Montag, 18 Februar 2013 22:48

02.02.2013 Dong Winter Party 2013, Weststadthalle Essen + Suidakra + Dew Scented + div.

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02.02.2013 Dong Winter Party 2013, Weststadthalle Essen + Suidakra + Dew Scented + div. Dong Winter Party 2013

„Rise From The Mud” war das Motto der Dong-Winterparty, welche am 02.02.13 in der Essener Weststadthalle stattfand. Als winterlicher Ableger des Dong Open Air, welches im vergangenen Jahr leider komplett abgesoffen war und eine einzige Schlammschlacht ergab (wir berichteten), nahmen sich die Organisatoren zum Anlass die Dong-Familie zu einem schlammfreien Wintertreffen zu laden.

Diesem Aufruf folgten dann auch etwas über 400 Zahlende Gäste, trotzdem wurde das Klassenziel einen gewissen finanziellen Puffer für das kommende Dong Open Air in Neukirchen-Vulyn zu generieren aber leider nicht so recht erfüllt. Wer das Festival kennt weiß, dass die DOAs ihre Gäste nicht ausnehmen wie eine Weihnachtsgans,so wie man es von dem ein oder anderen namenhaften Open Air gewohnt ist. Ebenfalls wird beim DONG viel über die Stadt Neukirchen sowie einiger Sponsoren geregelt und ist eben als „Förderung der Kultur“ eine „Non Profit“ Angelegenheit! Da die Ticketanzahl strikt begrenzt ist, die Ticketpreise und vor allem Preise für Speis und Trank sind ebenfalls sehr human (hier sei das Beispiel erlaubt, dass man sich für bombastische 5 Euronen ein nettes Menu aus Bier, Burger und frittierten Kartoffelstäbchen basteln kann) und da all das kostet und natürlich bezahlt werden will, kann so ein Finanzpolster ja nicht schaden.



Ist die Einleitung zu den Geschehnissen dieses Samstagabends auch etwas länger als gewohnt, sind es doch wichtige Infos um die Stimmung nachvollziehen zu können. Wie schon erwähnt, trifft es der Begriff „Dong-Familie“ nämlich schon recht gut. Angefangen bei den Bands, über die Berichterstatter, bis hin zu den Leuten vor der Bühne, waren nämlich durchweg bekannte Gesichter in der Halle, die man eben sonst vom DOA-Schicksalsberg kennt. Eröffnet wurde der Abend von den Jungs von SYNASTASIA, welche bereits 2010 auf dem DONG zockten. Hatten es zu der Show der Duisburger auch noch nicht alle Pilger rechtzeitig vor die Bühne geschafft, sammelten sich nach einer Umbaupause,die auf Grund technischer Probleme „etwas“ länger dauerte, dann bei der zweiten Kapelle schon merklich mehr Leute an. Die Umbaupause schien ihren Zweck nicht verfehlt zuhaben und so legten PATH OF GOLCONDA mit wirklich sehr gutem Sound los. Der leicht groovige Deathmetal zog dann auch alle bis dato Anwesenden, komplett vor die Bühne und die Erinnerungen, unter anderem an das vergangene DOA 2012 wo „Path ofGolconda“ ebenfalls zockten, waren schnell wieder geweckt. Der „Prost-Trick“ zur Animation des Publikum funktionierte auch hier ganz gut und
mit der Ankündigung, dass an einem neuen Album gearbeitet wird, kam erst mal der Track „Cannibal Crusade“ vom ersten Album „Destination Downfall“. Gegen Ende des Sets wurde das Gegroove merklich schneller und ergab teilweise auch mal Ballerparts, die nicht nur dem Schlagzeuger, der sowieso fast durchgängig die Texte fröhlich vor sich her trällerte, gefallen haben dürften.

 

Als nächstes standen die Grailknights auf dem Tagesplan! Für fast drei Jahre war die schräge Kombo in der Versenkung verschwunden wovon man an diesem Abend aber absolut gar nichts merkte und der Mob war von Anfang an sofort voll mit dabei! Wer die Grailknights nicht kennt hier ein kurzer Steckbrief

 

Superheldenkostüme auf der Stage
Musik: Mix ausHumpa/Melodic/Death/Poser-Metal
Viel los auf der Bühne:Urks, „Dr. Skull“, das edle Ross „Zapf Beauty“



Mit allem Genannten und verdammt viel Gepose zogen sie das Publikum von Anfang an auf ihre Seite und während sie den heiligen Gral gegen Dr. Skull verteidigten, brachte „Zapfbeatuy“ ein 5 L Fass Bier für das Publikum herbei, es gab eine Muskel-Laola und “Grailrobic“ wobei ca. 95% der Anwesenden mitmachten. Was soll man sonst dazu sagen? Man muss wohl dabei gewesen sein um sich das wirklich vorstellen zu können! Ansonsten bleibt zu berichten, dass mit „Lord Drumqules“ ein neuer Trommler am Start war, welcher vom Publikum auch ohne lange Umschweife aufgenommen und besungen wurde. Generell hatte es da in der Vergangenheit ja viele Neubesetzungen gegeben. Vor der Bühne war die Stimmung mehr als ausgelassen und Pogo, Headbanging und die ein oder andere Tanzeinlage gab es quasi durgehend! Nach dem letzten Song, wurde von der Meute zwar energisch eine Zugabe gefordert, gab es aber (leider) nicht.

