Warnung

JUser: :_load: Fehler beim Laden des Benutzers mit der ID: 67

Montag, 09 September 2013 21:25

Wizard - Trail Of Death

geschrieben von
Artikel bewerten
(1 Stimme)
Trail Of Death Trail Of Death Wizard

Power Metal ist Deutschlands Exportgut Nummer eins. Wem der altbekannte Stil im Sinne von Helloween oder Freedom Call zu östrogenbehaftet erscheint, der muss eine saftige Prise Thrash- und True Metal ins Spiel bringen. Genau damit glänzen Wizard. „Trail Of Death“, Ihr mittlerweile zehntes Studioalbum, jetzt bei www.Undergrounded.de!

Das Cover-Artwork, gezeichnet von Jens Reinhold (Sodom, Virgin Steele, Freedom Call) zeigt einen genial in Szene gesetzten Sensenmann und restlose Seelen in den Überresten eines abgebrannten Waldes. Alles vor einem feuerroten Mond. Sieht stark aus und macht Lust auf mehr. Also los geht’s für die neue Platte der fünfköpfigen Deutschen Combo. Mit „Creeping Death“ ist ein eher magerer Opener gewählt worden. Der bekannte und Wizard-typische Punch in den eingängigen Refrains kommt nicht wirklich zur Geltung. Ganz anders kommt der „War Butcher“ daher. Ein starker, marschierender Track mit viel Wiedererkennungswert.


Der dritte Song „Electrocution“ wird mit einem vielversprechenden und ausgiebigen Intro eingeleitet. Ein schnellerer und wieder unheimlich mitreißender Song, der sich „Old Sparky“, dem elektrischen Stuhl, und dessen Benutzer widmet. „Angel Of Death“ bringt in epischer und klassisch voranwalzender Manier die Nackenmuskeln in Schwung. Erinnert vom Stil stark an „The Visitor“ vom „Thor“ Album. Mitsingpotenzial und Livetauglichkeit sind enorm. Moderater Speed mit bleischweren Riffs. Der fünfte Titel, „Angel Of The Dark“, schraubt die Geschwindigkeit weiter runter. Eine epische, krachende, extrem gelungene düstere Power-Ballade im Stile von „Metalium“. Uneingeschränkte Anspielempfehlung!


„Black Death“ bolzt die Melancholie in Sekundenbruchteilen aus dem Gemüt. Der sechste Song von „Trail Of Death“ fegt mit viel Double Bass ordentlich durch die Gehörgänge. „One For All“ ist ein durchschnittlicher Song mit genretypischen Gitarren, Refrain und Speed. Geht zwischen den vorherigen Werken ziemlich unter. Das „gewisse etwas“ vermittelt dieser Song leider nicht. „Post Mortem Vivere“ findet zurück zum geliebten „Wizard“-Sound. Fette Riffs, knackige Soli und bärstarker Chorus gepaart mit Ohrwurm-Refrain. Emotionaler wird es mit dem neunten Lied des elf Hymnen und 47:22 Minuten umfassenden Silberlings. „Death Cannot Embrace Me“ vereint simple Riffs mit Piano und Synth zu einem unbeeindruckenden Lückenfüller, der weder gesanglich noch instrumental an den „Angel Of The Dark“ ran reicht.


„Machinery Of Death“ bringt den Puls nochmal auf Touren. Reiner Heavy Metal der zwar kräftig in den Hintern tritt, aber bis auf den Refrain nicht hängen bleibt. Der aller letzte Track holt das Eisen aber doch noch aus dem Feuer. Einfach gestrickt aber mit viel Power geht es nochmal richtig ab. Die absolut ungeschlagene Trveness-Hymne bringt „Trail Of Death“ mit dem letzten Song also doch noch ins Trockene.

 

Als Gesamtwerk betrachtet bringt Wizard mit ihrem neuen Album einen ganz brauchbaren und zumeist bärenstarken, aber stellenweise etwas unspektakulären Longplayer! Auch gesanglich ist Sven D'Anna nicht so stark wie auf vohergehenden Alben. Sound und Abmischung sind allerdings Durchweg gelungen.


Tracklist:

01. Creeping Death
02. War Butcher
03. Electrocution
04. Angel Of Death
05. Angel Of The Dark
06. Black Death
07. One For All
08. Post Mortem Vivere
09. Death Cannot Embrace Me
10. Machinery Of Death
11. We Won’t Die For Metal)

 

Bewertung:

Cover und Umfang (7/10):
- Durchschnittliche Spielzeit
- Klasse Artwork

Abwechslung (5/10):
- Weit gefächerter Stil. Thrash-, Power-, Heavy- und True-Elemente
- Einige unspektakuläre Songs dabei

Sound (7/10):
- Grundsolide Abmischung
- Typischer harter Wizard-Sound
- Gesanglich weniger stark als frühere Werke


Gesamtpunktzahl:
6,5/10

Weitere Informationen

  • Band: Wizard
  • Album Titel: Trail Of Death
  • Erscheinungsdatum: 27.09.2013
  • Fazit: Gemessen an den mächtigen Werken die Wizard bisher lieferte, muss sich „Trail Of Death“ zwar nicht verstecken, aber anknüpfen an die Flagschiffe im Sinne von „Head Of The Deceiver“ oder „Odin“ kann es nicht.
Gelesen 2043 mal Letzte Änderung am Freitag, 11 Oktober 2013 21:05

 Undergrounded 2017 -  ImpressumDatenschutzerklärung