Interview - Thomas Berger (Heavy Metal Made In Germany)

Interview - Thomas Berger (Heavy Metal Made In Germany) Thomas Berger

Thomas Berger ist das Mastermind und der Hauptreiber hinter dem Projekt „Heavy Metal made in Germany“ und bereist die Republik auf der Suche nach der „Seele“ der Szene. Das Projekt ist als Doku-Reihe geplant, die den deutschen Metal beleuchten soll und dieser ein filmisches Denkmal setzen wird. Wir haben Thomas zwischen den Takes erwischen können und ihn mit einigen ungeschminkten Fragen gelöchert.

UG: Hallo Thomas!

Thomas Berger: Hallo !

 

UG: Heavy Metal made in Germany – Gibt es einen besonderen Grund dass du den Titel der Doku-Reihe an dem „Genre“ ausgerichtet hast oder ist das für dich einfach nur ein Überbegriff und du möchtest alle Genre beleuchten?

Thomas Berger: Der Titel meiner Dokumentation „Heavy Metal Made in Germany“ soll natürlich zunächst jedem Interessenten klarmachen "worum" es dabei überhaupt geht. Darüberhinaus dient der Titel der Dokumentation als reiner Überbegriff, da es mir persönlich dabei um alle Stilrichtungen und Spielarten sowie um möglichst viele Facetten der deutschen Metalszene und der diesbezüglichen Outputs geht.

 

UG: Du hattest erwähnt, dass dir das Projekt schon seit Jahren im Kopf herumschwirrt. Was war der Auslöser dafür dass du es jetzt angegangen bist?

Thomas Berger: Ich habe die Pläne dazu bereits seit ca. 8 bis 10 Jahren im Kopf, hatte aber bisher nicht die Zeit diese ganze unheimlich aufwendige Sache konkret anzugehen. Außerdem habe ich mich innerlich bisher wohl auch vor all der damit verbundenen Arbeit irgendwie "drücken" wollen *lacht*. Allerdings wird man ja auch nicht jünger, man wird vielleicht auch etwas fauler und träger und die Uhr tickt schließlich auch bei jedem von uns. In diesem Jahr dachte ich mir "Jetzt oder Nie" und ich habe mir nun endlich die Zeit genommen um mich dieser Sache voll und ganz widmen zu können und mit den Dreharbeiten und der Produktion zu beginnen. Es war einfach höchste Zeit für mich dazu die Sache konkret und kompromisslos anzupacken. Ansonsten wäre es wohl nur bei meinen Ideen und Plänen zu dieser Dokumentation geblieben.

 

UG: Apropos Doku-Reihe, du meintest es war zuerst als einzelner Film geplant und jetzt hast du aber schon konkrete Pläne für mehrere Teile. Kannst du momentan überblicken wie viel Material oder Teile es geben wird?

Thomas Berger: Ursprünglich hatte ich lediglich daran gedacht eventuell eine einzige Doppel- DVD nebst einiger Web- Vorschauen in Sachen „Heavy Metal Made in Germany“ zu produzieren. Mehr nicht. Allerdings hat meine Filmidee wesentlich mehr Anklang, Interesse und Resonanzen im ganzen Land ausgelöst als ich ursprünglich nicht in meinen kühnsten Träumen gedacht habe *lacht*. Die Anzahl der Teilnahme- Bewerbungen für „Heavy Metal Made in Germany“ haben mich förmlich umgehauen und dabei sind unheimlich viele namhafte Bands und Protagonisten aus dem Underground und dem Mainstream vertreten. So wie es aussieht werde ich wohl dazu "gezwungen" sein mehrere Doppel- DVD`s in Folge zu produzieren um halbwegs alles abdecken zu können. Ich darf gar nicht an all die Arbeit denken sonst kippe ich um *lacht*. Das Ding zieht mittlerweile sehr große Kreise und entwickelt sich langsam zu einem Monster.

