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Montag, 14 Mai 2012 19:59

Elvenpath - Elvenpath

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Elvenpath Elvenpath Elvenpath

Ein heißes Eisen haben uns die Fünf Krieger von Elvenpath geschmiedet! Ihre gleichnamige Scheibe „Elvenpath“ ist bereits der zweite Longplayer aus der Elfenesse und wird nun im Stile von Undergrounded.de mit der Axt seziert!

 

Im Sinne des klassischen Heavy-Metal, aber mit mächtigen Power- und True-Metal Einflüssen, bietet schon der erste Song („For Our Liberty“) einen super Auftakt und lässt uns im eher gemütlichen Takt die Nackenmuskulatur anwärmen.

Track 2 „Into the Future“ steht dem Opener in keinster Weise nach und macht noch weiter Lust auf mehr! Alleine schon Lyric-Passagen wie „I live my dream, my guitar is a time machine“ lassen mein Herz ein wenig höher schlagen. Klar ist der Satz oberkitschig, aber er hat doch was wahres. Der Song erwähnt die ein oder andere Legende der damaligen Zeit, die unsre geliebte Musik heute geformt haben. Kleiner Auszug: „To see the birth of the Iron Priest, The rise of British steel..Purple Smoke on the Water I see...See the rainbow eyes...In the mighty hall of the steel and mountain king...“ Ein toller Tribut an die 70er und 80er!

„Guardians of the Underground“ geht ein wenig härter vorwärts und erklärt dem Mainstream den Krieg. Alles eine Nummer kräftiger als die ersten beiden Tracks und mit den eingängigen Lyrics, den vielen Tempowechseln und der Stimmvielfalt von Sänger Oragutin ist der Song ein sehr kurzweiliges Vergnügen!

Der vierte Song namens „Moria“ schält einen Gang zurück und bringt druckvolle Beats im mittleren Tempo zusammen mit starken Riffs und fettem Chorus. So richtig abheben kann sich der Song allerdings nicht, jedoch ist das Solo, sowie der nachfolgende Part eine Wucht! Nicht unbedingt übermäßig anspruchsvoll, aber einfach stimmig und melodisch.

„Enflaming Demands“ klingt anfänglich nach feinstem Happy Metal, schwingt dann aber eher ins düstere Lager ab und entpuppt sich als melodisches und aufwändig konzipiertes Werk mit viel Abwechslung. Einzig die Vocals sind ab und zu ein wenig eintönig.

Auch „Cellars Of Doom“ schlägt in die selbe Kerbe wie sein Vorgänger. Massiv und Heavy geht es nach vorne, ein geniales Solo reisst den Hörer zwischen Dur und Moll hin und her und mündet wieder direkt in den hart marschierenden Beat. Dann bekommten wir mit „Metal Suite I“ ein wenig Scharmüzel zu hören, das wohl als Intro von „Metalwar“ dient.

„Metalwar“ gefällt mir ab der ersten Sekunde. Absolut hohes Potenzial zum Mitsingen und Kopfschütteln, eine fesselnde Melodie schon ab Anfang an, dickes Riffing und knackige Drums. Mein Favourit! Ein wunderbares, ewig langes, aber nie langweilendes Solo lässt sich auch dieser Song nicht nehmen und wird somit als absoluter Anspieltipp gehandhabt! Zur Mitte hin wird nochmal der Plattenspieler aufgemotzt und es geht richtig flott vorwärts! Von diesem Songwriting könnten sich so manche Könige des Kommerz noch was abgucken. Ich zieh meinen Hut. Dann gibt es mit „Metal Suite II“ wieder eine halbe Minute Schwertgeklimper als Einleitung in den zehnten Titel. „War Of Steel“ erfüllt die gängige Genre-Manier und macht wieder alt eingesessene und bewährte Rhythmik des True-Metal fit. Eine durchschnittliche Hymne, welche auch mit dem obligatorischen ruhigen und andächtigen Zwischenpart aufkreuzt, wie es in den Gefilden des „wahren Stahls“ einfach dazu gehört. Kein Reißer dritten Grades, aber durchaus nett anzuhören.

Das hoffentlich letzte Eisengeplänkel bietet der Titel, wie zu erwarten: „Metal Suite III“

Aber wirklich hochfesten Stahl in der viel zu engen Lederhose bereitet jedem Eisenschwinger wohl alleine schon der poetische Name des Letzten Song. Der vor Kreativität nur so sprühende Titel ist tatsächlich „Metalsteel“. ManOwaR wären tolz! Nichts desto Trotz ist Metalsteel echt ein richtig geiles Stück Edelstahl. Stampfend und mächtig geht der Song geradeaus. Hard n' Heavy, die Mähne durch die Luft schleudernd und mit geballter Faust würde man am liebsten in den endlosen Gesängen von Metalsteel einsteigen. Zugegeben: auch wenn nicht unbedingt Goethe und Schiller die Lyrics gedichtet haben: der Song macht Laune. Und dafür ist Musik ja wohl da.

Und siehe da: ein Outro gibt es auch noch. „Metal Suite IV“... Noch zum vierten mal raschelnde Waffen. Jetzt ists aber gut!

 

Zusammengefassend kann ich dieses Album und die Band Elvenpath, jedem empfehlen der auf den Spagat zwischen Heavy-, True- und Power-Metal steht! Dem allgemeinen weltoffenen Metalhead kann diese Platte sage und schreibe starke 60 Minuten lang unterhalten! Nur wer nicht unbedingt Majesty, Manowar oder Hammerfall hören kann, sollte sich fernhalten.

 

 

Tracklist:

  • 01. For Our Liberty

  • 02. Into The Future

  • 03. Guardians Of The Underground

  • 04. Moria

  • 05. Enflaming Demand

  • 06. Cellars Of Doom

  • 07. Metal Suite I

  • 08. Metalwar

  • 09. Metal Suite II

  • 10. War Of Steel

  • 11. Metal Suite III

  • 12. Metalsteel

  • 13. Metal Suite IV


Bewertung:


Cover und Umfang (10/10)

-Toll aufgemachtes Booklet

-fette 58 Minuten auf 10 Tracks + 2 Minuten für Intros 3 / 1 Outro

 

Abwechslung (8/10):

-Meist hohe Vielfalt in den einzelnen Tracks

-Kein fest eingefahrener Stil, die Songs sind teils grundverschieden.

-Massive Soli, Breaks und Tempowechsel schaffen Kurzatmigkeit !

 

Sound (10/10):
- Top Qualität, da gibt es rein gar nichts auszusetzen! Beispielhaft!

 

Gesamtpunktzahl:
9/10

 

Weitere Informationen

  • Band: Elvenpath
  • Album Titel: Elvenpath
  • Erscheinungsdatum: 26.03.2011
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