ganz groß was den Unterhaltungsfaktor betrifft und erneut ein guter Act für das Dark Troll!

Als langsam die Dunkelheit hereinbricht und der Turm über der Bühne der Schweinsburg rot-blau beleuchtet wird, bereiteten sich EIS auf ihren Auftritt vor. Zugegeben, einer meiner favorisierten Künstler auf diesem Open Air, welche mich erwartungsgemäß nicht enttäuschten. „Galeere“ als Opener funktionierte schon immer und stimmte gut in das hauptsächlich vom „Bannstein“ Album geprägten Set ein. Als letztes Lied widmet Sänger und Bassist Alboîn „Mann aus Stein“ einer Frau namens Katharina – Emotion pur. Sicherlich mögen die Meinungen über Eis gespalten sein, dennoch hat dieser Auftritt für mich wieder einmal bestätigt, dass die Westfalen die Atmosphäre ihres ganz eigenen Black Metal fantastisch darstellen können.

k-Atmosphäre  DSC4079

Nun folgten WOLFHEART, die neuste finnische Formation um Tuomas Saukkonen, der ja schon von seinen Projekten „Before the Dawn“ und „Swallow The Sun“ Bekanntheit erlangt hat. Brecher wie „Boneyard“ und „World on Fire“ ließen die Crowd ihre Köpfe schütteln und feiern, so wie es diese Musik fast schon verlangt. Wunderbar melodischer Death Metal bzw Winter Metal, wenn man die genaue Defintion der Band bevorzugt, funktionierte aufgrund der hereingebrochenen Nacht wunderbar und fügte sich gut in das Set ein. Als der letzte Song „Aeon of Cold“ verstummte, ging damit auch die zweite Death Metal Band des Line-Ups und machte Platz für den Headliner des ersten Abends.

THE COMMITEE, eine Black Metal Band deren Mitglieder multinationale Wurzeln haben, bekamen den Headliner Slot des ersten Abends. Damit verbunden auch eine massive zeitliche Verzögerung und leider weniger Spielzeit. Davon unbeeindruckt lieferte die Band eine mehr wie nur überzeugende Performance im gewohnt schwarz vermummten sowjetischen Militärstil. Jeder der Musiker beherschte sein Instrument meisterhaft und die dezent gehaltene blaue Beleuchtung der Bühne half der Atmosphäre ungemein. Auch der Sound vor der Bühne passte so gut wie nie am ersten Tag und bescherte einen erfreulichen Abschluss. Auch wenn der ein oder andere Lieblingssong aus Zeitgründen nicht gespielt werden konnte, machte dies „Dead Diplomacy – Weapons Of War“ sowie andere Songs des neuen Albums „Memorandum Occultus“ mehr als wett. 

k-05 The Comittee 105

k-05 The Comittee 132



 























 

Tag 2:

Der zweite Festivaltag begann etwas ungemütlich, da es wohl unklug war direkt neben der Feuerstelle am Sportplatz zu campen, wo sich praktisch durchgängig Leute lautstark unterhielten und es unmöglich machte, sich zu Erholen. Nach einem Eibrötchen, welches direkt am Sportheim erworben werden konnte, und etwas Kaffee startete der Tag sonnig und um 14 Uhr zur ersten Band FERNDAL.

Wenn man EIS verfolgt, kann man durchaus auch FERNDAL kennen, spielt doch „Alboin“ hier Schlagzeug und „Albarus“  Gitarre. Da sich die Band praktisch im Jahr zuvor auf dem Dark Troll gegründet hat, ist der Auftritt als erste große Premiere zu werten. Der Platz vor der Bühne war schon voll als „Lestaya“ auf dem Cello ihre „Ouverture“ zur Einleitung spielte. Mit „In die Freiheit“ wachte das Publikum langsam auf, auch wenn der Sound noch nicht ganz optimal war und dem Auftritt etwas Wirkung nahm. Das Cello harmonierte wunderbar mit den anderen Instrumenten und es war ein Genuss und ein Paradebeispiel dafür, dass klassische Musikinstrumente wunderbar mit Gitarren harmonieren können.

k-06 Ferndal  DSC4405

Nach der Umbaupause duften die Berliner von VARGRIMM die Bühne betreten. Diese Musik mag durchaus dem ein oder anderen mehr zusagen wie mir - diese Mischung aus Klargesang und Growling in dieser Konstellation ist durchaus akzeptabel und schien gelungen, erreichte mich jedoch anfangs nicht. Nach ein paar Songs Eingewöhnung fand ich dennoch Gefallen daran und hatte meinen Spaß. Technisch gut gespielt und gut abgemischt - den Massen vor der Bühne gefiel es.