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Und denn kletterten THE VERY END auf die Bretter - Der Sound war jetzt leider viel schlechter, auch vor der Bühne war merklich weniger los als zuvor. Man muss an dieser Stelle nun aber wohl anmerken, dass dies wohl kaum an der Musik bzw. der Band selbst gelegen haben dürfte. „The Very End“ sind, nicht zuletzt wegen ihrer neuen Platte „Turn Off The World“ die keine zwei Monate alt ist, in Essen und Umgebung schlicht und einfach etwas überspielt. Der mitgebrachte Fan-Stamm, hatte aber trotzdem Spaß und auch sonst lieferten die essener Jungs wie immer ein solides Brett. Sänger Björn kennt das Geschäft ja nun auch schon etwas länger und kann durchaus sehr passend als „Rampensau“ beschrieben werden. Zu Anfang gab es leider wieder Probleme mit der Technik, dem umgehend mit einem großen „Fuck You“ gehuldigt wurde. Wie gesagt, ordentliche Show aber so recht konnten „The Very End“ die Leute an diesem Abend nicht vor der Bühne halten.


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Den Publikumsverlust konnten die nun folgenden DEW SCENTED auch nicht verhindern, so dass es nun nochmal weniger Leute vor der Stage standen. Trotz ordentlicher Erfahrung wenn nicht sogar von Erfolg zu sprechen, den sich die Jungs mit der Zeit erarbeitet haben, wurde es weniger vor der Bühne. Aber auch hier war es einem kompromisslosen Fanpulk vor der Bühne zu verdanken, dass mit Pogo und Haargeschüttel auch den letzten Verbliebenen motiviert wurde einfach Spaß zuhaben. Nahm man sich für einen Moment die Zeit die eigenen als auch zuweilen fremden Haare aus dem Gesicht zu nehmen, guckte man in einen einzigen kreisenden Haarknoten. Der Trommler bot ein seltenes Bild und soll an dieser Stelle einmal als Gleichnis dienen, bot er doch mit seiner „Mini-Schießbude“ einen sehr ungewöhnlichen Anblick.1 Bassdrum und nur 2 Tomms, dazu eine Hand voll Becken reichten ihm völlig aus um mächtig, prächtig Krawall zu machen. Wie gesagt, das steht hier auch recht passend für die ganze Truppe denn „Dew Scented“ machen schnörkellosen Deathmetal ohne viel Palaver mit dafür jeder Menge Eier!

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Frisch aus dem Studio mit zwei Songs der neuen Platte „Eternal Defiance“ im Gepäck war es Zeit für den Headliner des Abends und SUIDAKRA spielten auf und das taten sie vor jetzt wirklich voller Hütte. Die knapp über 400 Leute an dem Abend schraubten sich fast durchweg die Rübe von den Schultern und Fronter Arkadius war auch nicht weit davon entfernt. Bemerkenswert war vielleicht der Dudelsack auf der Bühne - ist man sowas sonst nur aus der Dose oder dem Keyboard gewöhnt, ließen sich „Suidakra“ hier nicht lumpen. Leider war die Schottentüte teilweise etwas leise bei dem Brett das einem da entgegen ballerte, aber auf jeden Fall eine coole Abwechslung! Wo wir grade schon mal beim Thema Abwechslung sind steuerte, wie schon das ein oder andere Mal zuvor, auch dieses Mal wieder die „Tina“ ein paar weibliche Vokals bei. War es laut „Arkadius“ vorher nur ein „Joke“ gibt es auf dem neuen Album nun wohl eine feste „Schnelle Nummer mit Tina“. Zusammenfassend muss man sagen dass die Jungs eine gute Show ablieferten, wobei 15-20 Minuten weniger Set es auch getan hätten was der Publikumsschwund gegen Ende wohl angedeutet hat.

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Das Fazit des Abends: Zusammengefasst ein absolut Positives! Ob nun viel oder wenig Leute vor der Stage standen, es tat der Stimmung allgemein keinen Abbruch. Das rein-raus Spielchen vor der Bühne dürfte primär darin begründet liegen, dass in der Essener Weststadthalle Rauchverbot herrscht und deswegen eine gewisse Fluktuation nicht auszuschließen war. Es schien zwischenzeitlich auch keiner abgehauen zu sein, wenn man sich die Horde vor „Suidakra“ so anschaute. Die Location an sich war ebenfalls eine gute Wahl, war die Aufteilung zwar etwas ungewohnt, hatte sie aber durchaus den Industriecharm, der den Pott auszeichnet. Die Leute die zum „Rise from the Mud“ gekommen waren, wussten ebenfalls warum sie dort waren. Zwar haben sich die Jungs vom DONG mit diesem Abend keine goldene Nase verdient, es war aber doch echt klasse neben den sowieso bekannten Nasen auch den einen oder anderen Menschen zu treffen, den man sonst nur aus den Gräben des Open Airs kennt - „Familientreffen“ eben.

 

An sich könnten sich einige etablierte Festivals gerne mal überlegen solch Winterableger auf die Beine zustellen. Sollte es in einem Jahr wieder eine Winterparty des DONG geben, tut man absolut nicht falsch daran an diesem Abend mit Präsenz zu glänzen. Das UG Chapter NRW freut sich nun auf das kommende Dong Open Air 2013 für das unter Anderem bereits SOULFLY bestätigt wurden und wünscht vorab schon mal allen ein frohes Schleppen beim DOA 2012!

 

Wir bedanken uns bei unseren niederländischen Freunden von www.metal-exposure.com für die schönen Bilder des Abends. Die Rechte für die Verwendung sowie für alle Fragen bzgl. der Bilder bitte an: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
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Weitere Informationen

  • Band(s): Suidakra, Dew Scented, Grailknights, The Very End
  • Wann: 02.02.2013
  • Wo: Weststadthalle Essen
Gelesen 2286 mal Letzte Änderung am Montag, 18 Februar 2013 23:24
Dustin