Samstag, 07 März 2020 02:10

Ars Veneficium – Usurpation Of The Seven

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Auch in Belgien kann eine äußerst aktive und vitale Black Metal Szene beobachtet werden. Vor allem im Underground erblicken eine Vielzahl von Bands das Licht und speien ihre düsteren Werke an die Oberfläche. So auch Ars Veneficium, die mit dem neuen Studioalbum „Usurpation Of The Seven“ den Nachfolger ihrer Debütscheibe „The Reign Of The Infernal King“ auf die Welt loslassen. Wir haben für euch das Werk der aus Limburg stammenden Kapelle ausgiebig getestet und verraten euch, was den Zuhörer alles erwartet.

Rituell starten wir mit Kehlkopfgesängen, die aus den Tiefen eines dunklen Tempels entsprungen sein könnten. Das Intro „Hymns Of Chaos“ führt ruhig und gemächlich mit anschließendem Sprechpart im Flüstermodus in das Werk ein. Dann starten Ars Veneficium richtig durch und hauen uns mit „Wrath Of Life“ ein echtes Donnerwetter um die Ohren. Auf den Punkt feuert die Schießbude aus sämtlichen Rohren und die keifenden Screams von Frontmann „S“ rei?en uns mit in die Tiefe. Und auch die Riffs sind auf Angriff gebürstet. Schnell, aggressiv und ohne Erbarmen fällt auch der nachfolgende Song „Devour The Light“ über uns her. Doch auch sehr melodische Zwischenparts, wie wir sie unter anderem auch von Bands wie Behexen kennen, finden hier Platz, ohne dass die Songstruktur zu ausschweifend wird. Mit Vollgas knüppeln die Belgier weiter und können mit „In Sin, Bred By Madness“ nochmals eine Schippe drauflegen. Für uns persönlich auch eines der Highlights des Albums und definitiv ein Anspieltipp, den ihr unten in unserem Artikel auch nochmal findet.

Da Luiaard heerst“ und das darauf folgende „In The Fires Of Eternity“ können mit epischen, fast schon hymnisch anmutenden Gitarrenriffs und kraftvollen Vocals, die mit mit teils auch gesprochenen Passagen für Abwechslung sorgen. Die Intensität und Geschwindigkeit steigt mit jedem Song und auch das instrumental gehaltene Stück „7“ katapultiert Ars Veneficium nochmal ein ordentliches Stück näher an die Spitze, entschleunigt sich im Laufe aber wieder und schließt gefühlvoll mit einem tollen Gitarrensolo zum nachfolgenden „Under The Wings Of Beautiful Darkness“ ab. Die Tempowechsel bringen immer wieder frischen Wind in das Klangbild und setzen gekonnt ihre Akzente. Und der abschließende Song „The Flame Of Endless Yearning“ ist dann die Kirsche auf dem Sahnehäubchen und zeigt nochmals klar diese Stärken auf, die uns bisher durch „Usurpation Of The Seven“ geführt haben; Reichhaltige Melodien, kraftvolles Drumming, Tempowechsel und energiegeladene Vocals, wie man sie etwa auch in Bands wie Sargeist oder auch Horna wahrnimmt.

Ein starkes, schwarzmetallisches Brett, dass uns Ars Veneficium hier vorlegen. „Usurpation Of The Seven“ braucht sich keines Falls zu verstecken und bietet mit kurzen knackigen Songs für Fans von klassischem, riffgeladenem Black Metal, der auch hier und da melodiereicher ausfallen darf, eine echte Offenbarung. Von uns gibt's eine klare Empfehlung, in die Scheibe mal rein zu lauschen.



Trackliste:

1. Hymns Of Chaos

2. Wrath Of Life

3. Devour The Light

4. In Sin, Bred By Madness

5. De Luiaard Heerst

6. In The Fires Of Eternity

7. 7

8. Under The Wings Of Beautiful Darkness

9. The Flame Of Endless Yearning





Bewertung:

9,5 von 10 Punkten





Weitere Informationen

  • Band: Ars Veneficium
  • Album Titel: Usurpation Of The Seven
  • Erscheinungsdatum: 28.02.2020
  • Fazit: Ein starkes, schwarzmetallisches Brett, dass uns Ars Veneficium hier vorlegen. „Usurpation Of The Seven“ braucht sich keines Falls zu verstecken und bietet mit kurzen knackigen Songs für Fans von klassischem, riffgeladenem Black Metal, der auch hier und da melodiereicher ausfallen darf, eine echte Offenbarung. Von uns gibt's eine klare Empfehlung, in die Scheibe mal rein zu lauschen.
Gelesen 450 mal Letzte Änderung am Sonntag, 07 Februar 2021 12:54

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