 

UG: Bisher lesen sich deine Interviewpartner wie die Creme de la Creme der Metalszene. Welcher Kontakt bzw. welches Gespräch hat dich bisher am Meisten beeindruckt oder sogar geprägt?

Thomas Berger: Du sagst es, Gespräche! Das ist der feine Unterschied und ein enorm wichtiger Punkt für mich. Ich führe in der Tat offene Gespräche mit den Leuten und KEINE Interviews. Ich fahre eben NICHT mit einem festen Fragenkatalog durch`s Land, der dann einfach bei jeder Band und bei jedem Gesprächspartner "abgefrühstückt und abgearbeitet" wird. Ganz im Gegenteil ! Ich bin kein Journalist und ich denke generell das die Menschen heutzutage viel zu wenig miteinander reden und einfach mal offen und ehrlich miteinander plaudern. Mir geht es in meiner Dokumentation „Heavy Metal Made in Germany“ hauptsächlich um die Menschen aus der Szene und um alle die hier in Deutschland Heavy Metal lieben und leben. Ich lasse bei meinen Drehterminen immer alles offen und schieße mich vor Ort immer individuell und möglichst spontan auf meine jeweiligen Gesprächspartner ein.

Nochmal: In meiner Doku gibt es daher keine Interviews, denn WIR REDEN miteinander. Das erscheint mir wertiger. Um Deine Frage vollständig zu beantworten kann ich noch sagen das mich bisher die Gespräche mit Gerre, Buffo, Patrick Feige vom Speak Easy Frankfurt und den Jungs von Darkness aus Essen am meisten beeindruckt haben. Diese Leute haben viel zu sagen und es lohnt sich für jedermann ihnen genau zuzuhören. Ansonsten... stell mir diese Frage doch einfach in einem Jahr noch einmal, denn es haben sich mittlerweile viele weitere interessante Gesprächspartner und Bands bei mir gemeldet die später in meinen Filmen zu Wort kommen werden. Und darauf freue ich mich sehr.

 

UG: Gibt es jemanden den du noch unbedingt im Projekt haben willst von du aber bisher noch keine Rückmeldung hast? Oder gehst du eher nach dem Motto „wer nicht will der hat schon“?

Thomas Berger: Eine interessante und sehr wichtige Frage die Du mir da stellst. Antwort: Auch hierbei ist meine Dokumentationsidee zu „Heavy Metal Made in Germany“ ganz bewusst und ganz gezielt anders gehalten, denn 1) Ich putze keine Klinken sondern habe die Sache öffentlich ausgeschrieben! Wer dabei den Gesamtsinn meiner Dokumentation versteht und effektiv und ambitioniert dazu beitragen kann, ist mir herzlich willkommen. Und dabei ist es egal ob die Teilnahmebewerbungen aus dem Underground oder Mainstream kommen. 2). Außerdem geht es bei dieser Dokumentation auch nicht um meinen eigenen persönlichen musikalischen Geschmack oder um meine Lieblingsbands. 3). Dulde ich auch im Kreise meiner Supporter und Team- Mitglieder keinerlei Küngellei oder Vetternwirtschaft - das lasse ich nicht zu.

Das Programm in „Heavy Metal Made in Germany“ mache nicht ich sondern eben all jene Bands, Musiker, Manager, Veranstalter, Zeitzeugen und sonstige Szene- Leute die sich bei mir um eine Teilnahme in diesem Filmprojekt aus freien Stücken und Interesse selbst gemeldet und dazu beworben haben. Dieses Prozedere und diese Grundsätzlichkeit meiner Prinzipien kommt bei den Teilnehmern in meiner Doku sehr gut an. Ansonsten hast Du mit Deiner Aussage "Wer nicht will, der hat schon..." absolut Recht. Grundsätzlich kann man auch sagen: Niemand bricht sich dabei einen "Zacken aus der Krone" sich bei mir zu melden. Natürlich kann ich nicht jede Band in Deutschland besuchen, filmen und auf DVD verewigen. Aber diejenigen die voll und ganz hinter dieser bislang wohl einmaligen Geschichte stehen, werden dabei sein. UND: Bands und Protagonisten die den Gemeinschaftssinn hinter der Szene- Dokumentation Heavy Metal Made in Germany nicht verstanden haben oder mich und mein Team nur für Ihre eigenen Zwecke und Promotion ausnützen wollen oder Egos wie Hochhäuser vor sich herschieben werden garantiert nicht von uns promotet, supportet oder gar auf den späteren DVD`s gezeigt.

