Freitag, 03 Mai 2013 14:17

Haust - NO

geschrieben von Ghostwriter
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(10 Stimmen)
NO NO Haust

Dreckig, rotzig und vermüllt – so sollte Punkrock sein! Dass die Jungs von Haust laut FB-Info in der Schublade liegen wollen wundert mich persönlich, da „NO“ so der schlichte Titel der dritten LP der Band, aus meiner Sicht relativ wenig mit Punk zu tun hat – Außer wenn man unter Punk etwas anderes, nämlich Drecksau Rock und Black Metal versteht, denn nichts anderes findet man auf der im Juni 2013 erscheinenden Platte.

Das erste was auffällt ist das Coverartwork, das schon Mal die richtige Leck-mich-am-Arsch Attitüde rüberbringt und direkt etwas mehr an Punk erinnert. Trotzdem fällt mir zuerst der Kamerad hier ein: 


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Während der Sound an eine Mischung aus Chrome Division und Darkthrone erinnert, (Ein Hoch auf den Bass und die Gitarren) könnte der Sänger bei jeder guten BM Band anheuern und dort goldene Nieten verdienen. Allerdings ziehen die Kerle aus Oslo ihr Ding durch und Reihen sich seit einer Weile in die eigenwilligen und durchaus genredefinierenden norwegischen Bands ein. Das 9-Track-Album muss dennoch etwas runtergebrochen werden, da von den 9 Tracks aus meiner Sicht nur 6 „echte“ Songs sind.


Track 6 „Night“ und Track 9 „ Dead Of Night“ sind reine Akustikstücke während mir persönlich der Song Night aufgrund seiner getragenen und düsteren Atmosphäre sehr passend als Intermezzo erscheint. Dead Of Night, wohl als Outro inszeniert, muss aber hinter allen anderen Songs zurückbleiben und passt sich nicht so sehr ins Gesamtbild ein. Track 7 „Mantra“ hingegen, würde ich wirklich gerne mal in einem Ashram vorspielen und die dortigen Brahmacarin beim Hören Gigermandalas ausmalen zu lassen. Ich denke die Suizidzahlen würden jede Statistik sprengen (und das meine ich durchaus positiv). Wenn man von diesen drei, eher als Meditationsstücke konzipierten Tracks absieht, ist die Scheibe kein „Zuckerschlecken“. Das geht vom rockigen und gesangsgewaltigen Titeltrack „NO“, der sich ab sofort als fester Bestandteil meiner Playlist verstehen darf, bis hin zu den ersten beiden Songs „Raw Material“ und „Swells“, die neben „NO“ als Referenzstücke des Könnens von Haust dienen dürfen. Die Produktion der Scheibe ist wie oben schon erwähnt als dreckig zu bezeichnen, aber sauberer Sound und glasklare Vokals wären bei „NO“ sowieso als Verbrechen geahndet und mit Shitstorm bestraft worden.


Laut Fysisk Format, dem Label der Band, ist gerade eine Europatour zusammen mit Haraball in Planung und wir sind schon gespannt, wie sich die Hauster dem Publikum präsentieren werden.


Tracklist:

1. Raw Material

2. Swells

3. Let It Die

4. No

5. Into The Night

6. Night

7. Mantra

8. Death Drive

9. Dead of Night


Bewertung:

8,5 von 10 Punkten

Weitere Informationen

  • Band: Haust
  • Album Titel: No
  • Erscheinungsdatum: 07.06.2013
  • Fazit: Von mir gibt’s für die Scheibe 7,5 Punkte wobei der Punktabzug nur aufgrund der gefühlten „Kürze“ der Platte zustande kommt. Die Qualität der Tracks rangiert definitiv auf höheren Leveln und wer weiß, vielleicht wird LP Nr.4 ja ein etwas längeres Vergnügen?
Gelesen 1452 mal Letzte Änderung am Samstag, 21 Februar 2015 20:49

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