JÖRMUNGAND hingegen war dann wieder eine freudige Überraschung von Anfang an. Ich hätte wirklich nicht gedacht, dass mich diese Pagan Metal Band aus NRW so begeistern könnte. Leider war das Keyboard wenig zu hören, was aber gerade ein den besonderen Flair ihres Auftritts ausmachte. Besonderes Highlight war der Auftritt des Sängers von Fyrnreich, der sich während des Gigs die Ehre gab.

Mit BALFOR gab dass es dann wieder guten Black Metal aus der Ukraine. Mit Corpsepaint, einer gewaltigen Brise osteuropäischer Spielmannskunst und natürlich etwas Rauch auf der Bühne überzeugte die Band auf ganzer Linie. Erstaunlich melodisch und dennoch bodenständig, mit teils auch wieder zu leisen Vocals überzeugte mich die Band von der ersten Minute an. Nicht nur die Band schien etwas verwirrt, als es dann schon nach gut dreißig Minuten hieß, der Auftritt sei bereits vorbei. Dies war wohl unter anderem der bereits entstandenen Zeitverzögerung geschuldet.

THORONDIR, eine bekannte bayrische Pagan Metal Band, sollte nun den nächsten Slot bespielen. Auch diese Band kannte ich bisher nicht persönlich, was den Auftritt umso interessanter machte. Zunächst klang die Band etwas wie Equilibrium zu ihren frühen Zeiten, doch von diesem Eindruck kam ich recht schnell weg. Mit der Zeit erfreute mich die Musik trotz des erneut eher mäßigen Klangs und die Premiere des neuen Tracks „Dunkle Zeichen“ machte definitiv Lust auf mehr.

Die Sonne forderte dann doch ihren Tribut und ich musste mich nach diesem Auftritt zurückziehen um kurz im Schatten die Burg zu erkunden und etwas Nahrhaftes zu jagen. HATE konnte es sicherlich verzeihen, nachdem ich schon 3 Auftritte im letzten Jahr gesehen hatte. Stattdessen schaute ich beim Merch Stand vorbei und genoss anschließend bei einem Knoblauchbrot die herrliche Aussicht der Burg. Das ist auch einer der Gründe wieso dieses Festival für mich wirklich eines der Schönsten der Republik ist. Kein einfacher Acker auf dem man sein Zelt aufschlägt und höchstens ein bisschen Wald in der Umgebung hat – hier bietet sich eine tolle Umgebung inkl. Aussicht, in der man sich wohlfühlt, auch abseits der Musik. Nachdem ich mich nun am Waldrand genug erholt hatte, ging es innerhalb der Burg weiter mit der nächsten Band.

k-Atmosphäre  DSC4075

WOLFCHANT füllten den Burginnenhof wie keine Band des Festivals zuvor. Mit eingängigen Songs wie „Element“ bot sich viel Material zum laut Mitgröhlen, was von der Crowd auch fleißig genutzt wurde. Die Harmonie zwischen den beiden Sängern Lokhi und Nortwin passte erstaunlich gut und schien auch nicht verwaschen. Auch wenn man keinen Song der Band kannte, durch die Stimmung vor Ort konnte man sofort mitsingen und fühlte sich wohl. Nach meiner Erholungspause ein wirklich gelungener Auftritt.  

