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Sonntag, 16 September 2012 16:22

De Profundis - The Emptiness Within

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Bei De Profundis handelt es sich um eine leider noch viel zu unbekannte Progressive Death Metal Band aus Großbritannien, gegründet im Jahre 2005. "The Emptiness Within" ist bereits das dritte Album der Band dass sich an den beiden Scheiben davor messen lassen muss. Die beiden Vorgänger wurden nämlich innerhalb der Metalcommunity mit Lob überschüttet, es gab einen Plattenvertrag bei Kolony Records und massenhaft Auftritte - sogar in Indien!

Bei Progressive Death Metal geht mein erster Gedanke immer an Opeth, welche für mich in diesem Genre absolut ohne Konkurrenz und sowieso eine meiner Lieblingsbands sind. De Profundis hatten jedoch keine Probleme, diesen Test zu bestehen. Jedoch gleich im Voraus: De Profundis sind nicht wie Opeth. Nicht nur, dass sie um einiges melodiöser zu Werke gehen, als die Schweden um Mikael Akerfeldt, die Mannen um De Profundis haben sich insgesamt auch einen ganz eigenen Stil erarbeitet. Bei De Profundis steht der Death Metal klar im Vordergrund, jedoch verlieren sie den Prog-Anteil nicht ganz aus den Augen. Dabei kommt eine solch geniale Mischung aus einer allesumgreifenden Härte, Riffs, die einem hellauf Freude bereiten und einer Atmosphäre, die einen ohne Chance auf Entkommen in seinen Bann zieht, zustande. Und das beginnt schon sofort nach dem sehr vielversprechenden Intro.


Die Grundstimmung der Tracks ist düster, dazu kommen die Drums, eine Wand aus Riffs sowie Craig Lands starke Vocals. De Profundis belassen es bei zwei bis drei Arrangements pro Song, nutzen diese aber vollkommen und in jeder möglichen Variante aus und bieten ein grandioses Ohrkino.  Tempiwechsel par excellence, wunderschöne ruhige Passagen, dann wieder Härte à la voll auf die Fresse - De Profundis nehmen bei ihrem Album wirklich alles auseinander und lassen einen vollkommen fertig zurück.  Die Insulaner schaffen es scheinbar problemlos immer den richtigen Übergang sowie die richtige Mischung zwischen Härte, Verspieltheit und Progressivität zu finden. Was dabei ensteht, macht einfach nur Spaß.

Was die Herren an ihren Instrumenten leisten, ist wirklich grandios und es ist wirklich schon eine Weile her, seit mich das letzte mal Riffs so begeistern konnten.  Die Produktion ist einfach klasse, ist aber auch kein Wunder, denn die Briten durften sich in den Davout-Studios austoben, wo schon Bands wie die Rolling Stones, ACDC oder Ozzy Osbourne ihren runden Datenträgern Leben einhauchten.  Einziger Minikritikpunkt: Die spärlich verwendeten cleanen Vocals könnten um einiges besser sein. Aber dieser Minipunkt wird gleich wieder von der Spielfreude der Band erschlagen.


Während des Hörens wird mir aber schmerzhaft bewusst, dass eben solche grandiosen Leistungen von unbekannten Bands viel zu wenig gewürdigt werden. Solche Bands gehören an die Spitze des Metals, denn sie zeigen, wofür Metal steht und wie Metal klingen kann. Doch während weiter irgendwelche, viel zu bekannten Flaschen immer wieder ihr gleiches Material aufwärmen und auf einer neuen Platte auf den Markt werfen, um jede Menge Geld zu scheffeln, verhungern so kleine Acts wie De Profundis aufgrund ihrer Unbekanntheit - Und das ist eindeutig falsch. Fazit: Lasst euch diesen britischen Leckerbissen nicht entgehen und hört euch De Profundis an - jetzt, genau jetzt, auf der Stelle!

Trackliste:

01 - From The Depths... [Intro]
02 - Delirium
03 - Silent Gods
04 - This Wretched Plague
05 - Twisted Landscapes
06 - Release
07 - Dead Inside
08 - Parallel Existence [Instrumental]
09 - Unbroken [A Morbid Embrace]


Bewertung:

9,5/10


Weitere Informationen

  • Band: De Profundis
  • Album Titel: The Emptiness Within
  • Erscheinungsdatum: 07.05.2012
  • Fazit: Denn was De Profundis abliefern kann doch in einem Punkt mit Opeth verglichen werden - in Sachen Qualität. Und da sind De Profundis mit den Schweden schon fast auf einer Augenhöhe. Also lasst euch diesen britischen Leckerbissen nicht entgehen und hört euch De Profundis an - jetzt, genau jetzt, auf der Stelle!
Gelesen 2336 mal Letzte Änderung am Sonntag, 16 September 2012 17:51

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De Profundis - The Wretched Plague De Profundis