Donnerstag, 27 Juli 2017 00:09

Fellwarden - Oathbearer

geschrieben von Torn
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Oathbearer Oathbearer Fellwarden

"Fen" aus dem Vereinigten Königreich haben in den letzten Jahren durch atmosphärischen Black Metal mit Post-Rock Elementen überzeugt. Nun haben sich zwei Mitglieder dieser Band zum neuen Projekt "Fellwarden" zusammengefunden - und fahren damit eine etwas härtere Schiene. Ihre Wurzeln bleiben dabei allerdings deutlich spürbar.

"Oathbearer" besticht ab der ersten Sekunde durch tragende Melodien, in denen sich Keyboard und Gitarren hervorragend kombinieren. Gleichermaßen knüppelt das Schlagzeug und schafft dadurch ein sattes und abgerundetes Klangbild. Der Gesang ist anfangs sehr rau gehalten und passt damit ebenfalls gut ins Gesamtbild. Die ruhigeren Passagen gegen Ende des Openers "Guardian Unbound" werden jedoch von cleanem Gesang begleitet und schaffen so einen ersten kleinen Kontrast. Mit dem zweiten Track "Sun of Ending" wird das entstandene Bild noch verstärkt. Der Song baut sich langsam auf und vermittelt eine düstere Stimmung, bevor dann in den letzten Minuten doch noch ordentlich geblastet wird. "In Death, Valiant" knüpft nahtlos an dieses Konzept an, hat jedoch das Keyboard verstärkt im Vordergrund. Der chorale Gesang in den späteren Minuten passt perfekt zur Atmosphäre und kommt trotz des Tempos gut zur Geltung.


"Wayfarer Eternal" bildet den Höhepunkt des Albums. In guten zehn Minuten wird dabei nicht nur ordentlich gedonnert, sondern auch mit weniger Gas durch die Boxen getönt. Die Hauptgitarre bleibt währenddessen immer an der Seite des überwiegend gegrowlten Gesangs von Frank Allain und erinnert dabei sehr ans Shoegazing namhafter Bands wie beispielsweise Alcest. Wenn man sich jetzt noch vorstellt, dass man sich in den Weiten der englischen Landschaft befindet, passt die entstandene Soundkulisse sehr gut.Das instrumentale Zwischenspiel "A Cairn-Keeper's Lament" schlägt in die gleiche Kerbe, verzichtet dabei aber vollständig aufs Schlagzeug. "Sorrowborn" fügt seine ersten zehn Minuten passgenau ins Konzept des Albums ein, wobei die Stimmung anfangs durch das langsame Schlagzeug und die verkrampft klingende Gitarre etwas gedrückt wirkt. Das legt sich aber schnell und in den folgenden Passagen kämpft sich das Stück zu alter Stärke zurück, bevor die letzten Klänge zu einem erstaunlich fröhlichen Outro von "Oathbearer " werden.


Da ich zu Beginn schon Vergleiche zu "Fen" gezogen habe, möchte ich an dieser Stelle abschließend sagen, dass "Fellwarden" die hohen Erwartungen vollständig erfüllt haben. Die sechs Tracks von "Oathbearer" schaffen es, die Ästhetik der nordenglischen Natur in einem Klangbild einzurahmen und vergessen dabei auch die musikalische Abwechslung nicht. Für Freunde anspruchsvollen und atmosphärischen Black Metals wird "Oathbearer" zum Pflichtkauf!

 

Trackliste:

1. Guardian Unbound
2. Sun of Ending
3. In Death, Valiant
4. Wayfarer Eternal
5. A Cairn-Keeper's Lament
6. Sorrowborn

 

Bewertung:

9 von 10 Punkten

 

Weitere Informationen

  • Band: Fellwarden
  • Album Titel: Oathbearer
  • Erscheinungsdatum: 16.06.2017
  • Fazit: Da ich zu Beginn schon Vergleiche zu "Fen" gezogen habe, möchte ich an dieser Stelle abschließend sagen, dass "Fellwarden" die hohen Erwartungen bestens erfüllt haben. Die sechs Tracks von "Oathbearer" schaffen es, die Ästhetik der nordenglischen Natur in einem Klangbild einzurahmen und vergessen dabei auch die musikalische Abwechslung nicht. Für Freunde anspruchsvollen und atmosphärischen Black Metals wird "Oathbearer" zum Pflichtkauf!
Gelesen 369 mal Letzte Änderung am Freitag, 28 Juli 2017 11:29

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