Dienstag, 19 Januar 2021 14:07

Dispyt – Under Tiden Jag Sålde Min Själ Till Satan

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Sagen wir mal so: wenn man 13 Songs in 30 Minuten presst und das Ganze mit Black/Death/Crust gelabelt wird, dann weiß man grob, was zu erwarten ist. Dispyt haben im Dezember genau das gemacht und ihren zweiten Kurzspieler „Under Tiden Jag Sålde Min Själ Till Satan“ veröffentlicht. Und wir nehmen es gleich vorweg: es wird wuchtig!

Die Jungs legen auch gleich ab der ersten Sekunde los und kommen gleich mit allem um die Ecke, was guten Crust ausmacht: schnelles Getrommel, einfache Riffs und ein aggressiver Gesang. Dieser kommt teilweise aus den Kehlen der gesamten Mannschaft und passt sich damit in das vollmundige Gesamtgefüge ein. Der aufs Äußerste röhrende Gitarrensound ist ebenfalls sehr stimmig, lässt aber vor allem in der ersten Hälfte des Albums nur geringen melodischen Spielraum, was aufgrund der Kürze der einzelnen Titel aber nicht so stark ins Gewicht fällt.

Auf den späteren Tracks finden sich sogar die ein oder anderen Soli, sodass man auch die individuelle Stärke der Musiker hier und dort bewundern kann. Dadurch treten auch die beiden anderen Genre-Bezeichnungen, Black und Death Metal, etwas mehr in Erscheinung und harmonieren gut mit der punkigen Grundlage. Was soll auch schief gehen, wenn man drei Brutalo-Stile miteinander mixt? Nicht allzu viel, denn die 30 Minuten vergehen wie im Flug und vergrößern die aktuelle Schmacht auf Live-Shows noch mehr. Vielleicht finden sich ja auch Dispyt zukünftig auf der ein oder anderen Bühne in der Nähe wieder.

Trackliste:

1. Filtrera min världsbild
2. Ditt förvärv, mitt fördärv
3. Total jävla ångest
4. Vad var det nu igen man borde ha varit
5. Jag och demonen
6. Verkligheten kallar
7. Ödmjukhetens hand
8. Sluta döma
9. Utslagen och sönder
10. Under tiden jag sålde min själ till Satan
11. Avklarad och för länge sen glömd
12. Mannen i slips
13. Skenhelighetens monotoni

 

Bewertung:

8 / 10

Weitere Informationen

  • Band: Dispyt
  • Album Titel: Under Tiden Jag Sålde Min Själ Till Satan
  • Erscheinungsdatum: 11.12.2020
  • Fazit: Dass es brachial werden würde, war von Anfang an klar. Aber auch rohe Gewalt braucht einen roten Faden und den nötigen Feinschliff, um wirklich unterhaltsam zu sein. Dispyt unterhalten mit ihrem zweiten Album aber auf durchweg solidem Niveau. Weitermachen!
Gelesen 331 mal Letzte Änderung am Sonntag, 07 Februar 2021 19:18

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Dispyt - Jag och Demonen (official) Dispyt