Freitag, 13 November 2020 16:00

Cytotoxin - Nuklearth

geschrieben von Schlammi
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Ein Geheimtipp sind die 5 Herren aus Chemnitz schon lange nicht mehr, vielmehr stehen sie mit ihrem Tschernobyl Death Metal an der Spitze des deutschen Brutal Death Metals, wenn nicht sogar des Europäischen. Mit “Nuklearth” hauen sie uns ihr mittlerweile viertes Album, mit 11 Liedern und 44 Minuten Spielzeit um die Ohren.

Los geht es direkt wie die Feuerwehr mit dem Opener “Atomb”, bei dem man direkt gezeigt bekommt, was man erwarten kann: Technical Brutal Death Metal der allerersten Sahne. Etwas gemäßigter geht es mit “Lupus Aurora” weiter. Hier baut man Guitar Sweeping mit ein und als kleinen Break ein ruhiges Gitarrensolo in etwa in der Mitte des Stückes, welches nahtlos in einen groovigeren Part übergeht, bevor man wieder Vollgas gibt. “Uran Breath” beginnt mit Vollgas, jedoch ohne die gewisse Melodie zu verlieren und auch einen groovigeren Part haben die Chemnitzer hier wieder eingebaut. Eine langsame Passage, versetzt mit einem Sample kann man auch noch finden.

Mit “Dominus” als viertem Track hört man einen alten Bekannten, den man schon vor dem Albumrelease hören konnte. Während man mit technischem Highspeed Geballer startet, wird man im Laufe des Liedes immer slam-lastiger. Grimo spielt hier etwas mit seiner Stimme und haut feinste Gutturals raus. Für mich einer der besten Songs der Scheibe. “Drown in Havoc” gibt das gewohnte Bild ab: technisch, schnell, brutal, geil, ohne jedoch den Groove zu vergessen! Für den sechsten Track, “Soul Harvester”, hat man sich Verstärkung in Form von Elliot Desgagnés von den kanadischen Tech Deathern Beneath the Massacre ins Boot geholt. Das ist zwar die mit Abstand langsamste Nummer auf der Platte, aber deshalb ist sie nicht minder brutal. Feines Grooveding!

Mit “Coast of Lies”  nimmt das Quintett wieder volle Fahrt auf und wirft ihre nuklearen Abfälle hochkant in den Ozean, was übrigens grob vereinfacht auch der lyrische Inhalt des Stückes ist. Für das anschließende “Quarantine Fortress” hat man sich wieder Unterstützung geholt, dieses Mal von Ben Duerr von den Symphonic/Melodic Deathcorern von Shadow of Intent. Keine Sorge, man wird hier keinesfalls deathcorelastig. Der junge Mann bringt lediglich seine unglaublich heftigen Vocals mit ein. Dead Zone Anthem beinhaltet keine Musik, sondern ein russisch-englisches Gedicht von Alexey Pavlov. Mit "Nuklearth" kommt nun auch mal der Titeltrack.  Hier geht man mit dem gewohnten Groove voran, allerdings versetzt man den Groove hier mit eher für die Band untypischer Melodie, was aber sehr gut passt. Feiner Song! Als Outro folgt nun noch ein instrumentales Pianostück, gespielt von Tommy Bonneviale.

 

Trackliste:

1. Atomb
2. Lupus Aurora
3. Uran Breath
4. Dominus
5. Drown in Havoc
6. Soul Harvester
7. Coast of Lies
8. Quarantine Fortress
9. Dead Zone Anthem
10. Nuklearth
11. Mors Temporis

 

Bewertung: 

9,5/10 Punkten

Weitere Informationen

  • Band: Cytotoxin
  • Album Titel: Nuklearth
  • Erscheinungsdatum: 21.08.2020
  • Fazit: Mit diesem Album unterstreichen die Jungs wieder einmal, wieso ich sie zur Speerspitze des deutschen Brutal Death Metals zähle: technisch hochwertig, brutal, trotzdem groovig und abwechslungsreich. Allerdings vermisse ich Grimos Pig Squeals ein wenig, deshalb nicht die volle Bewertung.
Gelesen 202 mal Letzte Änderung am Freitag, 13 November 2020 17:03

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Cytotoxin - Dominus (official) Cytotoxin