Wie kann man heutzutage noch ein Festival veranstalten, das sich wirklich von den üblichen Musikevents auf den Feldern der Republik absetzt ? Man pflanzt das ganze neben eine malerische Burg im Werratal bei Eisenach und gibt dem geneigten Festivalbesucher eine Atmosphäre, die sonst nur wenige Festivals bieten. Das Burgbrand Open Air fand am 22.-24. August zum ersten Mal genau dort statt und setzte so den Grundstein für ein weiteres Underground Festival, das schon beim Line-Up großes Interesse bei uns weckte.

"Ist das PartySan noch Underground? Wie könnt ihr das supporten?" Mit diesen Kommentaren durften wir uns ab dem Moment auseinandersetzen, als wir die ersten Party.San-Posts über FB geteilt hatten. Nun, was soll man sagen? Das Party.San ist natürlich eines der größeren deutschen Metal-Festivals und auch die fettgedruckten Namen auf dem Billing haben selbstverständlich einigen Impakt. Trotzdem hat sich das Event über die Jahre, ähnlich wie viele kleinere Festivals nicht verkauft oder (trotz Potential des Geländes) auf Hauen und Stechen vergrößert. Wer das Kleingedruckte liest findet jedes Jahr auch Bandnamen, die man selten oder gar nicht gelesen hat und das machte es für Undergrounded interessant, einen genaueren Blick zu werfen.

Nach einer sehr erfolgreichen ersten Ausgabe 2018 ging das Mahlstrom Open Air am 19-20.07. in die zweite Runde. Als „das naturverbundene Festival“ hat man sich ein Alleinstellungsmerkmal geschaffen und hat am idylischen Herthasee in Holzappel eine perfekte Location dafür gefunden. Das Line-Up versprach zwei aufregende Tage mit Pagan und Black Metal die wir uns nicht entgehen lassen wollten.

Der letzte Tag des UTBS begann früh und hatte wahrhaftig den Charakter eines apokalyptischen, "letzten Tages": Es war den Besuchern deutlich anzusehen, welche Tortur ihre Körper in den vorausgegangen Sonnenläufen dank der Hitze durchgemacht haben. Der Samstag sollte auch der heißeste Tag des Festivals werden und direkt vor der Bühne in der prallen Sonne war es kaum auszuhalten.

Der Freitag zeigte sich anfangs von einer sehr milden Seite für die Besucherschaft des diesjährigen UTBS, da der Himmel zunächst bewölkt war. Während sich manche am bereitgestellten Frühstücksstand gütlich taten und der Rest erst ganz langsam aus den Zelten kroch, begannen im Infield bereits die Vorbereitungen für die Auftritte des Tages und das erste Bier im Backstage wurde gezapft (wir leaken vielleicht zu einem späteren Zeitpunkt, welche Band sich bereits vormittags ausschenken ließ!). 

Tag 1 des diesjährigen Under The Black Sun Festivals begrüßte die Besucher mit unerbittlichem Sonnenschein, wie es zurzeit in Deutschland nahezu überall der Fall ist. Etwas ausgelaugt von der langen Anreise (unser Team kam dieses Mal komplett aus Nordrhein-Westfalen und verbrachte um die 5 Stunden auf der Autobahn) begutachteten wir zunächst das Gelände und man musste feststellen, dass größtenteils am bewährten Aufbau festgehalten wurde. Dieses Mal gab es sogar auf dem Campground einen Bierstand, neben dem auch für Frühstück gesorgt wurde, mehrere Wasserstationen und (haltet euch fest!) provisorisch zusammengeschusterte Duschanlagen auf dem Festivalground! Leider bemängelten manche Besucher, dass das Bier am Donnerstagnachmittag alles andere als kalt serviert wurde, was man aber zügig in den Griff bekam.

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