Dienstag, 15 August 2017 09:16

Morgon - Evoking Eternity

geschrieben von Yrrlicht
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Morgon Morgon Evoking Eternity

Bereits im Mai diesen Jahres veröffentlichte die vierköpfige Band Morgon ihre LP „Evoking Eternity“. Schon mit dem Vorgänger „Black Light Of Liberation“ haben die Jungs aus Sachsen-Anhalt mächtig vorgelegt und auch diesmal wird man alles andere als enttäuscht.

„Evoking Eternity“ besteht aus stolzen elf Tracks, die es in sich haben: Den Auftakt macht ein kurzes Prelude mit dem Titel „Aether“ und schon gibt es ohne große Umwege die volle Dröhnung auf die Ohren. „Sulphur“ ist wohl DER Track des Albums schlecht hin. Treibendes Schlagzeug und düstere Riffs treffen auf melodische Breaks, was es beinahe unmöglich macht, nicht konstant mitzunicken. Mit Blastbeats wurde nicht gespart und auch die mitreißenden Vocals lassen keine Wünsche offen. Generell ist der Musikstil von MORGON wohl im Blackened Death Metal einzuordnen. Von einer soliden Doublebass bis hin zu brachialen Riffs wird hier alles technisch einwandfrei zu einem musikalischen Tornado verarbeitet, der einen in Windeseile in den Bann dieses meisterhaften Albums zieht. Der okkulte Touch, der sich aus nahezu jedem Song herauskristallisiert, bringt reichlich Abwechslung in das brachiale Grundgerüst. Manch einer mag an der einen oder anderen Stelle jedoch die Background-Chants vermissen, die sich auf der Vorgänger-LP wie ein letzter Feinschliff perfekt in die diabolische Atmosphäre eingefügt haben.


Beachtlich ist definitiv die - nennen wir es „Kombinationsgabe“, die sich wie ein roter Faden durch das Album zieht. Der neunte Track der LP, „Portal to Solitude“, verwebt beinahe kunstvoll Melancholie und Aggression in einem Garn aus melodischen Gitarrenbreaks miteinander und sprengt den Rahmen des Facettenreichtums gekonnt mit einer gesprochenen Vocal-Passage.
Die beiden Interludes „Emptiness: Part I“ und „Emptiness: Part II“ stehen mit ihren akustischen, verspielten Gitarrenmelodien in starkem Kontrast zum restlichen Inhalt des Albums. Was hier als „Leere“ betitelt wird, fügt sich geschickt gegensätzlich wie eine melancholische Ruhepause in das Gesamtbild ein und wirkt trotzdem nicht fehl am Platz in dem gnadenlos satanischen Meisterwerk.
Die LP endet, wie bereits der Vorgänger, mit dem Titeltrack des Album, „Evoking Eternity“, der zum Abschluss nochmal richtig auf den Putz haut.


„Evoking Eternity“ ist ein durch und durch morbides und brachiales Klangkunstwerk, das nichtsdestotrotz auch die emotionale Triebkraft der Melancholie zu schätzen weiß. Ein absoluter Pflichtkauf für jeden, der sich sowohl im Black als auch im Death Metal zuhause fühlt!


Tracklist:

1. Aether

2. Sulphur

3. The Bleeding Wounds of the Demiurge

4. Antagonist

5. Emptiness: Part I

6. Glorification of the Black Flame

7. Monuments of Transcendental Power

8. Maze of Redemption

9. Portal to Solitude

 10. Emptiness: Part II

 11. Evoking Eternity


Bewertung:  9 von 10 Punkten

Weitere Informationen

  • Band: Morgon
  • Album Titel: Evoking Eternity
  • Erscheinungsdatum: 31.05.2017
  • Fazit: „Evoking Eternity“ ist ein durch und durch morbides und brachiales Klangkunstwerk, das nichtsdestotrotz auch die emotionale Triebkraft der Melancholie zu schätzen weiß. Ein absoluter Pflichtkauf für jeden, der sich sowohl im Black als auch im Death Metal zuhause fühlt!
Gelesen 251 mal Letzte Änderung am Dienstag, 15 August 2017 09:22

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