Montag, 03 Juli 2017 18:54

Lifeless - The Occult Mastery

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Lifelss Lifelss The Occult Mastery

Lifeless standen schon immer für qualitativ hochwertigen Oldschool Death Metal, der bisher nie enttäuscht hat. Das dritte Album „The Occult Mastery“ legt die Latte noch etwas höher und bietet alles, wofür man die Band liebt und sogar noch die ein oder andere Überraschung. Hier dürften nicht wenige Todesmetaller ihr Seelenheil finden.  

Vieles hat sich bei den Jungs aus Dortmund seit ihrer ersten Veröffentlichung im Jahre 2008 getan: Die Band reifte mit jedem Album, fand immer mehr ihren eigenen Stil, mit dem sie sich abheben konnte, obwohl sie eine klassische Oldschool-Spielart des Death Metal bevorzugt . Mit ihrem neuen Album „The Occult Mastery“ übertreffen sich Lifeless selbst und schießen ein Feuerwerk ab,  das seinesgleichen sucht.

Erfrischend schnell geht das Album nach einem kleinen Präludium mit dem Titeltrack, der absolut keine Wünsche offen lässt, in die Vollen.  Von der ersten Note bis zum Ende wird man förmlich genötigt, seinen Kopf zu bewegen und sich der Musik hinzugeben. Mitreißende Melodien, überraschend gutes und abwechslungsreiches Drumming und kleine aber geschickte Tempowechsel lassen keine Sekunde Langeweile zu und hämmern sich in gnadenlos in den Schädel. Selten hört man einen so gelungenen Einstieg in ein Death-Album. Mit „Progenies of a cursed seed“ folgt sogleich ein weiterer Anspieltipp, der auch den Fortschritt der Band im Lyrikbereich deutlich macht, und die Vielschichtigkeit der Band widerspiegelt. Auch wenn teils etwas langsamer, wird hier mehr mit Melodik gespielt und einer der besten Songs des ganzen Werkes dargeboten.

Jeder Song hat seinen eigenen Charakter und bietet überraschend frischen OldSchool Death Metal, der selten so gut klang wie auf diesem Silberling. „Delusions of Grandeur“ setzt sich zugegeben ein bisschen vom Rest ab, aber nur um eine weitere Seite der Band zu zeigen und die Vielschichtigkeit erneut zu manifestieren. Starke Songs von Anfang bis Ende zieren dieses Album, gekrönt vom fulminanten „Throes of Dawn“ , welches allerspätestens der Grund sein sollte, sich die Scheibe erneut einzulegen und noch sich noch einmal ins Getümmel zu stürzen. Deutlich wird auf dem Album auch, dass Sänger Marc stark an seinem Gesang gearbeitet hat. Vorbei ist der klassische 0815 Growl – endlich Gesang der sich abhebt und überragend ins Gesamtkonstrukt passt!

Lifeless sind der Beweis, dass auch ein fundierter, mit skandinavischen Einflüssen gespickter Death Metal noch weitaus mehr sein kann – diese Mischung ist voll mit Innovation und zugleich so gut abgestimmt, dass es schwer fällt, hier einen negativen Punkt zu finden. Death Metal at its finest made in Germany.

In seinen gesamten ca. siebenunddreißig Minuten erlaubt sich das Album keinen wirklichen Patzer und bietet absolut frischen Sound, der gut produziert und keinesfalls generisch daherkommt. Lifeless schlagen sich ihre eigene Nische im Oldschool Death-Bereich, die seinesgleichen vergeblich sucht und ihr drittes Album zu einem Meilenstein macht.


TRACKLIST:

01. Prelude Kali Yuga

02. The Occult Mastery

03. Progenies Of A Cursed Seed

04. From Chaos Our Order Shall Rise

05. Delusions Of Grandeur

06. Rites Of Desolation

07. Interlude Dystopia

08. Insanity Reigns

09. Throes Of Dawn


Bewertung:

10 von 10 Punkten

Weitere Informationen

  • Band: Lifeless
  • Album Titel: The Occult Mastery
  • Erscheinungsdatum: 07.07.2017
  • Fazit: In seinen gesamten ca. siebenunddreißig Minuten erlaubt sich das Album keinen wirklichen Patzer und bietet absolut frischen Sound der gut produziert und keinesfalls generisch daherkommt. Lifeless schlagen sich ihre eigene Nische im Oldschool Death Bereich die seines gleichen vergeblich sucht und ihr drittes Album als Meilenstein manifestiert.
Gelesen 736 mal Letzte Änderung am Montag, 03 Juli 2017 19:10

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