Mit dem Westerwald verbindet man wunderschöne Natur, herrlich ruhige Wälder und möglicherweise noch das gute Bier – mit Sarkh kommt nun noch Post Rock dazu, welcher die Eindrücke dieser Natur einfängt und träumerisch musikalisch verarbeitet. Aus der Asche von Hesaja auferstanden dürsten die drei Hachenburger nach instrumentaler Musik, die trotz der nicht enden wollenden Flut an Post Rock/Metal-Bands klar heraussticht und ihresgleichen sucht.

Freigegeben in Unter dem Radar

Reine Instrumental-Musik ist oft harte Kost, die durch ihre komplexen Songstrukturen und den nicht gerade eingängigen Titeln vielen verschlossen bleibt. Yuri Gagarin haben es aber mit ihren zwei ersten Releases geschafft bei einer nicht gerade unbeachtlichen Anzahl an Hörern einen Nerv zu treffen und gerade mit dem zweiten Release “Center of all Infinity“ in den Top-Jahreslisten zu landen. Nun haben wir den dritten Streich der Schweden auf dem Seziertisch und wollen sehen, ob sie mit “The Outskirts Of Reality“ ebenfalls wieder punkten können.

Freigegeben in Album Reviews
Samstag, 22 Februar 2020 17:14

Unter dem Radar - Code (Black/Post Metal)

Bereit für etwas Beruhigendes für Seele und Geist? Die Band Code, oft als <code> stilisiert, gilt gemeinhin als absoluter Geheimtipp im avantgardistischen und experimentierfreudigen Black Metal und ist seit ihrem letzten Full Length-Release "Mut" von 2015 mehr oder weniger auf Tauchfahrt. Die Musiker aus London sind mit ihrem Ideenreichtum und ihrem virtuosen Spagat zwischen Black Metal-, Progressive- und Post-Elementen bereits seit zwei Dekaden zu Werke, auch wenn die Geschichte der Band durchsetzt ist von Pausen und Ensemble-Wechseln. Das Schöne und gleichwohl Tragische an der Musik der Band ist eigentlich, dass Schubladendenken und klare Güteprädikate einfach nicht mehr funktionieren. Code spielen Black Metal, ohne dass es Black Metal ist - und allein dadurch haben sie sich einen Artikel in unserer Rubrik redlich verdient.

Freigegeben in Unter dem Radar

Auch der zweite Tag des diesjährigen Prophecy Fests wartete mit starken Line-Up auf. Waren zur ersten Band noch viele Festivalbesucher auf dem kleinen, aber feinen Campground verblieben, frühstückten beim bereitgestellten, kostengünstigen Buffet oder tranken noch gediegen einen Wein auf dem Vorplatz der Höhle, ging es im Inneren der Balve Cave mit den Holländern von Laster los. Die dreiköpfige Post Black Metal-Combo aus Utrecht überzeugte mit ihrem avantgardistischen Auftritt und mal harschen, mal progressiven Sound. Stücke von ihrem aktuellen Album „Het wassen oog“ wie „Vacüum != Behoud“ oder „Schone schijn“ stellten dabei unter Beweis, was viele an der Band so fasziniert: Laster spielen Black Metal, ohne wirklich die klassischen Brandzeichen des Black Metal zu tragen. Auf der Bühne tragen die Herren dabei stets anonymisierende, weiße Schädelmasken, die auch auf Promo-Bildern der Band zum Wiedererkennungswert beitragen, die Vocals stammen dabei von allen dreien aus dem Ensemble und erinnern noch am ehesten ans Genre Black Metal – letztendlich ist die Musik aber häufig eher rockig, nur um dann wieder in chaotischen Kaskaden auszubrechen. Schade, dass Laster so früh auf der Bühne standen, entwickelten sie sich doch zu einem der interessantesten Acts des gesamten Festivals!

Freigegeben in Festival Reviews

Als Prophecy Productions Anno 2015 ankündigte, dass es zu Ehren des 20-jährigen Bestehens ein Jubiläumsfestival mit speziellen Bands aus eigenem Kader veranstalten würde, löste man eine Welle der Begeisterung aus. Fand das Event in der Erstauflage noch als Ein-Tages-Fest statt, wuchs man 2016 bereits zu einem Zwei-Tages-Spektakel heran und holte auch Label-übergreifend besondere Bands ins Line-Up. Nach den überaus beliebten ersten drei Ausgaben des Label-eigenen Prophecy Fests in den Jahren bis 2017 gaben die Veranstalter früh bekannt, dass man 2018 mit einem Event in der wunderschönen Balver Höhle im Karstgebiet zwischen Westfalen und Sauerland aussetzen, dafür aber 2019 in die Eventstätte zurückkehren werde – gesagt, getan: Das Special Interest-Label lud mit besonderem Programm am Wochenende des 13.-14. September zur nunmehr 4. Ausgabe ihres auserlesenen Events und damit zu einer Musikveranstaltung der Extraklasse.

Freigegeben in Festival Reviews
Sonntag, 30 Dezember 2018 15:05

Путь - Песни смерти

Wenn meine Kyrillisch-Kenntnisse doch nicht nur so nicht-existent wären! Dieser Gedanke kommt mir bei meinen Streifzügen durch die Metal-, Rock- und Punkwelt der russischen Föderation in letzter Zeit häufiger. Mit „Path – Death Songs“ bzw. Путь - Песни смерти habe ich, mehr durch Zufall (oder vielleicht durch die Nähe zu Estland) ein weiteres Kleinod entdeckt und man muss wohl irgendeinem Algorithmus danken, der mir den Link untergejubelt hat. Meine Recherche vor dem Review hat mir allerdings nicht viel geholfen etwas über die Band herauszufinden.

Freigegeben in Album Reviews

Nachdem die Wintermelodei 2017 mit Wederganger als Headliner ein Erfolg war, wollten die Veranstalter „Schwarzlicht Konzerte“ in diesem Jahr noch eine Schippe drauf legen und präsentierten am vergangenen Samstag die zweite Auflage. Dabei gab es im Vorfeld zunächst Ärger seitens kirchlicher Organisationen.

Freigegeben in Festival Reviews
Freitag, 27 Juli 2018 22:07

Prophecy erweitert das Repertoire

Der Juli scheint ein starker Monat für das Label Prophecy Productions zu sein. Gleich sechs Bands wurden von Prophecy unter Vertrag genommen und erweitern so den starken Roster um weitere experimentelle Töne.

Freigegeben in News
Montag, 25 Juni 2018 11:38

Forlatt - Aldri

Songs mit einer Länge von 30+ Minuten sind im Black Metal nach wie vor nicht die Regel. Bands wie Moonsorrow schaffen es jedoch, mit wenigen solcher Songs ganze Alben adäquat zu füllen. Auch Forlatt kommt auf der Scheibe „Aldri“ mit drei elendig langen Titeln daher. Nur kommt das Atmospheric/Post Black-Projekt nicht ganz auf das Niveau der mittlerweile legendären Finnen.

Freigegeben in Album Reviews
Dienstag, 19 Juni 2018 22:09

Below A Silent Sky - A View From Afar

Mit ihrer ersten EP aus dem Jahre 2014 und dem Album „Corrosion“ schafften es BELOW A SILENT SKY, mich für ihren instrumentalen Post Metal zu begeistern. Nach zweieinhalb etwas ruhigeren Jahren liegt mit „A View From Afar“ jetzt das zweite Album zum Review vor und muss sich hohen Erwartungen meinerseits stellen.

Freigegeben in Album Reviews
Seite 1 von 3