Freitag, 23 Januar 2015 16:09

Akrotheism - Behold The Son Of Plagues

geschrieben von Grizzly
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Behold The Son Of Plagues Behold The Son Of Plagues Akrotheism

Ich sitze hier also mit meiner Tasse Kaffee in der einen und der Maus in der anderen und schaue auf das Cover von "Akrotheism" mit dem Album "Behold The Son Of Plagues". "Also wieder was Griechisches", denke ich mir und erinnere mich an das letzte mir vorgelegte Machwerk, doch dieses Mal mit ihrem Debüt Album. 

Im Zusammenhang mit "Akrotheism" fallen Worte wie "Nihilismus, Esoterik, der Einfluss von Gott und Satan auf die irreparable Dekadenz der Menschheit", soweit so gut, eben relativ üblich für ein Black Metal Geschwader. Wieder was griechisches ja, aber verdammt, nach dem Intro dämmert es sofort, hier wird nicht nur versucht Musik in der Farbe meines Kaffees zu machen, hier wurde es auch bombastisch geschafft! Das Intro nimmt sich Zeit, in die Richtige und düstere Stimmung zu versetzen und macht direkt Lust auf mehr.


Direkt danach nimmt die Scheibe gleich volle Fahrt auf. Das Stück "Antimatter As I" setzt mit einem höchst aggressiven Gitarren-Riff ein und wird nach wenigen Sekunden vom Schlagzeug begleitet. Gefolgt von Sänger Aeon's hasserfüllten Gescreame. In den einzelnen Abschnitten zwischen dem Refrain spuckt dieser uns in sehr schnellen und kurzen Worten seine Verachtung entgegen, das Lied hinterlässt damit sofort einen Eindruck bei mir und ich erwische mich wie ich Gedankenverloren mit dem Kopf mitwippe. Mit "Hanged In The Shift Of The Abyss" folgt dann eher übliche Black Metal-Kost aber keineswegs schlechte. Das Lied beginnt mit einer ruhigeren stimmigen Einleitung. Anschließend sorgen schnelle und häufige Stilwechsel für eine angenehme Abwechslung und ich kann nur jedem Interessierten Raten, sich mit dem Titel auseinanderzusetzen. Es ist eben ein Stück das seine Schwächen aufweist aber trotzdem interessant bleibt.


Der Titelsong der Platte beginnt ebenfalls mit einer ruhigen von Chören begleiteten Einleitung und erhält die düstere Stimmung wunderbar aufrecht. Nach kurzer Zeit setzen im Intro kratzige Gitarre und vorsichtig gespieltes Schlagzeug ein. Anschließend kann man sich nur festhalten, das Lied bläst einem mit wuchtiger Double-Base, aber dennoch melodischem Gitarrenspiel entgegen. Aeon beginnt mit seiner üblichen Hasstirade und es gelingt "Akrotheism" hier ein weiteres wunderbar stimmiges Lied abzuliefern. Auch hier kommen wieder vereinzelte Stilwechsel vor, die das Lied spannend und auch nach 7 Minuten noch interessant machen. Zu "Subhumans Anabaptism“g ibt es eigentlich nicht viel zu sagen, es hält sich treu an seine Vorgänger. Häufige Stilwechsel, mal sanft, mal höchst aggressiv, sorgen auch hier wieder für angenehme Stimmung. Alles in allem nicht das stärkste Lied der Scheibe, macht dennoch aber Spaß beim Anhören.


Und wieder bekommen wir etwas Großes serviert! "Flagellum Made Carthasis" beginnt mit stimmigen Gitarren-Riffs, welche gleich wieder zum Headbangen einladen. Doch bevor man zu sehr in seine eigene Gedankenwelt abdriftet, reißt einen das Stück mit brutaler Gewalt wieder in die Gegenwart zurück, wechselt aber anschließend wieder auf das vorherige Riff, welches sich letztendlich auch als roter Faden durch das Lied zieht. Diese Wechsel begleiten das Lied weiter und es stellt sich als weiterer großartiger Titel heraus. "Salt of Grace" beginnt mit dem nun fast schon üblichen ruhigen melodischem Intro und auch hier lässt es sich die Einleitung nur mit "düster, böse, genial" zusammenfassen. Los geht’s wieder mit aggressiven Schlagzeug-Geknüppel und kreischendem Gitarren-Riff. Und noch ein weiteres Mal bekommen wir es mit häufigen Stilwechseln zu tun. Und noch ein weiteres Mal machen diese einfach Spaß. Zwar bekommen wir hier nicht die größte Stärke der Scheibe zu hören, aber ein solides Lied durchaus mit dem "Gütesiegel gut" befunden.


Auch "Wine Of Blasphemies" macht einfach Spaß und mir gehen langsam die Möglichkeiten aus, dieses Lied im Detail zu beschreiben. "Akrotheism" haben eben ihr Konzept, welches sie erfreulicherweise weiter durchziehen und welches jedem Titel dennoch Platz lässt, sein eigenes Statement zu hinterlassen. Und damit will ich es auch dem geneigten Hörer überlassen, sich ein Bild der letzten beiden Titel zu machen, denn auch "Send Us To Swines" und das Outro konnten mich voll überzeugen. Alles in allem liefern "Akrotheism" mit "Behold The Son Of Plagues" ein großartiges Debüt-Album ab, gerade wenn man bedenkt das es sich hierbei um Neulinge der Zunft handelt. Gut, Aeon hat sich bereits mit "Aeklypsis" einen Namen gemacht, aber da es sich dort lediglich um eine EP mit 3 völlig verschiedenen Stilrichtungen handelt, sollte man diese nicht zu sehr ins Gewicht fallen lassen. Ich für meinen Teil hoffe alsbald mehr von "AKROTHEISM" aufgetischt zu bekommen und freue mich bereits darauf das Album erneut zu hören.

 

Trackliste:

01. Sepsis Ex Nihilo
02. Antimatter As I
03. Hanged In The Shaft Of The Abyss
04. O4. Behold The Son Of Plagues
05. Subhumans’ Anabaptism
06. Flagellum Made Catharsis
07. Salt Of Grace
08. Wine Of Blasphemies
09. Send Us To The Swines
10. To Swarm Deserted Away (Ved Buens Ende Cover)

Bewertung:

10 von 10 Punkten


Weitere Informationen

  • Band: Akrotheism
  • Album Titel: Behold The Son Of Plagues
  • Erscheinungsdatum: 08.02.2014
  • Fazit: Eine geniale und solide Scheibe, die sich kein Freund der Black Metal Szene entgehen lassen sollte. Häufige, hin und wieder schnelle Stilwechsel sorgen dafür, dass kein Lied ermüdend wirkt und im ganzen Album findet sich kein Song der es verdient hätte Übersprungen zu werden.
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Behold The Son Of Plagues - Trailer Akrotheism