Schon sehnsüchtig erwartet sollte nun NARGAROTH die Bühne betreten. Nach einem ausgiebigen Soundcheck und eindrucksvollen, brennenden Kreuzen als Bühnendeko folgte eine gewohnt kompromisslose Show. Black Metal ohne Schnickschnack mit absolut beeindruckender und erbarmungsloser Performance und Songs quer durch die Diskographie. „Seven Tears Are Flowing To The River“ widmete Ash der Antifa, die dafür sorgte dass sie eine Show in Lübeck absagen mussten. Entweder man liebt Nargaroth so wie sie sind oder man hasst sie. Ash’s Auftritt war dominant und absolut einprägsam mit seinem ganz besonderen „Charme“. Diese Show war ein imponierender Eindruck wie gut die Band klingen kann bei guter Akustik und musikalischer Höchstleistung. Dass man schon lang über „Black Metal ist Krieg“ hinaus gewachsen und aus der Szene nicht mehr weg zu denken ist, beweist auch das neue Album „Era Of Threnody“ mit dem Nargaroth die aktuelle Tour bestreitet.

k-11 Nargaroth  DSC5055

Nach Nargaroth’s  Auftritt waren leider nicht mehr viel Zuschauer anwesend um sich ABSU anzusehen. Vermutlich lag es an der mittlerweile signifikanten zeitlichen Verspätung der Show die mittlerweile eine gute dreiviertel Stunde betrug. Nichtsdestotrotz fanden sich ein paar Liebhaber der Musik, die die als speziell zu bezeichnenden Klänge dennoch genießen wollten. Sei es das mit Dudelsack gespielten „Tara“ oder die für manche seltsam wirkenden Tanzbewegungen von Proscriptor McGovern – diese Musik war ungewöhnlich und machte durchaus Spaß. Auch hier rächten sich die Verzögerungen, denn nach gut dreißig Minuten war auch hier Feierabend.

Tag 3:

Der dritte und letzte Festivaltag begann noch sonniger und wärmer wie der letzte, leider auch mit genauso viel Schlaf. Auch hier half nur Kaffee um zur ersten Band VIKE TARE fit zu sein. Und anscheinend war ich nicht der einzige der trotz der anstrengenden Tage um vierzehn Uhr schon voller Elan der Band entgegen fieberte. Nach langer Bühnenabstinenz wusste die Band mit ihren Pagan Metal immer noch oder besser „umso mehr“ zu überzeugen. Besonders hervorzuheben war der an eine Ballade von Detlev von Liliencron angelehnte Track „Rather Dead than Slave“ sowie der (leider) letzte Song des Auftritts „Trutz, Blanker Hans“.

Die „Pagan-Stimmung“ konnten KNAAT wunderbar wiederaufnehmen und direkt fortsetzen. Trotz der stärker werdenden Nachmittagssonne fanden sich wieder genug Feierwütige vor der Bühne, um die Musik gebührend zu zelebrieren. Auch hier kam wieder ein Keyboard zum Einsatz, welches dieses mal auch besser zur Geltung kam, als beispielsweise noch bei JÖRMUNGAND.

WALDSCHRAT zeigten schon bei der Soundprobe dass es nun erstmal vorbei sein würde mit „Pagan“. Hohe Screams, Corpsepaint und eine gelungene Mischung aus Black und Neo Folk zeichneten diese Band aus und setzten einen frischen Akzent auf die Bühne. Auf CD konnte mich die Band teils schon wirklich gut fesseln, als aber live „Metropolis“ dargeboten wurde, war ich wirklich überzeugt -auch nicht zuletzt dank des erneut gut abgemischten Sound. Horda von WALDTRAENE unterstützte „Als das Leid das Land heimsuchte“, was für mich ein Highlight darstellte. Dieses Band bereichert wirklich jedes Festival auf dem ich sie bestaunen durfte und das Publikum war wohl derselben Meinung.

k-15 Waldschrat  DSC5366

BUCOVINA hatten wohl von allen Bands an diesem Tag die vielfältigste Performance. Eine abwechslungsreiche Mischung aus Folk, Black und einigen anderen Elementen machten den Auftritt der Rumänen wirklich spannend. Teils waren es die langsameren Songs, teils die schnelleren die ihre besonderen Momente hatten und in die Musik eintauchen ließen. In eine genaue Schublade passt diese Musik mit Sicherheit nicht und das ist wohl auch eine der Stärken der Combo.

