Montag, 15 April 2013 23:55

Arioch - Civitas Diaboli

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Black Metal ist ein unberechenbares Genre. Neben unzähligen Möchtegern Pandas und Anton Lavey Anhängern, gibt es auch immer wieder musikalische und konzeptionelle Perlen, wie in diesem Fall Arioch aus Coburg. Diese veröffentlichten bereits vor einiger Zeit mit "Civitas Diaboli" ihre erste EP und liegen nun auf dem Undergrounded Seziertisch zur Analyse bereit.

Nach kurzem Glockenläuten, sowie einem Chor, geht es mit "Hymn To Fall" gleich in die Vollen. Die Gitarren schreddern, während die Drums in atemberaubender Geschwindigkeit Doublebass und Blastbeats abfeuern. In diesem 8 Minuten Monster ist alles enthalten, was ein guter Black Metal Song benötigt: rasende Attacken, groovige Mosh Parts, melodische Sequenzen, sowie ein gesprochener lateinischer Zwischenpart stehen auf der Agenda und werden durchgehend hochwertig umgesetzt. Hinzu kommt eine lyrische Ausarbeitung, die problemlos mit den großen des Genres mithalten kann und formt das erste Highlight der Scheibe.


Das nächste lässt aber nicht lange auf sich warten, sondern ertönt anschließend in der Form von "Satans Gift". Gradliniger als der Opener, jedoch nicht weniger hochklassig, wird hier in fünf Minuten alles in Schutt und Asche gelegt und ein wahnsinniges Tempo vorgelegt. Respekt! Mit "Civitas Diaboli" ist man auch schon beim letzten Song der EP angekommen. Zu Beginn drosselt man etwas das Tempo, um anschließend wieder in die Vollen zu gehen. Die Snare hämmert erneut wie ein Maschinengewehr, während Sänger Da´ath seinen Hass ins Mikro keift. Eine willkommene Abwechslung liefert hier der groovige Refrain, in der Bassist Sarkaz als Zweitstimme growlt und Da´ath gekonnt unterstützt. Durch einen martialischen Zwischenteil wird der Song zusätzlich aufgelockert, bevor ein letztes Mal alles gegeben wird. Erneut ein Volltreffer! Dass man nicht nur musikalisch überzeugen kann, sondern sich um das Gesamtwerk Gedanken macht, zeigt auch das Artwork. Obwohl dies nur eine EP ist, ist die Gestaltung sehr stimmig und erinnert etwas an Watain und Behemoth.


Insgesamt liefern Arioch ein beeindruckendes Debüt ab, das, trotz lediglich drei Songs, mit 21 Minuten eine beachtliche Länge hat. Ich war selten so begeistert von einer Black Metal Scheibe. Jeder Fan des Genres sollte diese Band im Auge behalten, doch können auch "Auswertige" einen Blick wagen. Die volle Punktzahl wird hierbei nur nicht vergeben, da die Band erst noch beweisen muss, dass sie diese Klasse auch auf die Dauer eines Full- Length Albums halten können.


Tracklist:

1. Hymn To Fall

2. Satans Gift

3. Civitas Diaboli


Bewertung:

9/10

Weitere Informationen

  • Band: Arioch
  • Album Titel: Civitas Diaboli
  • Erscheinungsdatum: 2009
  • Fazit: So muss Black Metal klingen. Bestellen, anhören, genießen!
Gelesen 3258 mal Letzte Änderung am Dienstag, 16 April 2013 08:09

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Civitas Diaboli Arioch