 

UG: Ich kann mir vorstellen dass gerade ein so großes Projekt nicht alleine zu „wuppen“ ist. Welche Unterstützung hast du bisher bekommen und wie groß ist dein Team?

Thomas Berger: Ich bin sehr stolz darauf absolut sachkundige und versierte Helfer und Supporter in meinem Team zu haben. Obendrein sind meine Helfer allesamt nette, diskrete und verlässliche Leute. Es sind allesamt keine Journalisten genauso wie ich selbst. Mein Team besteht hauptsächlich aus professionellen und semi- professionellen Musikern, die genau wissen was Sie tun. Sie verfügen über eine Menge Sachkenntnis und wissen daher auch die richtigen Fragen zu stellen. Besonders erwähnen möchte ich an dieser Stelle Jan und Alexandra von den Death- Metallern Sabiendas, Pavlos Batziakas von den Thrash-/Doom-/ Epic- Metallern Lilith Laying Down sowie Thorsten Toto Hain von Savage Circus, Frank Blackfire (Ex- Kreator, Ex- Sodom) sowie meine Frau Evelina, die mir regelmäßig bei den Dreharbeiten eine enorm große Hilfe sind und Eugen von der Kölner Thrash Metal Band Pripjat, der u.a. auch für Metal.de und Legacy tätig und obendrein ein absoluter Vollblut- Rock`n Roller vor dem Herrn ist.

Schwätzer, Intriganten und Wichtigtuer kann ich bei meiner Arbeit natürlich absolut nicht brauchen. Wenn keiner meiner Helfer Zeit hat fahre ich aber auch alleine zu den Dreharbeiten. Natürlich bleiben insgesamt ca. 90 Prozent aller mit der Doku in Verbindung stehenden Arbeiten an mir alleine hängen, da der Großteil der eigentlichen Arbeit für mich ja erst beginnt wenn ich von den Dreharbeiten wieder nach Hause komme. Aber ich möchte keinen einzigen meiner Helfer bei den Dreharbeiten missen wollen und möchte mich auch an dieser Stelle bei allen, d.h. auch bei den hier nicht namentlich genannten Leuten, herzlichst bedanken. You Rock !

 

UG: Und was steht in den nächsten Wochen so an?

Thomas Berger: Dreharbeiten in Deutschland bis zum Umkippen...

 

UG: Und hier noch der Klassiker - Stell dir vor du bekommst die Chance dich selbst vor ca. 10 Jahren mit dem Wissen von heute zu treffen. Was würdest du deinem jüngeren Ich mit auf den Weg geben?

Thomas Berger: Keine Ahnung, habe meine Glaskugel gerade nicht am Start ! Vielleicht so etwas wie: Bleib immer du selbst, bleibt dir treu und sei kreativ. Stay heavy !

 

UG: Dann drücken wir dir die Daumen dass du das Projekt so realisieren kannst wie du es dir vorstellst und du dir selbst und vor allem der Szene die Doku „schenken“ kannst, die sie verdient - Wir bleiben auf jeden Fall gespannt!

Thomas Berger: Ich danke Dir. Hau rein!

 

Das Interview führte Grave von Undergrounded und Thomas Berger, Regisseur und Mastermind hinter der Doku-Reihe "Heavy Metal Made In Germany" Mehr Infos findet ihr unter:

HMIG Seite auf FB

Thomas Berger Youtube Channel


Gelesen 4654 mal Letzte Änderung am Sonntag, 01 September 2013 10:17

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Welcome to Heavy Metal Made in Germany. Der offizielle Pilotfilm 2.0 Thomas Berger Media

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