Dienstag, 19 Februar 2013 22:06

100000 Tonnen Kruppstahl - Bionic Testmensch

geschrieben von Ghostwriter
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Bionic Testmensch Bionic Testmensch 100000 Tonnen Kruppstahl

Das im März erscheinende Album  von 100000 Tonnen Kruppstahl „Bionic Testmensch“ hätte anders heißen können – „Besoffen und bis an die Zähne bewaffnet“, „Meister der Realität“, Nnach kurzer schwerer Krankeit“ oder „Kill your kids and die“. Warum sich Herr Donnermann und Herr Herrn Bommel anders entschieden haben, bleibt wohl deren Geheimnis und so sind alle genannten von mir vorgeschlagenen "Albumtitel" einfach Tracks auf der Scheibe geworden.

Fakt ist: Diese CD tut weh! Und zwar richtig. Kein Scheiss. Voll auf die Fresse. Keine Sekunde Pause. Durchgeknüppelt und liegengelassen. Ohne Kuscheln. Wer auf Melodic steht darf nach Hause gehen, wer auf ausgefeiltes Riffing abgeht hat hier verloren. Wer hier Grindcore mit Deaththrash-Einschlag erwartet, hat gewonnen. Das Album ist pure Gewalt, Hass und Wut – aber mit einem (vielleicht etwas wahnsinnig wirkenden) Grinsen im Gesicht.


Vom Sound her dürften zwischen vier und fünf Leute am Werk sein, von denen allein ca. sieben am Bass und neun an der E stehen – Was das Duo schon ganz gut hinbekommt. Wenn man dem Inlet glauben darf, haben die Tracks sogar Lyrics, allerdings beschränken diese sich beim Hörerlebnis gefühlt auf das Repetieren des jeweiligen Tracktitels und macht den Hörer innerhalb von Sekunden praktisch textsicher. Mehr als Sekunden braucht man auch nicht, da in guter Grindmanier alle Tracks relativ kurz gehalten sind, wobei „relativ kurz“ zwischen einem 0815 Metaltrack und einem typischen Excrementory Grindfuckers Track rangieren dürfte. Was dem Album in meinen Augen ein bisschen fehlt ist die einzelne Abgrenzung der Songs. Der Silberling läuft einfach durch und wenn man nicht auf die Lyrics achtet, die wie oben beschrieben deutlich machen was gerade läuft, hebt sich eigentlich nur Track 5 „Kill your kids and die“ durch einen Part „clean“ Gesang ab. Wirklich stören dürfte dies eingefleischte Grinder allerdings nicht, hier wird ja keine schöne Blume an einem Frühlingsmorgen gewünscht sondern eher das Kettensägenmassaker unter Schlachtelefanten in einem WW1 Schützengraben (bei Regen wohlgemerkt).


Fazit:
Nette Abwechslung wenn man einfach mal eins auf die Fresse braucht und die Großmutter ein Stockwerk höher sozialverträglich ableben soll.

 

Tracklist:
    1 Uralter Trümmerbruch
    2 Bionic Testmensch
    3 Germanistan (The Parallel Of Undangerous Terror)
    4 Antifeind
    5 Kill Your Kids And Die
    6 In Trümmern
    7 Rache
    8 Zwei Stunden Stahlgewitter
    9 Humanophagus Rex
    10 Meister Der Realität
    11 Nach Kurzer Schwerer Krankheit
    12 Zerebrat
    13 Besoffen Und Bis An Die Zähne Bewaffnet

Bewertung:
8/10 Punkten

Weitere Informationen

  • Band: 100000 Tonnen Kruppstahl
  • Album Titel: Bionic Testmensch
  • Erscheinungsdatum: 01.03.2013
  • Fazit: Nette Abwechslung wenn man einfach mal eins auf die Fresse braucht und die Großmutter ein Stockwerk höher sozialverträglich ableben soll. GRINDCORE FTW.
Gelesen 1619 mal Letzte Änderung am Mittwoch, 20 Februar 2013 10:37
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