Samstag, 02 März 2013 12:47

Dragonsfire - Speed Demon

geschrieben von Ghostwriter
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Ich hatte gestern abend auf meinem 120km Ritt durch die schwäbische Pampa ins badische Feindesland wenig Laune auf was Neues. Deswegen lief zum X-ten mal meine BM Compilation durch bis ich wenig neugierig einen rekordverdächtigen Boxenstopp im Dunkeln einlegte, die neue Dragonsfire „Speed Demon“ CD raus dem Kofferaum kramte, nur um auf dem Beschleunigungsstreifen voll umgehauen zu werden.

"Nowhere to run nowhere to BÄM!"


Das erste Lied musste ich mir gleich 3x anhören und konnte beim zweiten Mal schon kräftig mitgröhlen. Mit dem ersten Track „Speed Demon“ haben die Dragonsfire-Jungs schonmal mächtig Eindruck geschunden und zeigen, dass hier einiges an Talent verbaut wurde. Dies kann man allerdings auch erwarten, da die Vier nicht mehr ganz taufrisch im Business sind und schon auf einige Releases und damit Erfahrung zurückblicken können. Aber so muss sich Heavy Metal auf jeden Fall anhören wenn ihr mich fragt und mal vom Titeltrack abgesehen, hauen die Jungs eigentlich auch mit jedem weiteren Song in die gleiche Kerbe - ohne langweilig zu werden oder an Kreativität zu mangeln. Die Platte hat alles was einem Oldschooler gefallen dürfte. Einen rotzig schmetternden Gesangsbassisten, zwei riffig-rockende Gitarrenspezialisten mit beeindruckenden Skills an den E’s und einem Drummer der die Jungs auf Linie hält. Bei ein paar schon fast episch zu nennenden Passagen fängt Rampensau Torsten mit einer dreckig-rauchigen Stimme ab, bevor man in eine fast schon powermetalartige Klangstruktur abdriftet. Aber genau dieses Spiel an der Genregrenze macht richtig Bock auf mehr!


Leider ist auf der Platte aber auch ein ziemliches Manko verbaut, die Trackliste. Nur acht Songs von denen der Letzte (The Warrior) eine Live-Version des letzten Songs der ersten Dragonsfire-Platte „Burning for Metal“ ist und Track 7ben, der eher ein kurzes Intermezzo darstellt und in Kooperation mit Rolf Munkes (Tony Martin), Steel Eel und den Jungs von Iron Fate produziert wurde. Wenn man die Diskographie von Dragonsfire kritisch beobachtet, müsste der nächste Longplayer 11 oder 13 Songs beinhalten und dann bin ich mir fast schon sicher die volle 10 vergeben zu können!


Fazit: Allein der erste Song animiert zum Speed Demon zu mutieren und wird live wohl zur neuen Hymne der Band werden. Mal schauen wo man Dragonsfire dieses Jahr erwischen kann – Absolutes Pflichtprogramm für alte Recken wie mich!


Tracklist:

1. Speed Demon (3:49)

2. Savior (4:34)

3. The Gunslinger‘s Fate (4:40)

4. The Prophet (4:51)

5. Allied Force (5:12)

6. Ask For More (4:07)

7. Steel Eel feat. Iron Fate and Rolf Munkes (1:45)

8. The Warrior (Live) (5:35)


Bewertung:

9 von 10 Punkten

Weitere Informationen

  • Band: Dragonsfire
  • Album Titel: Speed Demon
  • Erscheinungsdatum: 13.04.2013
  • Fazit: Allein der erste Song animiert zum Speed Demon zu mutieren und wird live wohl zur neuen Hymne der Band werden. Mal schauen wo man Dragonsfire dieses Jahr erwischen kann – Absolutes Pflichtprogramm für alte Recken wie mich!
Gelesen 4038 mal Letzte Änderung am Samstag, 02 März 2013 13:13

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