Freitag, 12 Februar 2021 18:26

Watchman - Doom of Babylon

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Auch wenn wir uns derzeit über den tiefsten Winter freuen dürfen, stehen die ersten Stoner-Platten für den Sommer schon vor der Haustür. Watchman aus Indiana ist beispielsweise ein recht neues Solo-Projekt und wird uns im Laufe der nächsten Monate mit dem ersten Album „Doom of Babylon“ beglücken. Wir durften uns die Riff-Wundertüte schon einmal anschauen und nehmen euch gerne mit.

Stark von Bands wie Black Sabbath oder Electric Wizard beeinflusst, haben wir es hier mit einem schwerfälligen Vertreter der psychedelischen Tonkunst zu tun. „Doom of Babylon“ ist von Anfang an vor allem eins: langsam. Ebenfalls früh fällt das gelungene Gitarrenspiel Roy Waterfords auf, der Watchman zu verantworten hat. Die Riffs sind eingängig, teils etwas verspielt aber alles in allem hervorragend. Einziges Manko in der Melodik ist, dass ein Song sein einmal angeschlagenes Riff kaum verlässt. So dröhnt sich die Gitarre monoton durch die schwergängige Soundlandschaft und wird bestenfalls mal mit einem Solo verstärkt.

Auch hier gilt wieder: die Soli sind gut, die Melodik stimmt und auch der elektrisierte Gesang passt meistens in den leiernden Sound von Watchman. Allerdings vergisst Waterford, auf „Doom of Babylon“ so richtig in Fahrt zu kommen und lässt die Songs behäbig dahinplätschern. Etwas mehr Dampf hätte der Platte hier und da gut getan, denn die brummende Basis ist durchaus vielversprechend. Freunde der besonders „fuzzigen“ Musik sollten sich an dieser Scheibe unbedingt versuchen. „The Second Death“ und „Come and See“ seien als Anspieltipps an diser Stelle genannt.


Trackliste:

1. Behold a Pale Horse
2. Bowls of Wrath
3. Doom of Babylon
4. The Second Death
5. Wormwood
6. Come and See
7. Blood, Fire and Pillars of Smoke
8. Pestilence


Bewertung:

6,5 / 10

Weitere Informationen

  • Band: Watchman
  • Album Titel: Doom of Babylon
  • Erscheinungsdatum: Sommer 2021
  • Fazit: Vielversprechend ist „Doom of Babylon“ auf jeden Fall. Die Riffs sind teilweise echt klasse und offenbaren teilweise richtige Schätze. Die Monotonie der Platte stört aber spätestens beim dritten Hören und sorgt für etwas Langeweile. Wer sich davon nicht abschrecken lässt, kann hier sicher viel Spaß haben. Wir hoffen auf etwas mehr Abwechslung bei zukünftigen Alben.
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