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Kommt Zeit, kommt Unrat.

Manchmal geht man im Leben komische Wege. Wenn man dann durch irgendwelche Zufälle in der experimentellen Ecke des Metal landet und sich irgendwo zwischen Black Metal à la Krallice oder Drone Metal wie Sunn O))) bewegt, kommt man irgendwann an den Punkt, wo die Musik immer schräger, die Alben immer verwirrender und das gesamte Bandkonzept schlichtweg eigenartig wird. Mit Njiqahdda ist unser Team über genau solch ein Projekt gestolpert und ist seit einigen Jahren von der Fülle und der Diversität der Alben dieser Band beeindruckt. In jedem Fall war klar, dass die US-amerikanische Band sich ihren Platz in unserer Rubrik UdR redlich verdient hat. 

Samstag, 21 September 2019 18:00

UNTER DEM RADAR - SUN WORSHIP (BLACK METAL)

In Zeiten, in denen Bands wie Winterfylleth oder Wiegedood durch die Decke gehen und zu wahren Lieblingen der Black Metal-Szene avancieren, wird die Frage laut, ob auch aus der deutschen Ecke vergleichbare Bands kommen. Aber warum eigentlich vergleichbar? Vielfach zeichnet sich moderner Black Metal -man blicke vor allem nach Frankreich- durch eine stark wachsende Avantgarde aus. Dies ist nicht schlecht, aber für Freunde geradliniger Musik oftmals zu viel des Guten. Glücklicherweise gibt es aber ja die andere Seite: Und zu dieser kann man Sun Worship zweifelsohne auch zählen.

In den sächsischen Weiten entstand 2014 das, was wir heute als das von nordischer Mythologie geprägte Black Metal-Projekt Nornír kennen. Das Quartett rund um Frontfrau Lethian beschäftigt sich dabei nicht nur thematisch mit dem hohen Norden, sondern veredelt seine Musik teilweise auch mit der nordischen Sprache und verleiht der Musik der Band damit eine ganz neue Tiefe.

Es ist nicht ungewöhnlich, dass sich Bands in der Wahl ihrer Texte an den lokalen Gegebenheiten orientieren.  So verwundert es auch nicht, dass dabei teilweise auf Dialekte zurückgegriffen wird, die vielen mitunter unbekannt erscheinen. Friisk aus dem schönen Ostfriesland fallen in diese Kategorie - und sind aus ihrem Umkreis vermutlich die ersten damit...

Der Untergrund in der Metal-Szene birgt viele abstruse Kombinationen. Viele davon sind vermutlich absoluter Humbug. Aber hin und wieder staunt man nicht schlecht, welche verrückten Ideen doch zünden können. Stoner Metal aus Estland ist beispielsweise so eine kleine Nische, der man vor vielen Jahren noch keine große Aufmerksamkeit hätte beimessen können. Mittlerweile gibt es dort aber ein paar qualitativ hochwertige Vertreter. Unterm heutigen Radar betrachten wir eine Band mit dem völlig passenden Namen Estoner.

Wir schreiben das Jahr 2007, meine Anfänge im Metal liegen wenige Jahre zurück, mein Fokus liegt zu dieser Zeit auf Folk und Viking Metal, genauer gesagt auf Korpiklaani und Ensiferum. Die finnische Szene in diesem Genre ist sehr reichhaltig besetzt. Und rein zufällig stolpere ich über Northland, die seit gerade einmal drei Jahren versuchen, die spanische Metal-Schiene durchzuputzen...

Es gibt ja Tage, an denen ist man nicht immer bester Laune. Viele greifen dann zu schlecht produzierter, industriell gefertigter und mit Autotune verhunzter Party-Konserven-Musik, um der Tiefphase zu entfliehen und noch den letzten Funken Hoffnung auf eine bessere Welt zu wahren. Und dann gibt es Menschen wie mich. Ich höre dann Throane und lebe die schlechte Laune auch musikalisch aus. Witzigerweise wird die Laune dadurch meistens auch zügig besser. Aber fangen wir vorne an.

Freitag, 26 Januar 2018 19:42

Unter dem Radar: Cobalt (Black Metal)

Wer sich mit den aktuellen Entwicklungen im Black Metal beschäftigt, wird an dem kanadischen Label Profound Lore nicht vorbeikommen. Dieses fährt einen prallgefüllten Roster an experimentellen und überragenden Bands auf - eine davon ist Cobalt, die wir in der heutigen Ausgabe von „Unter dem Radar“ etwas genauer beleuchten wollen.