Etwas generischer ging es dann bei BELENOS zu. Die Franzosen erweckten zunächst etwas Aufmerksamkeit mit ihren 3 Mikrofonen beim Soundcheck, welche aber leider beim Aufritt etwas verflog. Es blieb jedoch bei einem für meinen Geschmack akzeptablen Auftritt mit gutem Black Metal, nicht mehr und nicht weniger.

Nach einer kurzen Pause ging es dann zu SUIDAKRA, die ich mir als persönlichen Headliner nicht entgehen lassen wollte. Mit so guter Stimmung und so gutem Sound konnte man die Düsseldorfer selten erleben – es passte alles bei diesem Auftritt. Als sich Sänger „Akki“ bei „Dead Mans Reel“ höchstpersönlich ins Pit stürzte um dieses anzuführen, war die Stimmung auf dem Höhepunkt. Keiner vor Ort konnte sich dieser ausufernden Laune entziehen, was den alles in allen passenden Umständen zu Gute kam. Die Songs mit Tina als Gastsängerin waren ebenfalls eine gute Abwechslung des üblichen Sets. Schade dass dieser Auftritt wohl für lange Zeit der einzige bleibt, den die Band spielt, so Sänger Arkadius am Ende des Auftritts.

k-18 Suidakra  DSC5835

Der offizielle Headliner des Festivals, MANEGARM bekam den vorletzten Slot mit achtzig Minuten Spielzeit, was Freunden dieser Musik sicherlich zusagte. Die Burg war nochmal rappelvoll, da jeder den Auftritt der Schweden sehen wollte. Auch hier mischte der Mensch hinter dem Ton erstaunlich gut – selbst auf meinem Sitzplatz, den ich mittlerweile eingenommen hatte, konnte ich den Sound genießen. Bei ihrem bekanntesten Song „Odin Owns Ye All“ stand nichts mehr still und die Menge feierte den Hauptakt gebührend. Meine verbliebene Aufmerksamkeit konzentrierte sich jedoch auf den nächsten Auftritt einer ganz besonderen Band aus Italien.

Ein ganzes Stück nach 0 Uhr bereitete sich der letzte Act des Festivals, ENISUM, vor. Es fanden sich allerdings immer noch genug Leute vor Ort um der letzten Band auch nach Manegarm genügend Aufmerksamkeit zu spenden. Der Sound war wiederum perfekt und lies die Musik über das Burggelände wie eine dichte Decke fallen. Die passende Beleuchtung und Songs, welche hauptsächlich vom neuesten Album „Seasons of Desolation“ stammten, sorgten dafür, dass bei dem ein oder anderen die Haare flogen und die Musik noch kraftvoller wie auf dem Album die Menge erfasste. Mit dem Titeltrack ihres Debuts „Arpitanian Lands“ ging das Festival für mich zu Ende und trieb buchstäblich mir die Tränen in die Augen. Nicht nur weil mir dieser Song live wirklich nahe ging, oder der Alkohol rührselig machte, sondern auch weil damit das Dark Troll schon vorbei war. Ein grandioser Abschluss von drei unvergesslichen Tagen.

k-19 Enisum  DSC5938

Fazit:

Mein erstes und mit Sicherheit nicht letztes Dark Troll Festival war eine einzigartige Erfahrung. Eine einzigartige Location auf der Schweinsburg und das jedes Jahr herausragende Line-Up rechtfertigen zu einer absoluten Festivalempfehlung. Mit internationalen Acts aus dem Black-, Pagan- und Folkbereich, die in das Konzept des Festivals passen, setzt es sich gut von anderen ähnlichen Veranstaltungen ab. Die familiäre Stimmung unter den Besuchern trägt ebenfalls zum Wohlbefinden vor Ort bei.

Für das Dark Troll “Episode 9“ kann man sich schon jetzt den 10.-12. Mai 2018 vormerken. Bestätigte Bands sind bisher Bornholm, Odroerir und Unlight.

Weitere Informationen

  • Band(s): The Commitee, Absu, Enisum, Manegarm, Nargaroth uvm.
  • Wann: 25.05.-27.05.2017
  • Wo: Schweinsburg, Bornstedt
Gelesen 1034 mal Letzte Änderung am Dienstag, 13 Juni 2017 11:42

 Undergrounded 2017 -  ImpressumDatenschutzerklärung